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Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von JoachimW, 3. August 2012.

  1. JoachimW

    JoachimW Neuling

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    Hallo zusammen,

    ich verkabele gerade mein Haus neu und konnte folgende Frage trotz aller Internet-Recherchen nicht klären:

    Mein aus einem 10 dB-Verstärker kommendes DVBT-Antennensignal leite ich in einen Abzweiger (keinen Verteiler). Sowohl am Abzweig als auch am weitergeführten Hauptstrang soll dann jeweils eine Stichdose sitzen. Kann ich davon ausgehen, dass das soweit korrekt ist?

    Wenn ja: Kann ich VOR dem Abzweiger noch eine Durchgangsdose einbauen und weiterhin bei meinen Stichdosen bleiben? Oder muss ich dann eine davon oder beide durch Durchgangsdosen mit Endwiderstand ersetzen?

    Gruß
    Joachim
     
  2. Wolfgang R

    Wolfgang R Board Ikone

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    AW: Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

    Nein, das ist nicht korrekt. An den Stamm-Ausgang eines Abzweigers muss immer eine terminierte Durchgangsdose oder eine "echte" Enddose. Niemals eine Stichdose.

    An den Abzweig selbst eine Stichdose, die Entkopplung nimmt ja der Abzweiger vor.

    Du kannst vor dem Abzweiger eine Durchgangsdose einsetzen. Logischerweise ohne Abschlusswiderstand, denn da geht ja das Kabel zum Abzweiger raus.

    Nur wenn ich mir das mal pegelmäßig so durchrechne - wie weit willst du eigentlich mit deinen nur 10db Verstärkung kommen? Meinst du, das reicht? Wie hoch wird denn der Gesamtpegel nach der Verstärkung mit 10db sein?

    Rechnung, exemplarisch, ganz grob überschlagen:

    Verstärker -> Kabel 15 Meter (-1db), Durchgangsdose (-2db), Abzweig (-12db), Stichdose (-2db) - bis dahin würden also schon mal 17db verbraten.

    Kompensiert das dein Verstärker bzw. ist der Gesamtpegel so hoch, dass du noch im Normfenster liegst?

    Gruß,

    Wolfgang
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2012
  3. JoachimW

    JoachimW Neuling

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    AW: Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

    Ok, am Stamm-Ausgang des Abzweigers eine terminierte Durchgangsdose bzw. eine "echte" Enddose. Dann leuchtet mir auch sofort ein, dass ich vorher noch eine Durchgangsdose setzen kann. Irgendwelche Vorschläge, welches Modell sich da anbieten würde?

    Wegen des Pegels: Ich nutze zur Zeit meine alte Radioantenne auf dem Dach, um DVB-T zu schauen, eben mit den genannten 10 dB Verstärkung, und es klappt wirklich super.

    Wie kann man denn mit einfachen Mitteln die Empfangsstärke messen :confused:?

    Ach ja, nochwas: Wenn ich jetzt noch direkt nach dem Verstärker (vor allem anderen) einen Verteiler setzen würde, um das Signal hälftig in den eben beschriebenen Strang und in einen zweiten mit nur einer Dose am Ende, einzuspeisen, ändert sich dann an meinem ersten Strang etwas? Und muss an den zweiten eine Stich- oder terminierte Enddose? Dass das Signal dann noch weiter heruntergeht, ist mir schon klar.
     
  4. Wolfgang R

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    AW: Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

    Der erste Strang würde um die Verteildämpfung des Verteilers bedämpft, also ca. 4-5db. Der zweite logischerweise auch, ein 2-fach-Verteiler halbiert den Stamm auf zwei neue (im Gegensatz zu einem Abzweiger, der das meiste an den Stamm weiterleitet und nur recht wenig an den Abzweig).

    An den zweiten Strang müste dann eine terminierte Durchgangsdose oder eine echte Enddose.

    Eine Durchgangsdose mit geringer Durchgangsdämpfung ist die Kathrein ESD44, diese liegt bei UHF bei nur 1db. Auskoppeldämpfung ist 14,5db. die könntest du also nach dem (neu geplanten) Verteiler nach dem Verstärker an den zweiten Abgang anschließen und terminieren.

    Genau so kannst du die ESD44 in den bestehenden Strang vor den Abzweiger setzen und an den Stammausgang des Abzweigers.

    Wenn dann der Pegel zu gering ist (wie sieht denn jetzt die Signalstärke und Qualität vom Receiver aus?) wirst du den 10db-Verstärker wohl durch ein kräftigeres Modell tauschen müssen.

    Gruß,
     
  5. JoachimW

    JoachimW Neuling

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    AW: Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

     
  6. Wolfgang R

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    AW: Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

    Du solltest das Pegelniveau an deiner Anlage schon gleichmäßig halten, sonst hast du an den einen Dosen Überpegel und an den anderen Unterpegel. Zudem ist die Durchgangsdämpfung bei höherer Auskoppeldämpfung geringer. Aber stimmt, die letzte Dose am Stamm hinter dem Abzweiger kann eine Nummer kleiner sein, hab es mal durchgerechnet.

    Bei der Stichdose am Abzweiger sowie der vorgeschalteten Durchgangdose und dem neu ins Spiel gebrachten Verteiler hast du ja dort den meisten Verlust.

    Verstärker-neuer Verteiler(-4db)-15m Kabel (-1db)-Durchgangsdose(-1db)-Abzweig(-12db)-Stichdose(-2db) ergeben 20db Verlust an der Stichdose.

    Die Dose direkt nach dem neuen Verteiler (neuer 2. Strang) hätte mit dem neuen Verteiler und der Auskoppeldämpfung 18,5db Verlust (+Kabel).

    Die Dose zwischen dem neuen Verteiler (1. Strang) und Abzweiger je nach Kabellänge zwischen 18,5 und 19,5db Verlust.

    Kommen wir zu der Dose am Stammausgang des Abzweigers.

    Verstärker-Verteiler(-4db),15m Kabel (-1db)-Durchgangsdose(-1db)-Abzweiger(-2db)-Dose(-14,5db) ergibt 22,5db Verlust mit der ESD44.

    Mit einer Triax/Hirschmann Gedu10 (10db Auskoppeldämpfung, dafür 3,2db Durchgangsdämpfung, was hier aber keine Rolle spielt) wärst du bei 18db Verlust.

    Alternativ die Astro Gut512 mit 12,2db Auskoppeldämfung, da wärst du bei 20,2db Verlust an dieser Dose.

    Die Entscheidung Gedu10 oder Gut512 würde ich davon abhängig machen, wie viel Kabel zwischen Abzweiger und der terminierten Durchgangsdose ist.

    Gruß,

    Wolfgang
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2012
  7. JoachimW

    JoachimW Neuling

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    AW: Durchgangsdose vor Abzweiger / DVB-T

    Danke Wolfgang,

    damit hätte ich jetzt alle Informationen, die mir fehlten und ich werde mich langsam mal an die Verkabelung machen.

    Werde gleich leider einen neuen Thread aufmachen müssen, weil meine Satellitenschüssel nach Ab- und wieder Aufbau nur noch Astra, nicht aber Hotbird empfängt.

    Gruß
    Joachim
     

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