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Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von NullChecker, 20. November 2005.

  1. NullChecker

    NullChecker Neuling

    Registriert seit:
    20. November 2005
    Beiträge:
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    Wie schon aus meinem Mitgliedsnamen erkennbar hab ich den vollen Durchblick. :rolleyes:
    Ich habe eine ganze Menge zu diesem Thema gelesen, auch hier in diesem Forum (ich hoffe ich bin mit meiner Frage überhaupt in der richtigen Ecke des Forums).
    Ich weis nun es gibt Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Verteiler/Splitter, Stammleitungen, Stichleitungen etc. etc..
    Leider blicke ich es trotzdem immer noch nicht und ich bin mir nicht sicher wie mein "Problem" konkret zu lösen ist. :confused:

    Es wäre nett wenn mir jemand von Euch weiterhelfen könnte.

    Ich möchte folgendes machen:
    • in einem Gemeinschaftswohnhaus kommt eine Leitung (normal analog teresstrisch, kein Kabel oder SAT) in die Wohnung.
    • In dem Zimmer wo die Leitung ankommt sitzt so eine Kombi "TV-Radio" Antennendose.
    • Ich möchte nun in zwei verschiedenen Zimmern jeweils sowohl einen Fernseher wie auch einen Radio (Tuner) anschliessen. In dem Zimmer indem sich die Anschlussdose befindet (Zimmer-1) soll ausserdem ein DVB-T Receiver (neben dem normalen analogen teresstrischen TV-Anschluss) an den TV angeschlossen werden.
    • Evtl. soll an dem zweiten TV in dem zweiten Zimmer später ebenfalls ein DVB-T Receiver angeschlossen werden können (so wie in Zimmer-1), ein DVB-T Receiver an zwei TVs geht ja wohl nicht, oder doch?
    Was für einen Typ Dosen/Splitter etc. brauche ich nun und wie schliesse ich das alles korrekt an?
    Vielen Dank im Voraus für alle (bitte idiotensicheren) Tips!:)
     
  2. boina

    boina Gold Member

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    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Du brauchst überall Durchgangsdosen.

    Und da du nur wenige (2) Dosen einbauen willst ist es gut wenn du welche mit höherer Durchgangsdämpfung nimmst, da dann das Signal nicht "gut gehalten" wird, als wenn man z.B. 10 Dosen verbauen würde.

    Diese Dose dürfte für deine Zwecke geeignet sein: http://www.reichelt.de/inhalt.html?...ART=0;END=16;STATIC=0;FC=670;PROVID=0;TITEL=0

    Wichtig: In die letzte Dose muss ein Endwiderstand.

    Und wenn du an einer Dose 2 Anschlüsse brauchst (also für den DVB-T-Receiver) dann kannst du einen normalen Steckdosenverteiler nehmen.
    Z.B. den da --> http://www.reichelt.de/inhalt.html?...=AND;WHOLE_WORD_SEARCH=0;SORT_SEARCH=standard
    Aber normalerweise brauchst du das nicht, da die DVB-T-Reciever normal den Tuner durchschleifen, also einen Antennenausgang haben.
     
  3. NullChecker

    NullChecker Neuling

    Registriert seit:
    20. November 2005
    Beiträge:
    4
    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Hallo boina,

    das ging ja wirklich superflott, herzlichen Dank! Klasse Forum hier!

    Jetzt wär ich schon einmal falsch gelegen. Ich hätte vermutet das ich in dem zweiten Zimmer eine Enddose brauchen würde (da das ja dann auch praktisch das "Ende" der Leitung wäre).

