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DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 24. Dezember 2012.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    Auf die Bundesrepublik wird das leidige Thema Frequenzhandel wieder zukommen. Die EU-Kommission hat das sogenannte Radio Spectrum PolicyProgramme (RSPP) verabschiedet, mit dem die Nutzung von Frequenzen besser koordiniert werden soll.

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  2. raschwarz

    raschwarz Senior Member

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    AW: DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

    Frage an DF: Was ist an dem Thema "leidig"?
     
  3. rs-lennep

    rs-lennep Gold Member

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    AW: DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

    Eine stärkere Frequenzkoordination ist dringend geboten. Ich habe mich an anderer Stelle bereits kritisch mit dem Gejammere der TV-Industrie auseinandergesetzt, die ob der Reduzierung des für TV nutzbaren Bereichs schon das Ende des terrestrischen TV an die Wand malt.
    Hintergrund ist die bereits umgesetzte Nutzung der bisher dem TV ausschließlich zugewiesenen Bereiche oberhalb von 800 MHz (früher: TV-Kanäle K61-K69)für Mobilfunkdienste sowie die geplante Nutzung oberhalb von 700 MHz (= ab Kanal K52) und damit der "Umzug", der auf diesen Frequenzen operierenden Sender.
    Wenn es nach mir ginge, könnte der dem terrestrischen TV zugewiesene Bereich noch stärker beschnitten werden. Angesichts des Umstandes, dass rund 90 % TV via SAT oder Kabel sehen, ist die Größe des DVB-T zugewiesenen Bereichs Verschwendung.


    Wie man dem Beitrag entnehmen kann, ist der Mobilfunksektor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, weshalb er Brüssel sehr am Herzen liegt. Aber ich sehe jede Einmischung (= Remglemtierung) durch Brüssel grundsätzlich skeptisch, denn Geld ist nicht alles! So lange Mobilfunkunternehmen Handynutzer als Melkkuh zur "Optimierung" ihrer Gewinne betrachten, werde ich mich der Nutzung von anderen Diensten als Telefonieren weiterhin verweigern. Mir sind die Gebühren z.B. für Internet viel zu hoch.


    Es wird z.B. Zeit, endlich den 2,4-GHz-Frequenzbereich für die Nutzung von WLAN deutlich auszuweiten. In Berlin wird stadtweit ein kostenloses WLAN-Netz mit Hilfe von Kabel Deutschland aufgebaut. In welchem Frequenzband? Im 2,4-GHz-Band? Dann wird es in dieser Millionenstadt aber künftig noch sehr viel mehr Störungen als bisher schon geben.
    Doch auch anderenorts, nicht nur in den großen Städten, ist dieser Frequenzbereich inzwischen hoffnungslos überbelegt.
    Ein 300 MBit-WLAN belegt das halbe Frequenzband. Gegenseitige Störungen sind so vorprogrammiert. Die Folge: von der theoretisch nutzbaren Bandbreite kann -störungsbedingt- noch weniger genutzt werden. Da könnte man sich auch eines der älteren leistungsschwächeren -aber deutlich preiswerteren- WLAN-Modelle kaufen. Ferner nutzen auch andere Geräte das 2,4-GHz-Band.

    Sehr viele WLAN-Geräte sind nur für das 2,4-GHz-Band ausgelegt. Ein Ausweichen auf das ebenfalls nutzbare 5-GHz-Band ist nicht möglich. Dieses Band wird jedoch auch von militärischen Stellen genutzt und diese genießen Vorrang, so dass es unter Umständen zu spontanen -ungewollten- Frequenzwechseln des Routers mit kurzzeitigen Ausfällen für diese Zeit kommen kann.

    Inzwischen nutze ich wieder weitgehend LAN, um für alle Geräte eine dauerhaft hohe Bandbreite zu gewährleisten. Powerline ist kürzlich hingekommen.
     
  4. rs-lennep

    rs-lennep Gold Member

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    AW: DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

    "Leidig" sind hierzulande offenbar Themen, bei denen man mal seinen Verstand einschalten muss (was nicht zwingend auf diesen Beitrag bezogen ist:winken:)! Themen, die mit Arbeit verbunden ist! Oder unangenehm sind.
    Gerade das Thema "Frequenznutzung" (ich spreche bewußt nicht von "Frequenzhandel"!) wird hierzulande noch viel zu stiefmütterlich, viel zu träge diskutiert. In meinem anderen Beitrag habe ich das an den Bereichen

