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Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von dieweltist, 13. August 2006.

  1. dieweltist

    dieweltist Senior Member

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    Nachfolgendes Bild aus dem Beitrag "Die Wahrheit" vom Bildblog.

    [​IMG]

    Nachfolgendes Zitat ist aus diesem Beitrag.
    Die erste Threadseite dieses Bildblogs habe ich mir mal genauer angesehen. Leider konnte ich keinen einzigen richtigen Nachweis dafür finden, dass die Bildzeitung ein wahrheitsverdrehendes Lügenblatt sei. So; fangen wir mal an:

    1. Beispiel:
    - Wogegen sich Kai Diekmann wehrt V
    - Wie "Bild" nicht über Carrells Krankheit berichtete

    Beim besten Willen kann ich nicht ansatzweise was finden, dass der Bildredakteur sich den Tod R. Carrells herbeigesehnt hätte. Auch wurde kein Nachweis erbracht, dass Carells Krankheit in der Bildzeitung erheblich schlimmer dargestellt wurde, als sie in Wirklichkeit war. Wahrheitsgemäß wurden Angaben von Freunden und Verwandten wiedergegeben. Auch dass Carell Haarausfall hatte und abgenommen hätte, wird wahrscheinlich gestimmt haben. Bestimmt hatte es der Bildredakteur Carell äußerlich angesehen, warum sollte dieser seinen subjektiven Eindruck für sich behalten?

    Ich stelle also fest, dass im Bildblog offensichtlich Lügen verbreitet werden über die Bildzeitung.

    Demgegenüber ist es wirklich verletzend zu behaupten, dass sich der Bildredakteur den Tod Carells herbeigesehnt hätte. Das sich das die Bildzeitung nicht gefallen lassen wollte, versteht sich von selbst.

    Und was die angeblich nicht vorhandene Entschuldigung betrifft, hatte der Bildredakteur wie schon gesagt, keinen Grund sich zu entschuldigen. Zum anderen kann man eigentlich schon sagen, dass es eigentlich doch eine Entschuldigung ist, wenn jemand schreibt, dass es nicht seine Absicht war, jemanden zu verletzen. Aber was hätte er sonst schreiben sollen? Schließlich gab es m.E. nichts, wofür er sich hätte entschuldigen können.

    2. Beispiel:
    - Die Opfer, die "Bild" bringt
    - Die Opfer, die "Bild" bringt (2)

    Dem Blatt wird vorgeworfen, dass es verschwiegen hätte, dass die gemachten Angaben von der israelischen Armee stammen, und dass somit aus der Not aus unüberprüften Informationen objektive Tatsachen gemacht werden; und das nur, weil keine Quellenangabe gemacht wurde.

    Oh nein. Muss ich z.B. auch, wenn ich was sage, jeden Satz mit "Ich bin der Meinung, dass..." beginnen, nur damit man mir nicht vorwerfen kann, dass ich aus meiner Meinung objektive Tatsachen machen würde? Ich fasse es nicht. Muss eine Nachricht immer eine Quellenangabe enthalten, nur damit keiner so einen Vorwurf machen kann?

    Für eine Nachrichtenzeitung ist es üblich, dass man entsprechende Quellenangaben macht. Die Bildzeitung ist aber eine Boulevardzeitung, also ist es m.E. völlig normal, wenn da eben etwas andere Geflogenheiten sind, um Nachrichten an diese spezielle Leserschaft entspr. anzupassen. Man könnte auch sagen, dass die Bildzeitung der Meinung ist, dass Bildleser i.d.R. keine Interesse an einer Quellenangabe haben; mich würde übrigens eine Quellenangabe auch nicht interessieren.

    Dass die Bildzeitung die Anzahl der libanesischen Todesopfer verschwieg, ist m.E. auch akzeptabel. Anscheinend ging der Redakteur davon aus, dass das die meisten Bildleser nicht (so sehr) interessieren wird (mich übrigens eigentlich auch nicht). Wie gesagt, die Bildzeitung ist keine Nachrichtenzeitung, da ist so eine Kürzung von Nachrichten m.E. völlig akzeptabel.

    Auch hier wird wieder versucht, mit nichtnachvollziehbaren Argumenten irgendwie gegen diese m.E. Super-Zeitung herzuziehen.

    3. Beispiel:
    - Amtlich in die Irre geführt

    Dass die Bildzeitung verschwieg, dass Organe Stoffwechselprodukte nicht abbauten, die bei körperlicher Anstrengung entstehen, ist zwar m.E. schon kritikwürdig; ich meine aber, dass man auch deswegen die Bildzeitung nicht unbedingt verteufeln sollte.

    Als Boulevardzeitung (Laut Duden: sensationell aufgemachte Zeitung, die besonders mit Gesellschaftsklatsch u. Ä. ihre Leser unterhält) gilt auch hier m.E. der Grundsatz, dass gewisse Kürzungen durchaus akzeptabel sind, weil es eben nun mal keine Nachrichtenzeitung ist. Grundsätzlich muss man eben davon ausgehen, dass Leser so eines Zeitungsgenres i.d.R. keinen vollständigen und juristisch einwandfreien Bericht erwarten, ich übrigens auch nicht.