    Nur noch zwei "klitzekleine" Fragen:

    a.) So eine Durchgangsdose müsste doch ausser den "frontseitigen" Ausgängen (TV/Radio) auch rückseitig noch Ausgänge haben (um von dort an weitere Dosen zu gehen) oder hängen die Eingänge der Durchgangsdose für das zweite Zimmer einfach parallel an den Eingängen der Dose im ersten Zimmer?

    b.) Ich habe gerade mal nachgesehen. Mein DVB-T Receiver hat tatsächlich
    einen solchen Antennenausgang. Ist es nun möglich einen Verteiler an diesen Ausgang zu stecken um von dort zwei Fernseher zu speisen, also 1x Ausgang vom Verteiler an den TV im ersten Zimmer und vom zweiten Ausgang des Verteilers an den TV im zweiten Zimmer? Oder bräuchte ich für diesen Fall für den TV im zweiten Zimmer doch auch einen zweiten DVB-T Receiver?
     
  4. boina

    boina Gold Member

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    bei Landshut (Niederbayern)
    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Enddosen werden in Verbindung mit Abzweigern eingesetzt, aber so einen hast du nicht. Darum sollst du keine verwenden, da eine Enddose zur Zuleitung nicht entkoppelt.

    Ja, das ist so. Du kannst dort 2 Leitungen anklemmen, eine ist die Zuleitung, die andere geht zur nächsten Dose.

    Also mal langsam. Du darfst das analoge mit dem digitalen Signal nicht verwechseln.

    Dass ein Antennenausgang vorhanden ist bedeutet nicht, dass der DVB-T Reciever sein erzeugtes Bild da drauf legt. Das macht er nur wenn er einen UHF-Modulator eingebaut hat. Hat er das nicht, so gibt er sein Bild ausschließlich am Scart aus, du kannst also nur dort den Fernseher anstecken. Der vorhandene Antennenausgang am Receiver ist dann nur dafür da, dass man dahinter ein weiteres Gerät betreiben kann. Dies kann ein weiterer DVB-T-Receiver, ein Videorekorder oder ein Fernseher sein. Beide letztere können aber (i.d.R.) nur die analogen Signale darstellen.

    Wenn du nun 2 TV's in verschiedenen Räumen über DVB-T vernünftig betreiben willst, brauchst du auch 2 DVB-T-Receiver.
     
  5. NullChecker

    NullChecker Neuling

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    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Nochmals vielen Dank für die schnelle und kompetente Hilfe!

    Es ist mir jetzt alles klar.
    Das mit dem Antennen-Ausgang des DVB-T Receivers war ein Denkfehler meinerseits. Auf alle Fälle kann ich diesen Ausgang des Receivers benutzen um das rein analoge Signal an den TV durchzuschleifen - ich spar mir also damit den Verteiler.

    Alles was ich brauche sind also lediglich 2 Durchgangsdosen (möglichst welche mit Dämpfung) und einen Abschlusswiderstand (+ Kabel natürlich).

    Iss ja alles ganz einfach wenn man weis wie`s geht;)
     
  6. KlausAmSee

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    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Der Begriff "Enddose" ist grundsätzlich irreführend. Er suggeriert, daß man mit der Dose eine Stammleitung "beenden" kann, dies ist aber nicht richtig, dazu benötigt man eine "Durchgangsdose" mit Terminierung (= untergeklemmtem Abschlußwiderstand), damit die Stammleitung abgeschlossen ist, auch wenn an die Dose selbst kein Garät angeschlossen ist.
    Der richtige Name ist "Stichdose", dieser wird an einen (Stich-)Abzweiger angeschlossen. Dieser sorgt dann für die notwendige Entkopplung, denn sonst gäbe es eine Rückwärtsbeeinflussung, abhängig davon, ob etwas an die Stichdose angeschlossen ist, oder nicht. Stichdosen sollten immer über Abzweiger angefahren werden, und nie über Verteiler, denn diese bieten eben diese Entkopplung nicht.

    Klaus
     
  7. NullChecker

    NullChecker Neuling

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    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Das ist aber leider der Begriff der oft verwendet wird und den ich oft gelesen habe.
    Es ist schon ein Jammer mit der deutschen Terminologie. Da gibt`s auch so Begriffe wie z.B. "Hohlleiter" - als ob im Hohlen was geleitet werden würde.

