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DAB Plus endlich auf der Überholspur?

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 21. Mai 2016.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    Reichlich Zeit hat es gedauert, bis sich das terrestrische Digitalradio in Deutschland etabliert hat. Ein "Spiegel"-Artikel aus dem Jahre 2001 sagt noch die Abschaltung der analogen Abstrahlung spätestens 2015 voraus. Doch die Realität ist selbst von einem dualen System noch deutlich entfernt.

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  2. Medienmogul

    Medienmogul Großkapitalist Premium

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    Ich sag's gerne nochmal:

    Bei DVB-T gab es den politischen Willen, dass die ARD-Sender grenzüberschreitend Programme anderer Bundesländer terrestrisch ausstrahlen dürfen, obwohl das mit dem Programm-Auftrag nichts zu tun hat.

    Beispiel: Der WDR-Fernsehturm in Velbert Langenberg ist 300 Meter hoch und hat eine technische Reichweite von 10 Millionen Menschen, was man am Beispiel des UKW-Radiosenders "Funkhaus Europa" gnadenlos durchexerziert: Dieses UKW-Programm wird nur auf UKW 103.3 ausgestrahlt und sonst (auf UKW) hier in der Region gar nicht.

    Dieser Fernsehturm strahlt terrestrisch MDR, SWR und NDR aus - aber nicht für die Menschen, welche die Gebühren für diese Sender zahlen (müssen), sondern für die WDR-Gebührenzahler in Nordrhein-Westfalen.

    Das wird beim terrestrischen Fernsehen seit 10 Jahren so gemacht und von niemandem ernsthaft in Frage gestellt.

    Gehe ich mit einer UHF-Dachantenne auf Fernempfang, bekomme ich aus Rheinland-Pfalz den SWR, den ich sowieso schon habe, und dazu das Bayerische Fernsehen und HR Fernsehen.

    Diese Lösung führte dazu, dass bei der Analog-Abschaltung der Kanäle 44/56 keine Zuschauer verloren gingen.

    In meinem Dorf gibt es 1000 terrestrische Antennen für die Kanäle 44/56, mit denen fortschrittliche Menschen Südwest 3 geguckt haben, bevor das Kabel verlegt wurde.

    Diese terrestrischen Antennen sind heute deswegen überflüssig, weil die Hauptleistung - das Fernsehprogramm Südwest 3 zu empfangen - heute mit jeder Zimmerantenne realisiert werden kann:

    Alle WDR Fernsehtürme strahlen das SWR-Fernsehen aus.

    DAB+ wird genau dann ein Riesen-Erfolg, wenn dieser Kunstgriff auf das Radio übertragen wird.

    Dazu fehlt bisher der politische Wille.

    Deshalb wird und muss DAB+ scheitern.

    Das ist ein politisches und kein technisches Problem.


    In unserem Dorf gibt es weiterhin 1000 terrestrische UKW-Antennen, die die drei UKW-Programme aus St. Katharinen (Linz am Rhein) kristallklar in UKW-Qualität empfangen.

    Die Pfälzer Version von SWR-3 wird auch analog und digital ins Unitymedia-Kabel eingespeist und ist über Satellit und im Internet verfügbar.

    Aber nicht auf DAB+.

    Jedenfalls nicht mit Zimmerantenne.

    Die allermeisten DAB-Radios haben keinen externen Antennen-Anschluss, und die allermeisten Haushalte haben keine geeignete VHF-Dachantenne. (Die 1000 terrestrischen VHF-Antennen hier im Dorf zeigen mehrheitlich nach Langenberg und sind somit untauglich bzw. müßten umgebaut werden.)

    Mit DAB+ gehen bewährte UKW-Programme, die hier 100000 Hörer haben, einfach verloren. :mad:

    Das wird von den Befürwortern von DAB+ konsequent ignoriert bzw. ausgeblendet.

    Ich hatte auf meiner Fensterbank ein schickes DAB-Radio. Das konnte weder SWR noch HR noch die englischsprachigen Soldatensender.