    Im Grunde ist im Sinne des Boulevards alles im Wesentlichen korrekt dargestellt, nämlich dass leider Gottes Rekruten laufen mussten, bis einer von diesen tot umfiel. Dass so ein Bericht im juristischen Sinn alle wesentlichen Informationen enthält, wurde schließlich von der Bildzeitung auch nicht behauptet.

    Meine Meinung ist, dass ich es nicht so schlimm finde, dass in diesem Fall die Bildzeitung den besonderen gesundheitlichen Umstand verschwieg. Meines Erachtens ist Wehrpflicht ein so schweres Unrecht, dass ich in diesem Zusammenhang die Information darüber für ziemlich unwesentlich halte, ob der Rekrut wahrscheinlich nicht gestorben wäre, wenn er dieses gesundheitliche Problem nicht gehabt hätte.

    Im übrigen ist diese Information sowieso nicht so wichtig, weil jeder normal intelligente Mensch weiß, dass man i.d.R. nicht stirbt, wenn man mal bis zum Umfallen laufen muss. Logischer Weise ergibt sich daraus sowieso, dass entweder ein besonderes gesundheitliches Problem vorgelegen haben musste; oder dieser Fall ein Ausnahmefall war. Denn auch ohne dass ein besonderes gesundheitliches Problem vorliegt, kann es geschehen, dass irgendeine außerordentlich große gesundheitliche Belastung im Ausnahmefall tödlich enden kann.

    Zusammenfassend will ich sagen, dass dieser Bildblog in manchen Punkten zwar recht hat mit seiner Kritik, die einzelnen Kritikpunkte aber in völlig überzogener Weise diese Super Zeitung als Lügenzeitung hinstellt, was sie m.E. ganz sicher nicht ist.

    Zudem entsprechen leider die meisten Kritikpunkte nicht der Wahrheit. Es werden mitunter Lügen gegen diese Zeitung vorgebracht, die aber durch die Zitate nicht belegt werden können, wenn man diese genauer unter die Lupe nimmt.

    Es gibt kaum eine andere Zeitung, die täglich so mutig jeweils mit großen Schlagzeilen das auf ihre Titelseite bringt, was vielen Deutschen auf den Nägeln brennt; vergleichbar mit Boulevardmagazinen im TV, wie z.B. 'Explosiv'). Die vielen anderen "seriösen" gängigen Nachrichtenblätter sind im Vergleich zur Bildzeitung m.E. langweilig zu lesende uninteressante Wurschtblätter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2006
  2. Cord Simpson

    Cord Simpson Senior Member

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    M. E. ist diese Zeitung d. E. das Richtige für dich.
     
  3. dieweltist

    dieweltist Senior Member

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    Stimmt; wenn wieder mal auf m.E. völlig rechtswidrige Weise ein Ehemann freigesprochen wurde, weil er seine Ehefrau brutal erwürgte; dann ist das, wie es sich gehört, bei der Bildzeitung ganz oben mit großer Schrift auf dem Titelblatt. Siehe hier!

    In anderen Wurschtblättern kann man das vielleicht kleingedruckt irgendwo auf den hinteren Seiten lesen. Es muss wenigstens eine Zeitung das richtig anprangern, was dabei herauskommt, wenn die Sicherheit der Arbeitsplätze für die Angehörihgen der Justiz um so höher ist, je mehr Verbrechen im Land geschehen.
     
  4. shiml one

    shiml one Junior Member

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    Doppelmoral und Scheinheiligkeit bei der Bildzeitung, ein Beispiel:

    http://www.bildblog.de/index.php?s=diana

    Dieweltist, ich glaube, es ist vollkommen egal, welche Argumente man dir entgegen bringt, Du wirst immer Deine Meinung und Einstellung behalten. Eine Diskussion macht in solchen Fällen überhaupt keinen Sinn, da jedes Ziel einer Diskussion sein sollte, sein Gegenüber zu überzeugen. Das wird aber mit dir als Gesprächspartner nie passieren.

    Lies wirklich mal "Der Aufmacher" von Wallraff oder eines der anderen Bücher über Bild, damit man Dir mal die Augen öffnet. Da lernst Du, wie Bild seine Geschichten erfindet und wie aus einer harmlosen Geschichte eine Vampir-Story wird.

    Noch eine kleine Zugabe, die zeigt, das Bildblog nicht einseitig und ungerecht über die Bildzeitung (be-)richtet:

    http://www.bildblog.de/ruegen.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. August 2006
  5. Cord Simpson

    Cord Simpson Senior Member

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    Was ist an seiner Meinung so schlimm? Er sagt ja, dass die Zeitung Mist ist und er Mist will. Ist doch schön, dass es auch für solche etwas zu lesen gibt. Besser als nix.
     
  6. Fino

    Fino Junior Member

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    Das eizige was an der Bildung gut ist sind die Sportberichte weil diese zu 99% stimmen.
     
