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Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von dave1980, 22. Februar 2008.

  1. dave1980

    dave1980 Gold Member

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    Endlich! Das wurde auch Zeit:

    Nach Abschluss der internationalen Wellenkonferenz RRC06 in Genf sind in Deutschland neue Kapazitäten für digitalen Hörfunk verfügbar.
    Um Digitalradio in NRW erfolgreich einzuführen, plant die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) im Vorfeld ein öffentliches Konsultationsverfahren. Damit sollen unter Berücksichtigung der spezifischen Lokalradio-Strukturen in Nordrhein-Westfalen konkrete Ansätze zur Einführung von digitalem Hörfunk in NRW mit Beteiligten und Interessierten gemeinsam entwickelt werden. Die LfM lädt daher ein, sich an diesem Konsultationsprozess aktiv zu beteiligen.
    In einem ersten Schritt hat die LfM an alle bestehenden und potenziellen Marktteilnehmer sowie an die Interessenverbände Fragebögen versandt, um Meinungen, Bedürfnisse und Ziele bei der Entwicklung des digitalen Hörfunks zu erfassen. Der Fragebogen kann unter http://www.lfm-nrw.de/downloads/anhaenge-pressemit/digitalradio-fragebogen.pdf abgerufen werden. Geplant ist zudem ein Workshop Mitte April 2008 in Düsseldorf.
    Begleitend stellt die LfM das Grundlagenpapier Situationsbeschreibung digitaler Hörfunk in Deutschland und NRW (PDF-Dokument) zur Verfügung, das alle Interessenten über den Entwicklungsstand und die Potenziale von Digitalradio informiert. Erarbeitet wurde dieser Bericht von der Strategieberatung Goldmedia, die im Auftrag der LfM auch den Konsultationsprozess betreut.
    "Uns ist besonders wichtig", so Dr. Jürgen Brautmeier, Stellvertreter des LfM-Direktors, "dass wirklich alle Anbieter und Beteiligten die Möglichkeit erhalten, sich mit Ihren Interessen und Wünschen einzubringen. Daher haben wir diesen Konsultationsprozess gestartet, um auf breiter Ebene Rückmeldungen zu erhalten. Unser Ziel ist es, mit allen Beteiligten und Interessierten gemeinsam Digitalradio erfolgreich zu starten."

    Quelle: lfm-nrw.de

    Da bin ich mal gespannt. Vorallem wie die Lokalsender reagieren. Und der enge Zeitplan ist auch gut.

    Dave
     
  2. Manfred Z

    Manfred Z Board Ikone

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Inhalt des Statusberichts von Goldmedia:

    In Punkt 2.2.1 werden die Standards DAB, DAB+, DMB, HD-Radio (USA), DRM+ und das Satellite-Radio SDARS (USA) charakterisiert.

    In Punkt 2.2.2 geht es u.a. um den KEF-Bericht.

    Interessant ist Punkt 2.2.3 mit den Ergebnissen einer Studie zum Thema Geschäftsmodelle für den Hörfunk im digitalen Zeitalter, die Goldmedia GmbH Ende 2007 für die die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) erstellt hat. Ziel war es, eine Einschätzung der Hörfunkveranstalter zu den Auswirkungen, Chancen und Risiken der Digitalisierung des Hörfunks zu erhalten. Dazu wurden an die Geschäftsleitungen von 96 privaten Hörfunkveranstaltern in Deutschland Fragebögen versandt.

    Eine Frage lautete: "Welche digitalen Übertragungsstandards halten Sie für Ihren Sender/Ihre Sender in Deutschland für erfolgversprechend und in welche Standards würden Sie - bei entsprechender technischer Realisierbarkeit - investieren?"

