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Dead And Buried (DAB)

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von raschwarz, 23. Dezember 2002.

  1. raschwarz

    raschwarz Senior Member

    Registriert seit:
    13. Januar 2002
    Beiträge:
    166
    Ort:
    8°Ost, 50°Nord
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    Anstatt einen weiteren runden Tisch auf Kosten der Steuer- und Gebührenzahler zu DAB zu veranstalten,- sollte man nicht einfach das Scheitern von DAB a la DSR, TV-SAT, D2Mac u.v.a konstatieren und für die Zukunft daraus lernen.
    Für den Radioempfang gilt m.E.:
    Stationär wird DVB-S, ADR und Kabelradio gehört,
    mobil einschließlich Küchenradios wird UKW gehört und dies wird auch in den nächsten 10 Jahren so bleiben. UKW ist eine ausgereifte Technik und wenn man mal mit eisernem Besen die überflüssigen Frequenzen (x-fach Versorgung) auskehren würde, wäre im UKW-Band noch Platz für manche neue Sender.
    In in 10-15 Jahren wird m.E. das mobile Internet so weit sein, dass Radio übers Internet für den mobilen Empfang massentauglich sein wird. In 10 Jahren werden jedenfalls alle Sender im Internet streamen und dann stellt sich nur noch die Frage, wie man die Signale zum Hörer kriegt.
     
  2. tal

    tal Neuling

    Registriert seit:
    21. Juli 2002
    Beiträge:
    15
    Ort:
    Berlin
    "Dead and buried" heisst übersetzt übrigens tot und begraben, nicht verbrannt. Verbrannt wurden nur die ganzen Steuergelder, wenn das Ganze jetzt doch platzt.

    Gruß, tal
     
  3. Finesse

    Finesse Senior Member

    Registriert seit:
    18. Dezember 2002
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    Das kann nur jemand schreiben der überhaupt keine Ahnung hat.
    Internet-Streaming ist der grösste Quatsch den man sich je ausdenken konnte denn "dank" fehlender Multicast-Fähigkeit der IP-Komponenten muss am Sender für X Zuschauer die X-fache "Sende"-Bandbreite vorhanden sein weil jeder Client einen eigenen Connect macht. Das ist technologischer Unsinn. Der Drahtfunk während des Krieges war da ja besser.

    Und Streaming über WLAN ist noch bescheuerter weil es da prinzipbedingt kein Multicast gibt.

    Ja, wir warten auf IPv6 nur wenn ich da so die "Begeisterung" sehe dann wird das vor 2099 nix.

    Pascal
     
  4. raschwarz

    raschwarz Senior Member

    Registriert seit:
    13. Januar 2002
    Beiträge:
    166
    Ort:
    8°Ost, 50°Nord
    Hier schreibt "jemand, der überhaupt keine Ahnung hat". Danke für die Blumen! Wer weiß, wie sich das Internet in den letzten 10 Jahren entwickelt hat und ein bisschen Ideen bezgl. neuer Entwicklungen hat, der kann eigentlich nicht zweifeln, dass das Internet in 10-15 Jahren ganz anders aussehen wird als heuer. Aber warten wir mal ab, wie viel Finesse die Entwickler an den Tag legen. Wir sprechen uns dann wieder!
     
  5. Finesse

    Finesse Senior Member

    Registriert seit:
    18. Dezember 2002
    Beiträge:
    404
    Ort:
    Konstanz
    Hmm ich mache die Entwicklung nun quasi seit 1989 mit und am Protokoll "IP" hat sich nicht viel geändert seitdem. Und die Adressknappheit, die als Hauptgrund für IPv6 gilt, ist auch nur vorgetäuscht. Leider hat RIPE bzw ARIN nicht die nötige Macht, die riesigen quasi unbenutzten IP-Netze im ehemaligen A-Class-Range zurückzufordern.

