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Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von Südwind 25, 24. März 2007.

Status des Themas:
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  1. Südwind 25

    Südwind 25 Neuling

    Registriert seit:
    23. März 2007
    Beiträge:
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    Premiere-Kunden werden in Zukunft verstärkt Werbeanrufe von Drückerkolonnen erhalten. :wüt:

    Warum, werd ich euch erzählen.

    Ich bekam vom Arbeitsamt einen Stellenvorschlag bei einem Callcenter.
    Frohen Mutes war ich, als ich die Räume betrat, denn die Telefonistinnen dort wirkten wahnsinnig freundlich. Doch sofort kam der erste Tiefschlag: Eine junge Teamleiterin eröffnete mir, dass ich zunächst 14 Tage kostenloses Praktikum machen sollte.
    Weil ich zwar eine kaufmännische Ausbildung habe, aber noch nie in einem Callcenter gearbeitet hatte, war die Begründung.

    Ich erfuhr, dass die Leute die ich anrufen müsste, alles Premiere-Kunden sind. Man erzählte mir, dass man die Adressen von Premiere gekauft habe. Angeblich für einen höheren Preis, als sonst in der Branche üblich. Für den höheren Preis habe man das Recht erhalten, sich mit dem Namen "Premiere" bei den Angerufenen vorzustellen. :rolleyes:

    Zunächst lies man mich einige Stunden bei verschiedenen Kolleginnen mit reinhören. Der Laden kam mir nun vor wie eine grosse Drückerkolonne. Was ich zunächst bezweifelte, stellte sich als wahr heraus: Die Angerufenen waren tatsächlich alle Premiere-Kunden.

    Wenn ein Angerufener den Hörer abhob, lasen die Callcenter Agents ihren Text vom Leitfaden ab.

    Ich kann euch den Text nur aus dem Gedächtnis wiedergeben, da ich den Leitfaden nicht mit nach Hause nehmen und nicht kopieren durfte. (Strikte Anweisung).

    "Guten Tag Herr XXX, mein Name ist Frau YYY vom Premiere Service Center. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, dass Sie schon so lange ein treuer Premiere-Kunde sind."

    Anschliessend wurde dem Kunden viel Honig um den Bart geschmiert und er auffällig oft immer wieder mit Namen angesprochen, so als wenn man sich schon lange gut kennt. :love:

    Dann hiess es "Als besonderes Dankeschön haben wir heute speziell für Sie Herr XXX ein besonderes Treue-Angebot ausgesucht."
    Dem Kunden sollte ein Zeitschriften-Abo schmackhaft gemacht werden. Er würde eine Zeitschrift seiner Wahl 3 Monate kostenlos erhalten. Er würde nach den 3 Monaten dann gefragt werden, ob er die Zeitschrift weiter haben möchte.

    Das war allerdings gelogen. Tatsächlich ist es so, dass wenn der Kunde sich nicht selbst meldet, ein 1-Jahres-Vertrag entsteht. Steht natürlich nur irgendwo im Kleingedruckten.

    Diese Anrufe sind für das Callcenter, dass für einen Zeitschriften-Verlag arbeitet, sehr erfolgreich. Da man sich zunächst als Premiere-Angestellter vorstellt, gehen 99% der Angerufenen auf ein Gespräch ein.

    Als grösste Schwierigkeit, einen erfolgreichen Auftrag zu erlangen, erwies sich, dass die Callcenter-Damen die Kunden solange bequatschen mussten, bis sie ihre Bankverbindung herausrückten. Ohne Bankverbindung war kein Auftrag gültig.
    Aber es gelang den jungen Damen oftmals erstaunlich gut. Die schleimten solange herum, bis der Kunde schwach wurde.:love:

    Einige Kunden erzählten, dass sie schon mal so einen Anruf von Premiere erhielten, wo Ihnen für Ihre Treue gedankt wurde, und dann eine Unfall-Versicherung angeboten wurde.

    Andere Kunden berichteten von Premiere-Anrufen, wo sie für einen Einkaufsclub geworben werden sollten.