    Die Antworten (Mehrfachnennungen möglich):

    System: erfolgversprechend/würden investieren (in %)

    DAB+ ............... 60 / 38
    DMB ................ 44 / 33
    DVB-H .............. 44 / 29
    DVB-T .............. 42 / 22
    HD-Radio .......... 29 / 16
    DAB ................. 24 / 22
    DVB-S .............. 18 / 11
    Satellite-Radio ... 16 / 11
    DRM+ ............... 13 / 7
    DVB-C .............. 11 / 7
    DRM ................. 7 / 0

    In Punkt 3.2 werden die besonderen Probleme des Lokalradios angesprochen, eines Hätschelkindes der Politik in NRW. Es wird festgestellt, dass die SFN-Gebiete in der lokalen DAB-Bedeckung nicht dem kleinteiligen Zuschnitt der Lokalradio-Gebiete entsprechen. Man müsste mehrere Programme in ein Ensemble packen, wodurch das Mantelprogramm von Radio NRW mehrfach erscheinen und insgesamt höhere Übertragungskosten entstehen würden.

    In der Tat entspricht die Abgrenzung der 9 Lokal-SFNs der Regionalisierung des WDR Hörfunks. Im Münsterland z.B. müsste man 5 Lokalradios (ST, BOR, COE, MS, WAF) in 1 Ensemble packen. Dazu käme noch das Programm WDR 2 mit der Regionalisierung MS; und es bliebe noch Platz für konkurrierende kommerzielle Sender.

    Hier steckt die LfM in einem Dilemma. Sie möchte einerseits ihr Hätschelkind Lokalradio beim "Big Bang" dabei haben, sieht aber andererseits, dass DAB(+) nicht das richtige System für ein kleinteiliges Lokalradio ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2008
  3. dave1980

    dave1980 Gold Member

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Jetzt lasst Du endlich die Lästereien gegen die NRW-Lokalradios sein. NRW hat 18 Millionen Einwohner und hat einen Anspruch auf lokale Nachrichten. Und WDR2 kann dies nicht abdecken. Und dazu sind die NRW-Lokalradios noch die meist gehörten Radiosender Deutschlands.

    Ja, ich höre auf der Arbeit "Antenne Niederrhein". Erstens auch wegen den lokalen Nachrichten und zweistens auch auf Rücksicht auf andere, durchaus ältere Kollegen und andersrum. Ansonsten müssten wir uns zwischen Eins Live, WDR 2 und WDR 4 streiten.

    Zuhause höre ich auch was anderes, aber trotzdem müssen die NRW-Lokalsender mit auf den Zug springen, ansonsten kann man es ganz lassen, da die Lokalen zu beliebt sind.

    Dave
     
  4. robiH

    robiH Wasserfall

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Lokalradio ist Frequenzineffizient.
     
  5. dave1980

    dave1980 Gold Member

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Das kann man sehen wie mal will. Es sind für NRW neun regionale Ensembles vorgesehen. WDR 2 mit ihren Regionalversionen dürfte als gesetzt gelten.

    Wenn der geplante "Break Even" im Sommer 2009 kommen sollte, dann ist mit einer großen Programmauswahl zu rechnen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Radio NRW grundsätzlich kein Interesse haben wird. Wenn es nachher zwanzig und mehr neue Programme via DAB+ geben wird und die Gerätepreise auf das Niveau von heutigen DVB-T-Empfänger sinkt, dann wird DAB+ schnell ein Erfolg werden.

    Zweistens dürfte für NRW-Lokalradios auch die regionale Ensembles interessant sein. Die Kosten sind ja grundsätzlich niedriger wie bei DAB1 und die Möglichkeit der regionalen Ensembles gab es bisher nicht.

    Drittens dürften wohl für manche Sender auch interessant sein, ihre Lokalversion über das zuständige Gebiet hinaus zu übertragen. Wieviele Leute fahren täglich von Kleve, Wesel oder Geldern nach Düsseldorf oder Duisburg zur Arbeitsstelle und würden auch Antenne Niederrhein bzw. Radio KW hören, wenn sie dies auf der kompletten Fahrstrecke könnten.

