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Diseqc Motor einrichten ?!

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von hd27, 7. November 2008.

  1. hd27

    hd27 Neuling

    Registriert seit:
    7. November 2008
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Nähe Osnabrück
    Technisches Equipment:
    DBOX 2 mit einem Enigma-Image. Motec Motor und 110 Schüssel.
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    Hallo zusammen,
    ich hab mir einen Diseqc Motor Motek 2100a gekauft und einen neuen Satspiegel(110cm),
    diese werde ich an meiner Dbox 2 Philips mit einem Enigma image betreiben,falls es klappt.
    Nur bevor ich mich an die Arbeit mache weil ich nicht gerade viel Erfahrung habe beim Sataufbau,frag ich mal besser vorher.

    Unten sind die Informationen wo ich mich befinde ...
    Also nun mal wie ich vorgehen muss, wenn falsch bitte korrigieren!
    1. Ich richte die Satschüssel aus auf dem Sat Eutelsat W3A (7.0° O = 353° W) weil der am nähesten an meiner Position ist, bau die Schüssel wieder ab.
    2. Motor Elevationswinkel auf ca. 30.02° stellen mit Satschüssel anbauen.
    Nur muss ich jetzt die Motor-Gradeinstellung 0.75° West vorm Anbau umstellen, und dann mit dem Motor auf Eutelsat W3A ausrichten ?


    Ihr Standort:
    Breitengrad:
    52.51° N (52° 30' 35")
    Längengrad:
    7.68° O (7° 40' 47")
    Stadt:
    Fürstenau bei Bramsche, Hase
    Land:
    Deutschland

    Azimut-Winkel
    Folgende Daten wurden für Ihren Standort berechnet:
    Azimut-Winkel:
    180.86° (wahre geographische Nordrichtung)
    Elevationswinkel:
    30.02°
    LNB-Tilt (Skew):
    0.52°
    Offset Winkel:
    20.36°
    Entfernung zum Satelliten:
    38615.63 Km
    Signalverzögerung:
    257.44 ms (Uplink + Downlink)
    Deklination-Winkel:
    -7.47°
    Polarmount Stunden-Winkel:
    180.75°
    Motor-Gradeinstellung:
    0.75° West
    Satellit:
    Eutelsat W3A (7.0° O = 353° W)

    Gruss Henni
     
  2. Indymal

    Indymal Talk-König

    Registriert seit:
    20. März 2003
    Beiträge:
    5.414
    Ort:
    Marburg
    AW: Diseqc Motor einrichten ?!

    Zu Punkt 1:
    Diese Vorgehensweise ist ein weit verbreitetes Märchen und wird sogar von einigen Fachzeitschriften so oder so ähnlich abgedruckt.

    Man kann damit aber lediglich den realen Fixmountwinkel der Antenne ermitteln, um schon im Vorfeld Ungenauigkeiten der eingestanzten Elevationsskala zu kompensieren.

    Dieser Fixmountwinkel, im folgenden kurz P genannt, ist aber NICHT identisch mit dem Elevationswinkel, den die Antenne haben muss, wenn man sie an einem Diseqc-Motor betreibt.

    Dazu muss erst folgende Rechnung durchgeführt werden:
    Antennenelevation= P-(60°-Breitengrad)
    Wobei anzumerken ist, daß diese Rechnung nur auf Motoren mit einem um 30° abgewinkelten Zapfen anwendbar ist!

    In der Regel reicht es aber auch aus den Wert P theoretisch zu errechnen, da die Elevationsskala an den meisten Antennen durchaus realistische Werte anzeigt.
    In deinem Fall wären dies die unter Punkt 2 genannten rund 30°.

    Die einzustellende Antennenelevation wäre bei dir demnach 30°-(60°-52.5°)=22.5°

    Alternativ und eventuell auch in der Anleitung abgedruckt kommt man auch mit folgender Rechnung zu diesem Ergebnis:
    Antennenelevation gleich Zapfenwinkel (in der Regel 30°) abzüglich Deklination
    In deinem Fall also 30°-7.5°=22.5°

    Alle Berechnugswerte sind gerundet, da man die Antennenelevation sowieso nicht auf ein zehntel Grad genau voreinstellen kann.

    Nun fehlt nur noch der Motor selber...

    Hier ist entweder die Elevation (90° abzüglich Breitengrad) oder die Latitude (Breitengrad) laut Skala einzustellen.

    Dazu einfach darauf achten, wie die am Motor befindliche Skala gekennzeichnet ist... und dann in deinem Fall entweder 52,5° (Latitude) oder 37.5° (Elevation) einstellen.
    Einige Motoren haben auch zwei Skalen (auf jeder Seite eine), wo man dann entweder die Latitude oder die Elevation einstellen kann.

    Und nun noch ein paar Hinweise zur Installation.