    Mein Problem war/ist die verschiedenen existierenden Begriffe bezüglich dieser ganzen Antennengeschichte überhaupt zu verstehen und zu sortieren.

    "Enddose" ist also das gleiche wie eine "Stichdose" (letzteres ist auch nicht gerade ein intuitiv eingängliches Wort).

    Für "Durchgangsdose" existiert offensichtlich nur diese eine Bezeichnung.

    Ein "Splitter" ist das gleiche wie ein "Verteiler".

    Was ich immer noch nicht verstehe, was ist dann ein "Abzweiger"?
    Ich hätte nun vermutet das wäre das gleiche wie ein "Verteiler" (bzw. eine Leitung die von einem solchen abgeht), ist es aber anscheinend nicht.

    Zwar hat das nun mit meinem ursprünglichen "Problem" nix mehr zu tun, das ist ja Dank Euch gelöst aber es besteht ja vielleicht Hoffnung das ich das Ganze im Grundsatz besser kapiere. Das würde mir helfen sollte in Zukunft mal ein anderes "Problem" diesbezüglich auftauchen, dieses selber zu lösen.
     
  8. boina

    boina Gold Member

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    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Ein Abzweiger, so wurde es mir hier mal erklärt, koppelt aus der Stammleitung eine Leitung aus.
    Das bedeutet, dass die Stammleitung durch den Abzweig nicht beeinflusst wird.

    Würde an der abgezweigen Leitung nun eine Störung vorliegen, so wäre das beim Abzweiger weniger schlimm wie beim Verteiler.
     
  9. KlausAmSee

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    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Ein Hohlleiter ist ein Leiter der Hohl ist, also ein Rohr. In diesem werden die elektromagnetischen Wellen geleitet. Wenn du mal in das Feedhorn eines LNBs schaust, kannst du einen solchen Hohlleiter sehen.

    Verteiler (=Splitter) teilen das Signal immer zu nahezu gleichen Teilen auf. Ein idealer Zweifachverteiler hätte 3dB Dämpfung (3dB ist die halbe Leistung), real sind es 3,5 bis 4dB.
    Ein wichtiger Faktor bei Antenneninstallationen ist die Terminierung (d.h. Abschluß mit 75Ohm), je besser die Terminierung, umso höher die Rückflußdämpfung. Die Rückflußdämpfung ist das Verhältnis zwischen dem Signal, welches man in eine Komponente hineinschickt, und dem, welches aufgrund von Fehlanpassung (wenn es nicht 75Ohm sind) zurückgeschickt wird. Diese zurücklaufenden Signale verursachen im analogen Fernsehbild Schatten, im Frequenzgang steigt die Welligkeit, und insbesondere DVB-C-Übertragungen kommen aus dem Tritt.
    Nehmen wir nun einen Zweifachverteiler. Dieser sollte intern zwei Übertrager haben, nämlich einen, der für die Impedanztransformation zuständig ist (von 75Ohm auf 37,5Ohm), und einen, der für die Entkopplung zuständig ist (und einem zusätzlichen Widerstand zwischen den Ausgängen). Die Transformation ist notwendig, weil die beiden Ausgänge parallel geschaltet sind, und die Impedanz so 75Ohm durch zwei ist. Der zweite Kern sorgt für Entkopplung, d.h. das Signale nicht von Ausgang zu Ausgang geschickt werden.
    Wird nun einer der Ausgänge offen gelassen (weil z.B. an die angeschlossene Stichdose kein Fernsehgerät angeschlossen ist), stimmt die Impedanz nicht mehr, es sind am Knotenpunkt nicht mehr 37,5Ohm, sondern 75Ohm (ich vernachlässige hier mal die Parasitics). Diese werden auf 150Ohm am Eingang hochtransformiert, die Rückflußdämpfung passt nicht mehr, und wir haben die Reflektionen im Verteilnetz. Deswegen darf man Stichdosen nicht mit einem Zweifachverteiler anfahren.
    Ein Stichabzweiger hat nun einen Richtkoppler integriert (es gibt aber auch rein resistive Abzweiger, manchmal reichen die auch aus). Es gibt eine Stammleitung und einen Stichabzweig. Die Stammleitung hat eine geringe Durchgangsdämpfung (1-2dB), der Abzweig eine relativ hohe (10-20dB). Sagen wir, wir hätten einen 10dB Abzweiger mit 2dB Durchgangsdämpfung. Das Signal, welches am Stammeingang eingespeist wird, erscheint 10dB schwächer am Abzweig. Bleibt der Ausgang offen, wird das Signal reflektiert und in den Richtkoppler zurückgeschickt. Es wird wieder eingekoppelt, dabei wird es wieder um 10dB gedämpft. Das Signal, welches wieder auf der Stammleitung ankommt, ist also insgesamt um 20dB gedämpft, und spielt somit so gut wie keine Rolle mehr. Der RICHTkoppler sort nun zudem dafür, daß das Signal nur in Richtung Stammleitungseingang zurückgeschickt wird, nicht in die andere Richtung, wo ja weitere Empfänger angeschlossen sind. Weiterhin koppelt der Richtkoppler auch nur das Signal vom Stammleitungseingang zum Abzweig aus, das vom Stammausgang wird dagegen stark gedämpft.