    Dr.Kofler verkauft seine Kundendaten demnach noch an weitere Drückerkolonnen (sogenannte Outbound-Callcenter). :mad:

    Am nächsten Tag durfte ich dann alleine telefonieren. Doch dann der Schock: nach 4 Stunden keinen einzigen Auftrag. Zugegeben, ich war wohl zu ehrlich. Dann setzte sich eine der jungen Teamleiterinnen (ca. 25 J.) zu mir und hörte bei mir mit rein.
    Sie ermahnte mich quasi unehrlicher zu sein. Auf meinen Einwand, dass ich die Kunden nicht belügen möchte, belehrte sie mich energisch "etwas verschweigen heisst nicht lügen."

    Ich blieb dann noch die 14 Tage in der Firma. Hatte das Arbeitsamt ja vorher informiert und bekam in der Zeit weiter mein ALG. Ich hatte die nächsten Tage auch ein paar Aufträge, aber lange nicht soviel wie einige Kolleginnen. So wurde ich dann dort auch nicht eingestellt. :(

    Für meine kostenlose Arbeit bekam ich übrigens keinen cent. Als ich nach einem kleinen Dankeschön fragte, hiess es unwirrisch, dass meine Einarbeitung der Firma Zeit gekostet habe. Ausserdem haben sich durch meine Aufträge die Telefonkosten nicht gedeckt. (Bin mir aber sicher, dass Callcenter irgendeine Telefonflatrate haben.)

    Aufgrund dieses Erlebten, wie hauptsächlich die Premiere-Kunden verraten und belogen werden, habe ich mein Premiere-Abo kurz darauf fristgerecht gekündigt. :wüt:

    Ach ja, als ich vorher bei der echten Premiere-Hotline anrief und fragte, ob auch MEINE Daten an Drückerkolonnen verkauft wurden, sagte die Mitarbeiterin ganz selbstbewusst, das kann gar nicht sein, das würde ja gegen den Datenschutz verstossen. Sie belehrte mich, solche Angebote (wegen Zeitschriften, Versicherungen, Einkaufsclub usw.) macht Premiere nicht. :eek:
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2007
  2. AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    ... und das sind deine wahnsinnigen neuigkeiten die du aufgedeckt haben willst? da muss ich dich enttäuschen, dieses theme wurde hier schon zur genüge durchgekaut. benutz mal die suchfunktion (stichwort werbung, versicherung, lotto)

    mit abschluss jedes vertrags und unterschrift im entsprechenden passus gibt jeder abonnement die einwilligung das seine daten weitergegeben werden dürfen. selbstverständlich kannst du dem widersprechen, entweder direkt bei aboabschluss oder auch jederzeit im nachhinein durch einen kontakt zur hotline.

    fazit: alles kalter kaffee und nicht wirklich einen neuen thread wert (meiner meinung nach).
     
  3. wacko

    wacko Junior Member

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    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    hmmm, ich als Newbie habe das noch nicht gewusst und fand das sehr lesenswert und bedenklich. Zudem sind ja "Coldcalls" in Deutschland verboten, aber wenn eine Firma die das Recht auf solche Anrufe hat diese weiterverkauft und erlaubt unter ihrem Namen aufzutreten finde ich das bedenklich - also ein neues Schlupfloch
     
  4. deister7

    deister7 Institution

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    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    dem kann ich nur zustimmen! Wer lesen kann ist klar im Vorteil. :cool:
     
  5. AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    gerade dabei handelt es sich nicht um coldcalls oder kaltaquise, weil der entsprechende kunde ja seine zustimmung gegeben hat.

    [​IMG]

    so oder so ähnlich stehts in jedem vertrag der abgeschlossen wird. wer sich darüber aufregt solltehalt genau lesen was er unterschreibt und abschliesst.
    das sind dann auch die kollegen die sich beschweren, dass ihr abo automatisch verlängert wird u.ä.
     