    - terrestrisches TV und
    - WLAN

    bereits skizziert. Das Gleiche gilt jedoch auch für Mobilfunk, der in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat. Daher war die Ausweitung des hierfür nutzbaren Frequenzspektrums zwingend (siehe "Digitale Dividende").
    Ähnlich wird es in einigen Jahren auch beim SAT-Empfang aussehen. Bereits heute werden für SAT-TV nutzbaren Bereiche bis an die Kapazitätsgrenzen genutzt. Und der "Appetit" auf neue Sender steigt. Hinzu kommt, dass immer Sender ihre Angebote in HD anbieten, wodurch mehr Kapazitäten gebunden werden (vielleicht bessert es sich mit dem geplanten Nachfolgecodec für "H.264", der Anfang 2013 kommen soll).

    Ein Beispiel im SAT-Bereich ist der jüngst entbrennende "Frequenzkampf" auf 28.2/28.5° Ost zwischen Astra und Eutelsat. Doch auch in anderen Weltregionen wird dieser Kampf irgendwann beginnen. Späestens wenn das TV-Angebot in aufstrebende Ländern wie Indien oder Indonesien mit zusammen rund einer Milliarde Menschen sich ähnlich rasant entwickeln wird... Gleiches dürfte sich auch anderenorts ereignen...
     
  5. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

    Finde die UHF Frequenzen sollten schon dem Rundfunk vorbehalten bleiben.

    Klar ist Mobilfunk auch wichtig, mittlerweile sogar noch wichtiger als Rundfunk. Aber dafür gibt's ja genug andere Frequenzen im 900 / 1500 / 1800 / 2100 / 2600 MHz Bereich.
     
  6. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

    Die Frequenzen zwischen 470 u. 790 MHz werden nicht nur dazu genutzt um TV-Programme auszustrahlen, diese werden auch bei Radio- u. TV-Produktionen sowie Theater- u. Konzertveranstaltungen genutzt.
    So frei sind diese in Deutschland also gar nicht, wie das auf den ersten Blick erscheinen mag.

    Geht nicht.
    Die Frequenzen die an das WLAN-Band angrenzen werden bereits durch andere Funkdienste genutzt.
    Die Frequenzen des 2,4 GHz-WLAN-Bandes sind international festgelegt koordiniert, und dafür wird die WLAN-Hardare gebaut.
    Eine Erweiterung ist das 5 GHz-WLAN-Band.

    Das dürfte ein Netz von Hotspots werden, aber kein wirklich lückenlos nutzbares Netz.
    Und freien Zugang werden nur die Leute die bereits heute Verträge mit Kabel Deutschland abgeschlossen haben.
    Kostenlos für alle Nutzer die bereits einen Kabelanschluss haben.

    Innerhalb von Städten wird das 5 GHz Band sicherlich nicht von militärischen Stellen genutzt.
    Im 5 GHz Band werden ansonsten meist Radar-Geräte in Flugzeugen betrieben.
     
  7. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: DI der Woche: EU-Kommission diskutiert über Frequenzhandel

    Also falls es eine EU-weit einheitliche Regelung geben sollte wie die UHF-Frequenzen genutzt werden sollen, dann wird sich für Deutschland nichts ändern.
    In Ländern wie den Niederlanden, Frankreich oder Italien ist es nicht möglich weitere UHF-Frequenzen an den Mobilfunk abzugeben.
    In diesen Ländern ist der terrestrische Verbreitungsweg der meistgenutzte für TV. Und dort wird die Umstellung von SD auf HD die zur Verfügung stehenden Kapazitäten des UHF-Bandes wieder auslasten, auch nach einer Umstellung auf DVB-T2.

    Die weitgehende Umstellung der 900 u. 1800 MHz Frequenzen von GSM auf UMTS u. LTE wird die Übertragungskapazitäten min. verdreifachen.

    Was nicht verschwiegen werden sollte.
    Die Nutzung der Frequenzen von 700 bis 790 MHz für den Mobilfunk ist eine Initiative von afrikanischen Ländern, weil diese ihre 790 bis 862 MHz Frequenzen nicht von bisherigen Funkdiensten für den Mobilfunk freiräumen wollen.
    Die 700 MHz Frequenzen für den Mobilfunk sind für die afrik. Länder demnach nicht zusätzlich sondern alternativ zu den 800 MHz Frequenzen für Mobilfunk in Europa.
    Für eine einheitlich Lösung hätte die ITU die afrik. Länder auffordern müssen die 800 MHz Frequenzen (in ihren Ländern) für Mobilfunkzwecke freizuräumen, aber das würde die Befugnisse der ITU übersteigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dezember 2012

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