    Und für Multicast und IPv6 sind riesige Investitionen nötig. Nur wer soll die übernehmen? Telkos haben kein Geld mehr (Opfer des ruinösen Preiskampfes). Es ist momentan so, dass wegen dem "BILLLIIIGGER TELEFONIEREN" mit der Leitungskapazität quasi nichts mehr verdient wird, was wieder investiert werden kann. Und Multicast kann nur dann funktionieren, wenn eine Abbildung von Ebene 3 (IP) zu 2 (beispielsweise MAC) vorhanden ist die auch Ebene-2-Geräte erkennen und auswerten. Somit darfst Du auch beispielsweise für die ganzen DSL-Kunden die DSLAMs austauschen.
    Wenn Multicast funktioniert dann wird der Traffic (die Datenpakete) erst an der Stelle dupliziert wenn Kunden mit entsprechenden Clients an zwei verschiedenen Punkten eines Switches liegen, so dass der Sender nur einen einzigen Datenstrom erzeugt. Der Client meldet sich nur an einer Multicastgruppe an und bekommt "das Programm".

    Pascal
     
  6. JCD

    JCD Senior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    194
    Ort:
    Landeshauptstadt Düsseldorf
    Hi,

    also "dead and buried" kann schon möglich sein.

    Ich denke aber hier sind andere Leute gefragt!
    Zum Beispiel die Geräte Industrie.Warum werden nicht endlich einmal kostengünstige Geräte Angeboten??
    Unter kostengünstig verstehe ich z.B. Heimempfänger so um die 100 Euro.Wenn ich mir die Geräteauswahl bei DigitalRadioWest ansehe sowie die dazugehörigen Preise wird mir einfach nur schlecht!
    So kann das ganze ja nichts werden!Statt laufend Kohle für Werbung aus dem Fenster zu schmeißen,sollte man ein wenig abwägen...Ich meine ein Teil in die Werbung um den Bekanntheitsgrad zu steigern und mit dem anderen Teil vielleicht zu Beginn mal ein paar vernünftige Geräte subventionieren!

    MfG
    Jörg
     
  7. arno

    arno Gold Member

    Registriert seit:
    8. Februar 2002
    Beiträge:
    1.671
    Eine gute Technologie braucht keine staatlichen Subventionen, sondern setzt sich von allein durch. Siehe MP3, Sat-TV, DVD und was nicht alles in den letzten 10 Jahren den Siegeszug angetreten hat. DAB hat in der gleichen Zeit jämmerlich versagt.
     
  8. Finesse

    Finesse Senior Member

    Registriert seit:
    18. Dezember 2002
    Beiträge:
    404
    Ort:
    Konstanz
    Das stimmt leider nicht, denn ansonsten hätte sich DOS und vor allem Windows nie durchsetzen dürfen.

    Der Grund für den Erfolg von DVD waren die Filmstudios die das Medium massiv gepusht haben und sich davon eine goldene Nase verdienen (vergleiche die Preise Video <-> DVD, obwohl die Herstellung eines Videobandes 10x so teuer ist wie die einer DVD).

    Beim Fernsehen haben wir das Problem dass überall Analog-Tuner rumstehen und alle sagen "das reicht uns" weil niemand effektiv für die Riesenverschwendung bezahlt. Und ohne Content werden keine Settopboxen verkauft und umgekehrt. Stell' Dir vor es hätte keine staatliche SUbvention für Farbfernsehen gegeben in den 60er Jahren. Da hat am Ende die Bundesregierung massiv für PAL eingegriffen. Natürlich bei weitem nicht so krass wie Charles de Gaulle für SECAM aber dennoch ging es in eine ähnliche Richtung.
    Scharf war damals niemand auf Farb-TV, die Geräte waren teuer und die Stückzahlen wurden lange nicht erreicht, da auch die Programmanbieter nur spärlich Farbsendungen produzierten. Selbst Mitte der Siebziger kostete ein Farb-TV immer noch soviel wie 2 durchschnittliche Monatseinkommen.

    Hätte der Staat nicht reglementiert wäre nicht mal das passiert sondern dann würden wir uns heute noch mit PAL<->SECAM<->NTSC-Streitigkeiten herumplagen.

    Bei DAB kann man sich ja streiten inwiefern man das machen will oder muss, Tatsache ist halt dass man mittels DAB mehr Informationen und Features vermarkten kann. Ich sehe ja auch dass DAB<->UKW schwierig ist (wenn man jedoch mal ein gut ausgebautes DAB-Gebiet im Auto mit DAB-Empfänger durchfährt, will man nix anderes mehr), aber warum soll man sich hier mit einem analogen Medium herumplagen wenn auch das Fernsehen zu DVB geht?

    Pascal
     

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