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Daten in der Wolke

Dieses Thema im Forum "Computer & Co." wurde erstellt von Worringer, 8. November 2012.

  1. Worringer

    Worringer Platin Member

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    Ich verstehe den Trend zur Wolke nicht.
    U.a. sollen die Finanzämter ab 2014 nur noch Belege akzeptieren, wenn diese zuvor in der Wolke abgelegt worden sind. Steuererklärung: Elster fliegt in die Wolke | heise online
    Da bin ich ja mal gespannt, wann die ersten Festplatten/USB-Speicherriegel mit diesen Daten drauf, in irgendwelchen U- oder S-Bahnen in und um München auftauchen.
    Nebenbei: Gescannte Dokumente werden aktzeptiert, fotographierte aber nicht? Wo liegt da der Unterschied? Manipulieren kann man beides.

    Mal unabhängig von der Steuererklärung, verstehe ich den praktischen Nutzen der Wolke nur bedingt. Die Firmen animieren die Nutzer dazu, ihre persönlichen Daten darin abzulegen und überall verfügbar zu haben. Es ist egal, ob es sich dabei um Mails, Dokumente, Fotos und Videos handelt. Aber genau bei den letzteren beiden ist doch das Problem, daß die dafür notwendigen Datenraten viel zu gering sind, um das wirklich praktisch nutzen zu können. Ich habe letztens die Ergebnisse eines Fotoauftrages mit rund 270 MiB in mein Hidrive geschmissen. Für das Hochladen gingen rund zwei Stunden drauf. Mehr gibt die Leitung zum Hochladen nicht her.
    Und bei solcher Leitung faseln die Unternehmen was davon, daß man möglichst alles in die Wolke schmeißen soll. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    Letztendlich sind für mich drei Kriterien für eine solche Nutzung wichtig:
    (1) Sicherheit der Daten
    (2) Schnelle Datenleitungen in beide Richtungen
    (3) Sicherheit der Daten
    Ist eines dieser drei Kriterien nicht ausreichend abgedeckt, dann ist die Wolke für mich keine Alternative. Für sensible Daten kommt die Wolke ohnehin niemals in Betracht.
     
  2. _falk_

    _falk_ Platin Member

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    AW: Daten in der Wolke

    Was das Finanzamt will, ist göttliches Gesetz.

    Ich bin schon froh, wenn mit Elster kein Bundestrojaner auf meinem Rechner installiert wird.
     
  3. Creep

    Creep Platin Member

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    AW: Daten in der Wolke

    Das bedeutet dann, daß z.B. die meisten Rentner keine Steuererklärung mehr ohne Steuerberater abgeben dürfen, weil sie in den wenigsten Fällen Internetzugang haben?
     
  4. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Daten in der Wolke

    "Wolke" ist ein neues Buzzword, mehr nicht.

    Vor zwei Jahren hätte man dazu schlicht gesagt, dass die betreffenden Belege zuvor elektronisch ans Finanzamt gemeldet werden müssen.

    Heute schwafelt man davon, dass sie "in der Cloud abgelegt" werden. :rolleyes:

    Überhaupt geht mir dieses Cloud-Gedöns mächtig auf den Zeiger. Rechenzentren mit Datenspeichern gab es schon vor 20 Jahren.
     
  5. aseidel

    aseidel Institution

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    AW: Daten in der Wolke

    OT: Steuererklärungen, die ab dem 1. Januar 2013 vom Steuerzahler selbst elektronisch erstellt werden, benötigen ein Softwarezertifikat. Man muss sich bei Elster Online anmelden und dieses Softwarezertifikat bestellen. Das wird dann in der Software für die Steuererklärung integriert. Meine letzte Steuererklärung habe ich bereits mit dem Zertifikat an das Finanzamt geschickt. Ohne das Zertifikat geht ab neuem Jahr nichts mehr.
     
  6. horud

    horud Lexikon

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    AW: Daten in der Wolke

    Das ist so nicht ganz richtig. Diese Pflicht zur sog. authentifizierten Übermittlung per Elster gilt ab 01.01.2013 nur für die Umsatzsteuervoranmeldung, die Lohnsteueranmeldung, den Antrag zu Dauerfristverlängerung bzw. Sondervorauszahlung und die zusammenfassende Meldung. Diese konnten bislang auch nicht authentifiziert übermittelt werden.