    An der Motorelevation sollte man jetzt ersteinmal nichts mehr verändern, und alle Justierungsarbeiten über die Antennenelevation durchführen, da die Skala an der Antenne meist wesentlich ungenauer ist.

    Außerdem muss bei der Montage der Antenne sehr genau darauf geachtet werden, daß die Markierung am Motorzapfen genau mittig zwischen den Spannbacken der Mastaufnahme (von der Antenne) sitzt.

    Wenn alles soweit installiert ist, lässt man den Motor per Goto X/USALS z.B. auf Hotbird drehen (korrekt eingestellte Koordinaten am Receiver vorraus gesetzt).
    Nun dreht man den kompletten Motorblock solange hin und her, bis man Signale von Hotbird empfängt. Dazu muss man am Receiver vorher natürlich die Signalanzeige eines Hotbirdtransponders aufrufen.

    Die Antennenelevation ist für einen optimalen Empfang jetzt noch entsprechend nachzujustieren.
    Vorher allerdings überprüfen, daß man auch wirklich den richtigen Satelliten erwischt hat --> Sendersuchlauf

    Wenn alles soweit fertig ist, ist die Antenne laut gewisser Fachzeitschriften optimal; eingestellt und es bedarf keiner weiteren Korrektur... ansonsten nochmal neu anfangen...

    Aber wenn man ernsthaft an einer gut justierten Anlage interessiert ist, muss man folgendes machen...
    Man sucht sich zuerst einmal zwei Satelliten raus, die im Moment schon empfangen werden können.
    Der eine sollte möglichst weit östlich sein und der andere möglichst weit westlich.
    Nun fährt man auf den östlichen Sat und optimiert dort die Antennenelevation.
    Danach fährst man (notfalls blind) auf den westlichen Sat und optimiert die Antennenelevation dort ebenfalls.

    Nun gibt es drei Möglichkeiten:
    1. Antenne muss im Westen höher eingestellt werden (Antenne steht zu tief)--> Antenne am Motorzapfen lösen, und ein klein wenig Richtung Osten verdrehen. Dann Antenne wieder fest schrauben und den Motorblock dafür am Mast um den gleichen Wert nach Westen drehen, so daß wieder optimaler Empfang vorhanden ist.

    2. Antenne muss im Westen tiefer eingestellt werden (Antenne steht zu hoch) --> Antenne am Motorzapfen lösen, und ein klein wenig Richtung Westen verdrehen. Dann Antenne wieder fest schrauben und den Motorblock dafür am Mast um den gleichen Wert nach Osten drehen, so daß wieder optimaler Empfang vorhanden ist.

    3. Antenne steht im Osten und Westen gleich hoch --> Anlage optimal eingestellt.

    Punkte 1. und 2. so lange wiederholen bis 3. daraus folgt. Dabei nach Möglichkeit schauen, ob weitere Satelliten im Westen/Osten empfangbar werden, und diese statt den anfänglichen zwei Satelliten benutzen.

    Je weiter der östliche und der westliche Testsatellit auseinander liegen, umso genauer kann man die Anlage ausrichten.

    Wenn 3. erreicht ist, südlichsten Satelliten anfahren, und überprüfen, ob die Stellung dort auch OK ist, ansonsten Motorelevation leicht korrigieren. War bei mir allerdings noch nie nötig.

    Gruß Indymal
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. November 2008
  3. hd27

    hd27 Neuling

    Registriert seit:
    7. November 2008
    Beiträge:
    17
    Ort:
    Nähe Osnabrück
    Technisches Equipment:
    DBOX 2 mit einem Enigma-Image. Motec Motor und 110 Schüssel.
    AW: Diseqc Motor einrichten ?!

    Also das hab ich jetzt verstanden besten dank, Theorie stimmt also jetzt ...
    Dann hoffe ich mal auf gutes Wetter nächste Woche.
     
  4. Arkadia 2008

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    AW: Diseqc Motor einrichten ?!

    Funktioniert das auch mit Stabmotoren?
    Bei denen muss die Satellitenantenne auf die Mastmarkierung des Motors ausgerichtet werden und wenn ich die Antenne am Motorzapfen drehe, befindet sich die Mitte der Schelle nicht mehr auf dieser Markierung.
     
  5. Indymal

    Indymal Talk-König

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    Marburg
    AW: Diseqc Motor einrichten ?!

    Das funktioniert bei jedem Motor, den man über GotoX/USALS einrichtet und ist in diesem Falle auch die einzige Möglichkeit um eine sauber eingerichtete Anlage zu erhalten.

    Bei einem Stab Motor sollte diese Vorgehensweise dazu führen, daß die Markierung am Schluss exakt in der Mitte liegt... erheblich genauer als man es per Augenmaß einstellen könnte.

    Ansonsten dürfte irgendetwas faul sein (nicht gleichmäßig angezogene Mastschelle, verzogene Antenne etc.).

    Gruß Indymal
     

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