  7. dieweltist

    dieweltist Senior Member

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    Wenn schon mehrere Zeitschriften diese Abmachung gebrochen haben, dann ist eben nun mal m.E. sozusagen der Bann gebrochen. In diesem Fall der Bildzeitung vorzuwerfen, dass sie dann auch dieses Bild veröffentlicht, ist m.E. nicht nachvollziehbar.

    Die Bildzeitung beklagte völlig zurecht, dass diese Abmachung gebrochen wurde; und dem Blatt deswegen Heuchelei vorzuwerfen, weil es das tut und zugleich auf derselben Seite auch dieses Foto veröffentlicht, ist m.E. überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Wieder mal zeigt hier der Bildblog, dass er m.E. auf diese Weise der Bildzeitung Unrecht tut.

    Ich würde diese Hoffnung nicht so schnell aufgeben; wer weiß? Sonst bin ich da aber ganz anderer Meinung, denn das Ziel einer Diskussion sollte zwar schon sein, dass man sein Gegenüber versucht zu überzeugen, dass das aber letztlich immer geschehen muss, wäre m.E. eine überzogene Erwartungshaltung.

    Die Wahrheit ist nämlich nicht der jeweilige Diskussionsbeitrag an sich, auch nicht das, was am Ende einer Diskussion quasi als Resümee herauskommt, sondern diese liegt oft zwischen den Beiträgen der Diskussionsfronten.

    Diese vielen Rügen (siehe z.B. hier!) sind m.E. eher was, wo die Bildzeitung vielleicht sogar stolz sein kann. Weil heutzutage m.E. so viel in der Gesellschaft nicht mit rechten Dingen zugeht, ist es für mich überhaupt kein Beweis dafür, dass die Bildzeitung eine schlechte Zeitung sei, wenn sie vom Presserat so oft gerügt wird.

    Z.B. dass die Bildzeitung dafür gerügt wurde, weil sie einen einzelnen Richter persönlich potenziell angegriffen habe und vom "Saustall Justiz" sprach". Wo kommen wir hin, wenn Richter nicht in aller Öffentlichkeit kritisiert werden dürfen? Dass die Justiz ein Saustall ist, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Siehe dazu auch hier und hier!

    Dass die Identität einer 21-Jährigen, die tragischer Weise Unfallopfer wurde, für das Verständnis des Unfallgeschehens und die abschreckende Wirkung nicht relevant gewesen sei, ist für mich auch nicht richtig nachvollziehbar; zudem hatte Bild nur den Vornamen, das Alter und den Beruf des Unfallopfers veröffentlicht. Ob die sonstige in diesem Bericht veröffentlichte Identität wirklich nicht relevant gewesen sei, möchte ich aber an dieser Stelle bezweifeln.

    Es ist eben nun mal typisch für ein Boulevardblatt, dass i.d.R. Artikel erheblich personenbezogerner sind. Meines Erachtens ist sich der Presserat dieses Umstandes nicht richtig bewusst und erwartet anscheinend von der Bildzeitung, dass sie auch so eine inhaltlich eiskalte Art und Weise hat, über alltägliche Sachverhalte zu berichten, wie es bei anderen langweiligen und eher uninteressanten Nachrichtenzeitungen üblich ist.
     
  8. CableDX

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    Der Unterschied zwischen Zeitungen wie BILD und einer Zeitung wie die FAZ ist das die FAZ eine Grenze kennt, nämlich die Grenze der Berichterstattung und diese auch nicht zu übertreten. Eine Zeitung hat meiner Meinung nach nichts zu fordern, oder eine fordernde Art auszusenden so das jemand dazu bezwungen wird irgendwas zu wiederlegen was er garnicht getan hat.

    Allerdings ist dieser Spalt manchmal sehr klein. Die BILD-Zeitung hat in der Geschichte mehr ans Tageslicht gebracht, oder gewendet als eine andere deutsche Zeitung, sei es eine sachlich journalistisch geführte Zeitung oder eine andere Boulevard Zeitung wie z.B. der Kölner EXPRESS. Die Grenze zwischen Boulevard und sachlichen journalismus ist wie gesagt äusserst klein. Ich kenne kaum noch eine Zeitung die sich nicht hier und da mal dem boulevard bemächtigt, auch Zeitungen wie die FAZ, das Handelsblatt etc. natürlich immer verhüllt in der Ironie um nicht ins Boulevard abzufallen für den Leser. Ich erinnere nur an den "Spiegel" wie er in die billige Falle mit den Hitler Tagebüchern rein gefallen war, eben reine Sensationslust.


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  9. Eifelquelle

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    Aha, nur weil Dein Nachbar klaut wie ein Rabe, darfts Du das auch, weil der Bann ja bereits geborchen wurde. Gerade Du als religiöser Mensch solltest wissen, dass diese Argumentation schwachsinnig ist.
     
  10. Hose

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    AW: Die BILD-Zeitung ist Kult - vergöttert-gehasst-verdammt

    Die Bild ist meiner Meinung nach verachtenswert:
    http://www.guenter-wallraff.com/5schicksale.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2006

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