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Der Weg zum richtigen Empfang (DF 11/2007)

Dieses Thema im Forum "DIGITAL FERNSEHEN - Die Zeitschrift" wurde erstellt von Indymal, 11. Oktober 2007.

  1. Indymal

    Indymal Talk-König

    Registriert seit:
    20. März 2003
    Beiträge:
    5.414
    Ort:
    Marburg
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    Ich wollte auf einen gravierenden Fehler in dem Artikel "Der Weg zum richtigen Empfang" (DF 11/2007 S.94-96) hinweisen.
    Dort wird geschrieben, daß man bei der Installation einer Drehanlage, zuerst die Satantenne fest am Mast montieren und dann auf Astra 19,2° Ost ausrichten muss.
    Die resultierende Antennenelevation sollte daraufhin perfekt für den Betrieb an einem H-2-H Mount Motor abgestimmt sein und deshalb im weiteren Installationsverlauf nicht mehr verändert werden.
    Des Weiteren wird beispielhaft die Installation eines Stab Derivats (Chess) bebildert ausgeführt.

    Hierbei ergibt sich allerdings folgendes Problem...
    Und zwar muss ein Stab Motor hierzulande bei korrekt eingestellter Motorelevation in etwa wie auf Bild Nr. 8 geneigt sein. Keinesfalls aber wie bei der angeblich ordnungsgemäß justierten Anlage in Bild Nr. 11.
    Daraus ergibt sich auch, daß der Motorzapfen in "Astra-Stellung" immer noch eine Neigung von ca. 10 Grad nach hinten besitzt.
    Folglich muss ich diese 10 Grad bei der Ermittlung der Antennenelevation ebenfalls berücksichtigen.
    Daher schreibt STAB in seiner Anleitung (sinngemäß wiedergegeben):
    1. Antenne direkt am Mast montieren
    2. Antenne auf den südlichsten Satelliten ausrichten
    3. Elevationswert an der Antenne ablesen
    4. Vom Ergebnis "60 Grad minus Breitengrad" abziehen
    5. Antenne auf entsprechenden Wert einstellen.
    Bei einem durchschnittlichen Breitengrad von ca. 50° in Deutschland ergibt sich somit eine um etwa 10° geringere Antennenelevation.
    Die im Artikel beschriebene Methode würde somit nur stimmen, wenn sich der Installationsstandort genau auf dem 60. Breitengrad und dem 19. östlichen Längengrad befinden würde.

    Bei Jaeger/Motek Motoren hätte man mit der im Artikel beschriebenen Methode zwar mehr Glück, da der Zapfen dort anders angebracht ist und sich somit auch ein anderer Winkel ergibt, aber solange man anfänglich unabhängig vom Standort Astra 19,2° Ost anpeilen soll, stimmts auch nur in Ostdeutschland halbwegs mit der ermittelten Antennenelevation.

    Ansonsten käme man mit der offiziellen Rechnung "90°-Breitengrad)-Deklinationswinkel" wohl auf genauere Werte.

    Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, daß das Ziel einer gewissenhaften Voreingestellung nie eine optimal justierte, sondern höchstens eine passabel funktionierende Drehanlage sein sollte. Denn auf Anhieb optimal wird man die Anlage nur mit sehr viel Glück eingerichtet bekommen, insbesondere bei großen Antennen (mit kleinerem Öffnungswinkel).
    Von daher wäre es meiner Ansicht nach sinnvoller gewesen, die Möglichkeiten einer Feinjustierung näher zu erläutern, anstatt einfach den Rat zu geben, die Anlage bei Bedarf erneut (noch genauer) voreinzustellen.
    So wie ich es im Moment sehe, werden nun nämlich viele DX Newbies an der Installation scheitern.
    Gruß Indymal

    P.S.: Bei der Satzentrale scheint man sich weitestgehend auch nicht so ganz im Klaren zu sein, wie man einen Drehmotor richtig ausrichtet. Von falsch interpretierten Informationen aus der Originalanleitung bis hin zu blödsinnigen Hilfestellungen ist dort alles dabei.
    Das einzig brauchbare, was auch etwas zur Ehrenrettung der Satzentrale beiträgt, ist die sehr ausführliche Anleitung zur Feinjustierung einer Drehanlage.
    Auf diese Art und Weise kommt man selbst bei der schlechtesten Vorarbeit irgendwann zu einer optimal justierten Anlage.
     

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