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Die dBox1-Story vor Erscheinen der DVB98

Dieses Thema im Forum "d-box 1 und d-box 2" wurde erstellt von Dieterix, 9. März 2006.

  1. Dieterix

    Dieterix Senior Member

    Registriert seit:
    13. August 2005
    Beiträge:
    256
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    nachdem meine "Tips und Tricks von Dieterix" für die DVB2000 hier Eingang gefunden haben (Original bei http://www.no-access.de/de/de_q_and_a_faq.html)
    möchte ich nicht versäumen, meine etwa im Februar 2001, also vor 5 Jahren, entstandene DVB2000-Story zu posten.
    Da der Text zu lang ist, hier erst einmal der Tragödie erster Teil, sozusagen die dBox1-Story bis zum Erscheinen der DVB98 (später umbenannt in DVB2000):
    Also .....

    ----------------------
    Es war einmal vor langer Zeit, im vorigen Jahrtausend, als es auf einmal ein zweites privates Fernsehen gab namens DF1, neben TELECLUB, dem späteren PREMIERE.
    Der besondere Anreiz war die werbefreie Übertragung der Formel1 in mehreren Perspektiven, aber auch die große Anzahl Filmkanäle, alle unterbrechungswerbefrei!
    Die erste Übertragung im Juli 1996 hat kaum jemand gesehen, da die Auslieferung 'verplant' war. Der Frankfurter Kaufhof z.B. hatte nur eine Stückzahl im einstelligen Bereich bekommen, die natürlich sofort weg waren.
    Und nun ging los die Telefoniererei! Aus der INFOSAT, der damals einzigen Zeitschrift über Satellitenfernsehen, im Anzeigenteil einen Händler in Köln (Satelliten-Markt) entdeckt, angerufen, ja, noch ein Teil vorhanden, für drei Stunden reservieren lassen.
    Schon ging's ab, ins Auto geschmissen, unter zähneknirschender Einhaltung (fast) aller Geschwindigkeitsbeschränkungen zu besagtem Händler gehetzt.
    Und da stand sie, mit Klappe vorne, dahinter geheimnisvoll eine rot-schwarze Smartcard, eine Kauf-dBox für 888 Emm plus natürlich einem Abo-Vertrag.
    Nichts wie heim!
    Ein Universal-LNB hatte ich schon, da seit einem Monat alle holländischen Sender nur noch digital zu empfangen waren und ich über meinen Strohmann einen PACE-504 samt einer 'kostenlosen' Smartcard erworben hatte.
    Den Empfänger angeschlossen, und man saß in einem Begrüßungsmenü, wo man Punkt für Punkt den Empfänger installieren musste (heute verkaufen renommierte Firmen Geräte, die vorprogrammiert sind, Plug and Play, anschließen und sehen!), bis dann eine langwierige Sendersuche begann, bei schwarzem Bildschirm!
    Auf einmal stand auf dem Display KTOON, was soll das? Der Schirm weiter schwarz, wieder angerufen und gehört, dass die Box fertig war, KTOON war halt der erste Kanal, und der sendete erst abends. Also die Karte freischalten lassen. und holprig gelernt, mit der Box umzugehen.
    Die mitgelieferte Beschreibung war eine Katastrophe, alles was man wissen wollte, wurde sorgfältig verschwiegen! Die Umschaltzeiten waren lang, kein Videotext, entsetzlich nervtötendes Umsortieren der Kanäle. weil die Fernbedienungskommandos so träge befolgt wurden, dauerte Stunden! Dann stürzte die Box ab, neue Sendersuche war nötig, die ganze Arbeit umsonst!!

    So konnte ich mein erstes Formel 1-Rennen in mehreren Perspektiven sehen, mühsam über die Option-Taste umzuschalten, nervend lange Umschalt-Pausen, ein paarmal darauf reingefallen: In der xxx-Perspektive sehen Sie das und das, und wenn man nach (schwarzem) Warten endlich da ankam, war das Ereignis längst vorbei!
    Ein Lichtblick: nach Einstecken meiner MultiChoice-NL-Karte konnte ich Holland sehen, ohne Einschränkungen! Das war aber irgendwann vorbei, da kam ein Firmware-Update über Antenne, und nur noch die DF1-Karte wurde akzeptiert!

    Da hörte ich zufällig von der DFUG-EMail-Liste (wohl aus dem DF1-Gästebuch entstanden), wo dBox-Besitzer ihre Erfahrungen austauschten, und dort erfuhr ich von einem BDM-Modul, dessen Bauanleitung damals vom Chaos-Computer-Club in Hamburg verschickt wurde, und von der zughörigen Minimal-Software, mit der man in Abschnitten von 512 kByte die dBox auslesen und wieder beschreiben konnte!
    Das war's, von einem schnellen Händler so ein Teil beschafft, die Box geöffnet, das nutzlose Modem entfernt und das Kabel auf die jetzt sichtbare Stiftdoppelreihe gesteckt. Mit schwer klopfenden Herzen PC und dBox angeworfen, und wirklich, es funktionierte!! Ich konnte die Box sichern.
    In der DFUG-Liste wurde eine andere Firmware besprochen, die 'Dream', die man mit den gleichen Mitteln (es musste noch ein Jumper gesteckt werden) in die Box bringen konnte.

    Und das war die Offenbarung: Klar angeordnete Menüs, kurze Umschaltzeiten, ein flotter Videotext, die Möglichkeit, Programmplätze zu löschen, viel schnelleres Umsortieren, und ... die Holland-Karte arbeitete wieder! Eine echte 'Befreiung'!!

    Mit der Zeit kamen dann die besseren Softwares:

    *** Erwin Reuss' TranxBDM, was den Umgang mit dem BDM-Modul sehr erleichterte und das Sichern und Laden getrennt nach Bootloader (nur um den zu Schreiben, musste noch (vorübergehend, hinterher wieder abziehen!!) der Jumper gesetzt werden), Settings (Programmtabellen) und Firmware ermöglichte;

    *** Mario Bohns TRANSBOX, das ohne BDM-Modul und ohne das kitzlige Öffnen der Box, nur mit einem seriellen NullModemKabel, das Auslesen und Zurückschreiben der Settings ermöglichte und auf eine ausgefuchste Weise erlaubte, eine neue Firmware in die Box zu übertragen; und

    *** Wolfgang Litzingers erste Version seines genialen Set-Editors, mit dem man Settings (sogar zwei nebeneinander!) sekundenschnell beliebig um-sortieren und -kopieren konnte, um das Ergebnis dann wieder abzuspeichern.

    Diese drei Werkzeuge gibt es bis heute (es sind noch viele dazugekommen) und haben nichts von ihrer Bedeutung verloren!
    (geschrieben im Februar 2001)
    ----------------------

    In der nächsten Abteilung geht es um die geniale, heute noch viel benutzte DVB2000.
     

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