    Vielleicht helfen meine Ausführungen etwas, um den Unterschied zwischen Verteiler und Abzweiger zu verstehen. Ich habe absichtlich viele Details weggelassen, um es möglichst verständlich zu machen.

    Klaus
     
  10. Marsmond

    Marsmond Junior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    26
    AW: Durchgangsdosen, Enddosen, Stichdosen, Splitter, Verteiler - ich blick`s nich

    Danke für diesen Beitrag, der heute sein achtjähriges Jubiläum feiern darf. :)

    Wenn ich richtig verstanden habe:

    Eine Stichdose muß also in ihrem Segment der Leitung alleine sein, da sie störende Reflexionen bei offenem Ausgang (sowie vielleicht auch von einem angeschlossenen Gerät ausgehende Störungen) nicht entkoppelt, um so ein stärkeres Signal liefern zu können. Das Segment der Leitung, an deren Ende die Stichdose sitzt, muß durch einen Abzweiger entkoppelt werden. Der läßt Signale (Reflexionen, Störungen) nur so stark abgeschwächt durch, daß sie nicht mehr stören. Man will in einer Stichdose die Anschlußdämpfung niedrig halten, da das Signal bei korrektem Aufbau der Komponenten durch die Entkopplung am Abzweiger bereits gedämpft ist, und dies läßt sich nur oder am einfachsten mit einer Senkung der Entkoppeldämpfung selber erreichen. (???)

    Es ist also nur die Frage, wo man entkoppelt, ob an der Dose oder vorher. Eine Dose mit Entkopplung (Durchgangsdose) kann man also überall einsetzen, sie stört nirgendwo, nur verschenkt man eventuell wertvollen Signalpegel; eine Dose ohne Entkopplung hingegen (Stichdose) kann man nur hinter einem (entkoppelnden) Abzweiger einsetzen, weil sonst Reflexionen das Nutzsignal (und damit andere Teilnehmer) stören können. (???)

    Wikipedia unterscheidet zwischen Anschlussdämpfung (auch Teilnehmerdämpfung) einerseits und Entkoppeldämpfung andererseits. Die erste scheint sozusagen für den Hinweg zum Gerät gedacht zu sein, die zweite für den Rückweg vom Gerät in die Leitung. Offensichtlich kann man die Signale nach ihrer Richtung unterscheiden und mit gewissen Bauteilen gezielt einfangen und dämpfen.

    Was bedeuten »einkoppeln« und »auskoppeln« im Zusammenhang mit dem Richtkoppler?
     

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