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Dikussionen über Bildung

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von moonwalker5, 12. Oktober 2016.

  1. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

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    Bildung ist wichtig für Menschen, für Erwachsene und besonders für Kinder. Wie geht man mit Personen um, die wenig von Bildung halten? Der Begriff "bildungsfern" klingt etwas hart, aber Kinder aus bildungsfernen Familien haben nun mal Nachteile, die andere Kinder vielleicht nicht haben. Gibt es einen Weg, Menschen zu überzeugen, dass Bildung wichtig ist, ohne dass man sie damit belästigt? Ich gehe davon aus, dass in Zeiten von Klatsch und Tratsch in dämlichen Foren, solche Diskussionen nicht selten sein dürften. Bildung war früher "die Befreiung des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Wie kann man es heute am besten umschreiben?
     
  2. Fakeaccount

    Fakeaccount Gold Member

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    Spätestens dann, wenn es darum geht einen Ausbildungsplatz zu ergattern, merkt jeder wie wichtig Bildung ist, und sei es nur auf dem Papier. Für die Zukunft sehe ich allerdings eher schwarz, denn immer mehr Jobs werden von Maschinen oder Robotern übernommen und Arbeitsplätze verschwinden. Da zieht dann die Argumentation mit Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen immer seltener. Immer mehr Menschen werden sich um immer weniger Jobs prügeln, für die besondere Bildung oftmals kaum noch notwendig ist. Lediglich ein kleiner Teil von Spezialisten wird immer sehr gefragt sein.
     
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  3. Schnellfuß

    Schnellfuß Platin Member

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    "Installation einer unerschütterlichen Produktionsgesinnung."

    Nicht umsonst gibt es die Schulpflicht, auch eine Art der Entmündigung.
     
  4. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Die Schulpflicht ist nicht mit einer Bildungspflicht gleichzusetzen, denn es gibt leider noch immer viel zu viele Schüler, die zwar ihre Pflichtzeit in der Schule absitzen, danach aber auch als "bildungsfern" einzustufen sind.
     
  5. Schnellfuß

    Schnellfuß Platin Member

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    Welche Art der Bildung in welcher Menge verabreicht wird, bestimmt ja die Schulpflicht.

    Bildungsfern beschreibt doch eher den unteren Grad der Gewinnstufe des Wettbewerbs um eine privatwirtschaftliche Verwertbarkeit.

    Perspektiven im gesellschaftlichen Nutzen spielen da keine Rolle.
    An den abwertenden Begriff "bildungsfern" sind wir schon so gewöhnt, wie an "sozial schwach", dem entsprechenden Herkunftshaushalt.
    Muss ja korrekterweise "ökonomisch schwach" heißen.
     
  6. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    Das ist eigentlich ein relativ schwieriges Thema.

    Von der "Elternseite" ist es oft eher so das in finanziell schwachen Familien das Geld für Nachhilfe fehlt, in kinderreichen Familien die Zeit sich mit jedem Kind individuell auseinanderzusetzen und spielerisch zu lernen, und in höheren Jahrgangsstufen bildungsfernen Eltern eh nicht mehr selbst bei den Hausaufgaben helfen können.

    Auf der "Schülerseite" ist es eher ein Motivationsproblem. Mittlere Reife war früher noch ein angesehener Schulabschluss und man konnte damit Berufe erlernen und ausüben mit denen man gut leben konnte. Heute sieht es in vielen dieser Berufe oft so aus, das man eher schlecht als recht über die Runden kommt, und nach Abzug aller Kosten schon froh sein muss wenn man 100€ über dem ALGII-Satz liegt. Das ist natürlich keine wirkliche Motivation.

    Wenn man wirklich eine "Klassische Karriere" machen will geht es heute fast nicht mehr ohne Abi und Studium. Und das ist dann eben für viele sowohl von den inhaltlichen Anforderungen als auch den finanziellen Anforderungen (kein Einkommen in der Oberstufe und im Studium) unerschwinglich.

    Da finde ich kann man es den Schülern garnicht übel nehmen wenn sie ihre einzige Hoffnung auf ein Schönes Leben darin sehen Model, Rapper oder Youtube-Star zu werden.
     
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  7. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Nein, da liegst du falsch. Die Schulpflicht schreibt nur vor, dass du 9 Jahre lang zur Schule gegangen sein musst. Da steht nicht drin, dass du so lange zur Schule gehen musst, bis du auch einen Abschluss hast.
    Die Inhalte der Schulbildung haben zudem nichts mit der Schulpflicht zu tun, denn diese sind in den Bildungsplänen der jeweiligen Bundesländer festgelegt.

    Dass eines der größten Probleme die fehlende Motivation der Schüler für eigene Bildung ist, hängt leider auch damit zusammen, dass es eine massive Werteverschiebung gegeben hat. Der finanzielle Abstand von Grundsicherung zum Knochenjob ist nicht groß genug. Ebenso sind viele ehemalige Luxusgüter heute so erschwinglich geworden, dass man eben nicht mehr monate- oder jahrelang dafür sparen muß. Kinder werden schon mit Smartphones usw. ruhiggestellt, während unsere Generation (OK, ich gehöre hier inzwischen auch schon zu den Älteren...) noch für das "große" Fahrrad (!) Gartenarbeit oder sonstige Arbeiten gemacht hat. Man wusste: "von nix kommt nix". Die heutigen Kinder haben aber nahezu alles. Ich will damit nicht ausdrücken, dass man Kindern keine Freude machen soll, aber wo bleiben denn die Ziele und die Motivation zur Leistung, wenn sich sowieso alle Wünsche von alleine erfüllen?
     
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  8. Schnellfuß

    Schnellfuß Platin Member

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    Das ist doch aber untrennbar.
    Ich habe als Elternteil keinerlei Einfluss darauf, welcher "Stoff" mit welcher Intensität eingeimpft wird.
    Diese Kleinstaaterei (in anderen Bereichen ja gern als solche verurteilt) der Bildungspläne halte ich für nichts anderes als eine Abschiebung der Verantwortung, wenn es mal um einen Konsens geht.
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Nein, ist es nicht, da wie schon geschrieben nur die Dauer Pflicht ist, nicht der Abschluss. Krass gesagt könnte man 9 Jahre lang die erste Klasse besuchen, um die Pflicht erfüllen.
    Dass wiederum stimmt so auch nicht. Du darfst zur Wahl gehen und eine Partei wählen, welcher eventuell bestimmte Bildungsinhalte besonders wichtig sind. Weiterhin kannst du dich im Elternbeirat engagieren. Zugegeben, beides langwierige Wege, aber die Möglichkeit besteht grundsätzlich.
     
  10. Pedigi

    Pedigi Senior Member

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    Ich bin in der DDR zur Schule gegangen. Klar war auch viel Politik u.s.w.,aber es gab auch viele gute Sachen.
    Zum Beispiel: Einheitliches Schulsystem
    10 Klassen Schule
    bei Abschl. 10.Klasse war man rund 16 Jahre alt und begann die Berufsausbildung
    Schon in der Schulzeit gab es Unterrichtstage in der Produktion (UTP), wo man schon eimal in die Arbeitswelt rein schnuppern konnte,was ich nicht schlecht fand.
     

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