    Dave
     
  6. robiH

    robiH Wasserfall

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Ich fürchte, da würde aufgrund von Protesten von Antenne Düsseldorf und Radio DU (Gebietsschutz) die Medienpolitik nicht mitspielen.
     
  7. Daniel!

    Daniel! Neuling

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Jetzt lasst Du endlich die Lästereien gegen die NRW-Lokalradios sein. NRW hat 18 Millionen Einwohner und hat einen Anspruch auf lokale Nachrichten. Und WDR2 kann dies nicht abdecken. Und dazu sind die NRW-Lokalradios noch die meist gehörten Radiosender Deutschlands.


    Also: Alle lokalsender zusammen kommen natürlich auch auf eine hohe hörerzahl im einwohnereichsten Bundesland^^:eek:

    Und außerdem sind die lokalradios keine richtigen lokalen für mich. Je nach ortschaft wird einfach name und nachrichten ein bisschen verändert.. selbst die musik ist überall zeitgleich...:wüt: .. die gaukeln den leuten da was vor was in echt ein außeinandergebröckelter wdr sender ist..
    schaut in andere Bundesländer.. da gibt es auch richtige lokale.. und nicht so einen schmu....
     
  8. dave1980

    dave1980 Gold Member

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Was macht denn ein Lokalsender aus? Sind das nicht die lokalen Nachrichten und Informationen über das was vor der Tür abgeht?

    Die Musik ist allgemein ausgerichtet. Und ob die jetzt alle die selbe Musik spielen ist doch zweitrangig. Die meisten stört es einfach, dass wenn sie im Ruhrgebiet wohnen, direkt fünf oder noch mehr Lokalsender empfangen.

    Die meisten Lokalsender übernehmen ein Rahmenprogramm irgendeines Anbieters. Ansonsten wären die Kosten auch viel zu hoch, wenn jeder Lokalsender sich um die jeweiligen Ausstrahlungsrechte kümmern müsste. Das System ist aber überall das Gleiche.

    Ich bekomme hier oben in Kleve nur ein Lokalsender. Abundzu kommt noch Radio KW noch hörbar rein. Aber das wars dann auch.

    David
     
  9. robiH

    robiH Wasserfall

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Fünf Minuten pro Stunde Lokalberichterstattung sind 1,5 Stunden pro Tag. Das rechtfertigt noch nicht die Bezeichnung "Lokalsender". Diese Bezeichnung wäre m.E. ab 8 Stunden pro Tag gerechtfertigt.
     
  10. dave1980

    dave1980 Gold Member

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    AW: Digitalradio in NRW: LfM startet Konsultationsprozess

    Sollen jetzt alle Lokalsender ala NDR Info bzw. MDR INFO fungieren?

    Woraus setzt sich ein Radiosender zusammen?

    Doch aus dem größten Teil von Musik, oder? Und der durchschnittliche Musikgeschmack ist in Kleve nicht anderes wie in Düsseldorf, Essen oder Dortmund.

    Also was soll jetzt Dein Beitrag bedeuten?

    Oder glaubst Du wirklich das der Musikanteil bei den typischen Musiksender der ÖR (1Live, SWR DAS DING etc.) großartig unterscheidet. Nein, die Songs werden nur zu unterschiedlichen Zeiten ausgestrahlt. Dazu kommt eben wieder regionale (nicht lokale) Beiträge. Und nur weil das Songangebot nicht zur selben Zeit läuft, empfinden hier die Mehrzahl das so, als wenn es verscheidene Sender sind.

    Sorry, hier macht Euch selbst was vor. Wenn Radio NRW drei oder vier verschiedene Playlisten den Lokalsender zur Verfügung stellen würde, würde sich hier kaum einer beschwerden, da sich im Ruhrgebiet nicht mehr jeder Sender gleich anhören würde.

    Dave
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. März 2008

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