    So funktioniert das nicht mit dem DAB-Umstieg. Ich habe mein DAB-Radio wieder abgebaut.

    62 ARD-Radios senden über Satellit, im Kabel und im Internet.

    Bei DAB+ träumt der WDR in Bezug auf die Öffentlich-Rechtlichen von der Alleinherrschaft. Kein SWR, kein HR (zwei Biedenkopf-Sender gehen auf UKW ganz gut, die anderen hat der WDR durch unnötige Stör-Funzeln ausgesperrt).

    Die Politiker in unserem Bundesland decken das Macht-Denken des WDR seit Jahrzehnten. :mad:

    Da hilft nur Zwang. Der o.g. WDR-Turm in Langenberg strahlt zwangsweise den DAB-Bundesmux aus.

    Leider höre ich lieber die drei ortsüblich-terrestrischen SWR-Programme als den DAB-Bundesmux.

    Wenn ich zuhause bin, habe ich Satellit und Internet. Beispielsweise habe ich gleich vier Versionen von Absolute Radio auf DVB-S: zusammen mit BFBS auf 11224 H auf meinem Lieblings-Satelliten Astra 2G.

    Für mich hat DAB+ mehr Nachteile als Vorteile.

    Die Politik könnte das jederzeit ändern. Siehe oben.

    Packt eine Auswahl attraktiver ARD-Programme aus benachbarten Bundesländern auf die regionalen DAB-Muxe!!!

    Politisch geht das. Die Programme sind da und kosten keinen Pfennig. Aber unsere Politiker vertreten ja nicht die Interessen der Bürger, sondern die Interessen von Handel und Industrie. Daran krankt unser System.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2016
  3. topolino3

    topolino3 Junior Member

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    "Politisch geht das. Die Programme sind da und kosten keinen Pfennig. Aber unsere Politiker vertreten ja nicht die Interessen der Bürger, sondern die Interessen von Handel und Industrie. Daran krankt unser System."

    Warum soll die Industrie und der Handel kein Interesse am Verkauf von neuen Radios haben?
     
  4. Smolle

    Smolle Silber Member

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    Ich bin ein Feind von manipulierte Berichte wo das analoge als gut Dargestellt wird.
    Hier wird deutlich an der Sache vorbeigeredet. Stellt euch doch mal vor ihr müßt noch analog TV sehen.
    Genauso wird hier erzählt. Lasst euch nicht in die Vergangenheit katapultieren.
    Gute Sender werden auch Digital Erfolg haben und wenn da ein oder zwei Sender auf die Strecke bleiben, hab keine Probleme damit.
     
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  5. Kai F. Lahmann

    Kai F. Lahmann Board Ikone

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    Der Vergleich hinkt, weil der Fernseher viel gezielter genutzt wird – beim Radio stellen die meisten einmal einen Sender ein und der bleibt es dann. Dazu gibt es mit DAB+ eh nicht mehr, sondern nur andere Sender; man MUSS also seine Hörgewohnheiten ändern. Bleibt das qualitative Argument, aber das scheitert meist am Equipment.
     
  6. plueschkater

    plueschkater Platin Member

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    Es gibt Programme, die auf UKW und DAB+ senden, solche, die nur auf DAB+ verfügbar sind, und manche sind ausschließlich via UKW zu empfangen.
    Und da jeder DAB+ Empfänger auch UKW empfangen kann, mussda niemand die Hörgewohnheiten ändern, selbst wenn ein Sender nur über UKW verbreitet wird.
     
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  7. WWizard2

    WWizard2 Silber Member

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    ich kann dem Medienmogul nur beipflichten. DAB+ macht erst Sinn, wenn die Sendervielfalt erreicht wird die UKW bereits hat. Aber das was hier wieder einmal in NRW abläuft ist an Dreistigkeit und Unverschämtheit kaum zu überbieten.