  6. Kris78

    Kris78 Senior Member

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    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    Habe vorhin einen Anruf bekommen, der zu deinem Begrüßungstext passt. Also "Guten Tag Herr..., Mein Name ist... von Premiere... ob ich ein paar Minuten Zeit habe...".
    Ich habe daraufhin zugestimmt, da ich dachte, es ginge um meinen kürzlich abgeschossenes Premiere Flex "Abo".
    Si fuhr vor mit "...bedanken, dass ich ja schon so lange bei Premiere bin...treu blabala."
    Das hatte mich dann schon verwundert, da ich erst wieder seit kurzem und nach längerer Pause Premiere habe und das nur in Form von Flex.

    Sie wollte mir dann Lose verkaufen, habe sie dann aber sofort unterbrochen und ihr mitgeteilt, dass ich kein Interesse habe. Das Gespräch wurde dann freundlich beendet.
    Ich lasse mich auf so was gar nicht ein, kann mir aber vorstellen wie viele darauf reinfallen und irgendwelche Verträge abschließen ohne richtig informiert worden zu sein!

    Ich finde es äußerst bedenklich, dass sich ein Unternehmen wie Premiere auf solche Machenschaften einlässt und für ein paar Kröten (auch wenn es mehr ist) das sowieso schon angeschlagene Image zu riskieren.

    Man sollte sich da doch eher auf das Kerngeschäft konzentrieren!
     
  7. Kris78

    Kris78 Senior Member

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    Wuppertal
    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    Egal, ob das rechtlich möglich ist oder nicht. Wenn sich Premiere ihr Image durch so was versauen, darfst du demnächst auch um deinen Job bangen, da die Einnamequellen (verärgerte Kunden) aus dem Kerngeschäft wegfallen!
     
  8. deister7

    deister7 Institution

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    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    Ich wurde bisher 1 (!) mal angerufen. Ich durfte 1 mal Lotto gratis spielen, hab ich auch gemacht, leider nicht gewonnen :(. Ein Abo habe ich seit 2002, die Datenweitergabe habe ich nicht verboten, warum auch. Kommt halt mal ein WErbewisch, der fliegt dann in die blaue Tonne.

    mindestens 75% der Abonnenten werden kündigen, böses, böses Premiere.

    Den Datenhandel will ich nicht gutheißen, aber welche Firma macht das nicht? Fast überall gibts doch ein Feld wo man der Datenweitergabe widersprechen kann, viele machend as nciht, dann kommen halt Darlehensangebote etc. ins Haus geflattert. Wer nicht in der Lage ist den entsprechenden Passus im Vertrag zu streichen hat es auch nciht besser verdient.:rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2007
  9. Kris78

    Kris78 Senior Member

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    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    Es geht doch gar nicht darum, dass jemand kündigt nur weil er einen Anruf bekommt, sondern das dies wieder ein Beispiel dafür ist wie Premiere sich das Image weiter ruiniert. Mittelfristig kann das nur schädlich für Premiere sein.

    BTW: Den Passus habe ich widersprochen und trotzdem diesen Anruf bekommen! Seriös?
     
  10. Carlitos_Cabana

    Carlitos_Cabana Silber Member

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    652
    AW: Dr.Kofler verkauft eure Adressen an Drückerkolonnen !

    Um hier mal nicht nur Dr. Kofler oder Premiere als die bösen darzustellen (Dago hat ja die Datenschutzerklärung abgebildet) Jeder der dieser Datenschutzerklärung nicht widerspricht und sich dann über die Werbeanrufe beklagt ist selbst schuld. Einfache Email an Premiere und alles wird gut.

    Ach ja ich weiß ja nicht wie viele von euch jetzt erst auf der Cebit waren oder hin und wieder andere Messen besuchen. Praktisch an jedem stand kann man ja an einem Gewinnspiel teilnehmen. Gewinnen tut an der Stelle eigentlich nur der jenige der die Adressen dann in der Hand hat und dann für gutes Geld verkaufen kann. (Vor 2 Jahren auf der Games Convention hat man an einem Stand den Besuchern Demospiele usw sogar nur gegeben wenn so eine "Gewinnspielkarte" ausgefüllt wurde) Adresshandel ist ein lohnendes Geschäft und das für jedes Unternehmen.
     
Status des Themas:
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