    Bei der Einkommensteuer bleibt alles gleich. D. h. auch die Papierabgabe ist noch weiterhin möglich, mit einer Ausnahme: Alle Erklärungen ab Kalenderjahr 2011 müssen elektronisch per Elster übermittelt werden, wenn dort Gewinneinkünfte vorhanden sind. Das geht aber auch ohne Authentifizierzung.

    Aber Achtung: einmal authentifiziert übermittelt, muss das bei der Einkommensteuer auch zukünftig zwingend authentifiziert übermittelt werden.
     
  7. horud

    horud Lexikon

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    AW: Daten in der Wolke

    Lass dir gesagt sein, das schaffen die nicht ;) Da sind erst einmal Gesetzesänderungen nötig und wir haben ein Wahljahr.

    Zudem ist der Staat ein ganz schlechter Programmierer. Beispiel ELStAM. Hoffen wir mal, dass es jetzt ab 01.01.2013 klappt.

    Sowieso, wenn kann das erst einmal nur optional angeboten werden.

    Aber es ist schon richtig, der Staat will zukünftig alles nur noch elektronisch übermittelt bekommen. Das ist das Ziel. Stichwort E-Bilanz und elektr. Betriebsprüfung...
     
  8. Worringer

    Worringer Platin Member

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    AW: Daten in der Wolke

    Das stimmt wohl. Aber nicht jede Firma, die dies im Auftrag des Staates macht, bekommt das auch hin, siehe Bundestrojaner.

    Ich habe ja nichts gegen eine verschlüsselte, signierte elektronische Übermittlung. In Zeiten, wo es u.a. Rechnungen als (signierte) PDF gibt, halte ich es schon für Anachronismus, diese vor der Übermittlung ans Finanzamt erst auszudrucken, damit diese es wieder einscannen. Insofern: Grundidee gut.
    Was mich aber stört, ist die Sache mit der Wolke, aufgrund des mangelnden Interesses an Datensicherheit - und das gilt sowohl für öffentliche als auch private Institutionen. Mir kann auch niemand erzählen, daß es solche Vorfälle, wie in Großbritannien mit dem USB-Riegel mit Personaldaten drauf in der U-Bahn, hier nicht passieren können.
     
  9. aseidel

    aseidel Institution

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    Selbst die Personalausweis-App ist mit heißer Nadel gestrickt.

    Ausschreibungen müssen mitunter online beantragt und abgegeben werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. November 2012
  10. horud

    horud Lexikon

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    AW: Daten in der Wolke


    Naja, der Hintergedanke ist ja nicht der nette Service, sondern die totale Kontrolle. Die haben da diverse nette Programme, durch die diese Daten dann gejagt und überprüft werden. Beispielweise kann es dann dazu kommen, dass ein Betrieb kaum noch einen BP-Prüfer zu sehen bekommt, ein anderer dafür hat quasi Anschlussprüfung, weil seien Daten nicht mit den Vergleichdaten übereinstimmen. Zudem möchte die Finanzverwaltung sowohl die Arbeit als auch die Haftung hin zum Steuerzahler/Arbeitgeber/Steuerberater verlagern.

    Was die meisten nicht wissen: Vor allem Haftungsrechtlich ist die Elsterübermittlung an ganz heißes Thema. Mal angenommen, du machst auch die Steuererklärung bspw. für deinen Bruder und übermittelst diese authentifiziert mit deinem Zertifikat an das Finanzamt. Baut dein Bruder Mist (bspw. Schwarzarbeit fällt auf, Kapitaleinkünfte aus der Schweiz nicht angegeben etc. pp.), haftest du erst mal mit, weil du seine Steuererklärung mit deinem Zertifikat, also mit deiner elektron. Unterschrift, abgegeben und damit die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten garantiert hast.

    Muss dein Bruder dann Steuer nachzahlen und er kann das nicht, kommt das Finanzamt dann auf dich zu. Bußgelder drohen auch.

    Ähnlich sieht es bspw. bei Steuerberatern aus, deswegen übermitteln viele die Erklärungen nur authentifiziert, wenn es sich nicht vermeiden lädt. Oder lassen sich Haftungsausschlüsse vom Mandanten unterschreiben.

    Zumindest laut Gesetzeswortlaut ist das so, wir sind alle mal auf Präzedenzfälle gespannt, denn so was landet ganz sicher mal beim BFH.
     

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