    Nachbarsender werden auf UKW bewusst rausgestört mit völlig überflüssigen Funzeln
    Bsp. 87.6 Einslive Köln stört HR3 Biedenkopf, 88.4 WDR2 Glessener Höhe stört BRF1, von der fehlenden bzw. ungenügenenden Ausblendung der Nordhelle Richtung Rheinland/Niederrhein will ich gar nicht erst sprechen.
    Anstelle der WDR sich um das wahre Problem im Raum Grevenbroich mit seiner 101.3 WDR4 und 101.4 StuBru mal kümmert und auf die 101.2 wechselt werden lieber weiter Funzeln gebaut.

    Bei DAB+ will man in NRW schlauer sein und dem Hörer mobil nur die 'ihm zustehenden' Programme anbieten. Wunderbar! Wettbewerb ausgeschlossen und die 3 einigermassen erträglichen Spartenprogramme im Bundesmuxx werden keine Konkurrenz werden.... Zusätzlich kriegt der Bundesmuxx nicht alle Standorte, sodass eben wieder mal nicht alle den Bundesmuxx mobil empfangen können...
    Schaut doch mal nach Berlin, was da alles geht. Kein Wunder das unsere Politiker keinen Finger für uns krumm machen, die denken alle haben die freie Auswahl.

    Der SWR ist bei uns über UKW seit Jahrzehnten problemlos empfangbar, über DAB+ nicht mehr und das ist mehr als schlecht. Gerade diese Programme werden und wurden viel gehört.
    Bsp. SWR4, eine solche Musikauswahl bietet der WDR gar nicht mehr an. Bsp. SWR3, in einer solchen Liga spielt der WDR nicht, mangels Klasse und hat hier nur den kopierten Billigabklatsch WDR2 und teilweise EinsLive im Portfolio. Selbst 3FM und Radio 2 aus den Niederlanden sind deutlich besser.....
    Achtung, jetzt kommt sicherlich die Planung der nächsten 2 Funzeln, damit die NL_Programme auch gestört werden....

    ww
     
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  8. Badula82

    Badula82 Platin Member

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    Ich verstehe das Problem nicht. Es war doch bisher bei UKW auch nicht so, dass man Sender eines anderen Bundeslandes empfangen konnte. Außer man wohnt an Grenzgebieten. Ich, der ich an der Grenze zwischen BW und BY wohne kann über DAB+ sowohl BR und auch SWR empfangen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2016
  9. starnberg77

    starnberg77 Senior Member

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    Westlich von München bekomme ich hier über UKW SWR3 vom Sender Aalen rein. Ich will mich nicht beklagen, ich bekomme vom Olympiaturm viele Programme, welche vom Hotelturm Augsburg ergänzte werden. Aber SWR3 bekomme ich eben nur über UKW und Kabel.
     
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  10. WWizard2

    WWizard2 Silber Member

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    Aachen, Köln, Langenberg, Düsseldorf, Essen, Wuppertal
    Ahrweiler, Heerlen, Roermond, Luik
    GANZ EINFACH:

    Anzahl bisheriger Programme über UKW, wo der WDR und die Lokalradio Primaten sich drüber ärgern: von der Landesgrenze NRW/RLP bis AC-MG-D-WUP hörbar:

    > 35 / Programmvielfalt: für NRW rel hoch, Anzahl Anbieter: rel. hoch (für NRW). Frust beim WDR und den Lokalradioprimaten, weil viele SWR, RPR, bigFM, 100.5 Hitradio, RTL etc. hören.

    Früher konnte man sogar HR3 in Neuss mobil hören, vom Feldberg. Die Frequenz wurde getötet vom Lokaldudler.

    NACH der Gleichschaltung auf DAB+ : max 23 Programme, davon etwa die Hälfte vom WDR als Anbieter: Rest: etliche Kirchensender - schmerzhaft wie eingeschlafene Füße, Spartensender wie Deutschlandradio Wissen mit einer Hörerzahl nahe 0, usw. dazu zählt sogar ein Sender der nur Verkehrsfunk erzählt.
    Vielfalt: extrem niedrig. Qualität: mangelhaft

    Und dazu haben wir in NRW einfach keine Lust, vor allem beim Mobilempfang!

    ww
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2016
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