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BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von Manfred Z, 11. Januar 2006.

  1. Manfred Z

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    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Bundesnetzagentur sucht nach Frequenzen für Handy-TV

    Die Bundesnetzagentur sucht nach Wegen, Frequenzen für neue multimediale Dienste, zum Beispiel Handy-TV, verfügbar zu machen. Eine Knappheitssituation und ein "wesentliches Problemfeld" sieht der Regulierer dabei im terrestrischen Verbreitungsweg, da über DMB oder DVB-H übermittelte Dienste auf denselben Frequenzen laufen wie klassischer Rundfunk – unabhängig davon, ob die neuen Dienste unter rechtlichen Gesichtspunkten als Rundfunk einzuordnen sind. Zugleich sieht die Bundesnetzagentur in der "digitalen Dividende", das heißt der besseren Nutzung vorhandenen Spektrums durch moderne Codierungsverfahren, eine Chance, für neue Angebote bundeseinheitliche Frequenzen freizuräumen. Hierzu hat der Regulierer ein 18-seitiges Eckpunktepapier veröffentlicht.

    Das Eckpunktepapier identifiziert restriktive Randbedingungen für das für Hörfunk- und Fernsehzwecke genutzte Spektrum und planerische Vorbehalte aufgrund der Regional Radio Conference (RRC-06), die in diesem Jahr stattfinden wird. Darüber hinaus spart die Netzagentur nicht mit Kritik am Verhalten der Bundesländer, im Rahmen ihrer jeweiligen Rundfunkhoheit ein "Vorgriffsrecht" auf Frequenzen des Rundfunkdienstes auszuüben und die Vorbelegungsrechte auch in solchen Fällen anzuwenden, wenn eine tatsächliche, auf Dauer angelegte Belegung mit Rundfunkdiensten "höchst zweifelhaft" ist – kurzum wirft der Regulier den Landesfürsten vor, knappes Spektrum regelrecht zu horten und auf diese Weise innovativen Nutzungsmöglichkeiten zu entziehen.

    Zusammenfassung des Papiers und Link auf PDF der BNetzA bei heise online:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/68229

    Das Eckpunktepapier ist stellenweise ziemlich starker Tobak. So wird den Bundesländern vorgeworfen, dass sie wegen einer überzogenen Regionalisierung (Fensterprogramme, auch bei den Privaten) eine effektive Frequenzplanung verhindern. Es gebe daher nur eine Bedeckung, die bundesweit ohne Berücksichtigung von Ländergrenzen geplant werde.

    Hier der Link zur Pressemeldung der BNetzA:

    http://www.bundesnetzagentur.de/eni...17bb,0/Presse/Pressemitteilungen_d2.html#6454
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2006
  2. Michel62

    Michel62 Junior Member

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    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    :cool: Ja, ja die BNetzA!
    Ich habe häufig selber beruflich als Mitarbeiter eines Stromübertragungsnetzbetriebers mit BNetzA zu tun.
    Die Behörde fährte nach meiner Meinung häufig starken Tobak auf.

    Natürlich könnte man, wie von BNetzA gefordert, DVB-T auf H.264 umzustellen, um 10 Fernsehkanäle auf einem Kanal unterzubringen.

    Aber ich erwarte von Fersehen in Zukunft keine Quantitätsverbesserung, sondern eine Qualitätsverbesserung!

    Mit H.264 wären vier Kanäle in HDTV möglich.
     
  3. Terranus

    Terranus Moderator Mitarbeiter

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    Ort:
    Fränkische Schweiz / München
    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    Kapier ich nicht, es ist doch massenweise Platz wegen dem Fernbleiben der Privaten ...
     
  4. snape

    snape Junior Member

    Registriert seit:
    10. März 2004
    Beiträge:
    81
    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    @ Terranus:

    Eine nicht ganz unberechtigte Anmerkung
    auf die teils doch recht üppige Ausstattung
    bestimmter geographischer Regionen mit Ressourcen
    nur für "Regional"-Programme.
    Wenn auf diese "Sub-Regionalisierung" verzichtet würde,
    wären dort durch größere SFN-Bildung auf Schlag
    einige Frequenzen zB für DVB-H nutzbar,
    die dort aktuell fehlen.
     
  5. digi-pet

    digi-pet Gold Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.792
    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    also an eine 2-3 fach höhere Übertragungsbandbreite
    durch MPEG4-H264 glaube ich nicht .
    Bei Einhaltung von einigermassen Qualität
    wohl knapp 2-fach - demgegenüber steht
    die erprobte und kostengünstige MPEG2 technik .
    Vielleicht dort wo tatsächlich schon die Frequenzen
    knapp werden wie Berlin mit dem 7. multiplex
    und Radio .

    Natürlich sollte man die gemeinsame Nutzung
    von Kanälen in einem Senderverbund "SFN"
    ausnützen und dafür wenige optimal ausgestattete
    Senderstandorte unterhalten .
    Wenn man DVB-t richtig angepackt hätte
    wäre ja auch schon früher eine bundesweite Planung
    möglich gewesen !

    Das wieder davon geredet wird dass DVB-t
    der teuerste Übertragungsweg wäre -
    ist doch das hinterletzte wenn man die Kabelgebühren
    wieder mal unter den Tisch fallen lässt .
    Erinnert einen an die Rechenkunststücke von
    kabelfirmen dass man für das einzelne Programm
    (das man u.U. sowieso nie sieht) ja eigentlich nur
    wenige cent Übertragungskosten zahlen müsse ....

    Ohne dass die Rechte des Verbrauchers gestärkt werden hin zu freier Wahl des Verbreitungswegs und Anrecht
    auf eine kostengünstige Grundversorgung
    auch und gerade im Kabel hat darf man nicht weg
    von der terrestrische Grundversorgung .

    Hier gehts um den grundlegenden schützenswerten Zugang zu den medien es darf nicht die einzige Alternative zum vollen Kabel der schwarze Bildschirm sein !

    Wenn die privaten sich freiwillig nicht mehr in dem
    DVB-t Spektrum präsentieren wollen so ist das deren
    Entscheidung .
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2006
  6. Asket_

    Asket_ Silber Member

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    Berlin
    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    Meinen Vorrednern Zustimmung.
    DVB-T mit MPEG2 ist jetzt durch und hat das technisch machbare noch gar nicht ausgereizt.
    Was sollen DMB und DVB-H jetzt ? Die Industrie soll doch erst mal preisgünstige Geräte bauen, meinetwegen auch im Handy-Format /wer's braucht / welche DVB-T empfangen können. Selbst das ist ja nicht drin.
    Und H264 - der Be***iss am Auge ist ja jetzt schon nicht zu übersehen.

    Ich bin selbst am PC von DivX wieder auf MPEG2 zurückgekommen - es ist halt einfach der Standard, der Überallfernsehen ermöglicht.

    Cheers
     
  7. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    H264 ist schon recht gut, natürlich von x264. DivX und sonstiger, kommerzieller Schrott kommt mir nicht mehr in Haus. Hab nämlich keine Lust, alle 10 Jahre die Videosammlung komplett zu erneuern, weil DivX Pleite ist und es keine Dekoder mehr gibt.

    Und wer selbst Encoded, der spart doch nicht an Bitrate.
     
  8. Terranus

    Terranus Moderator Mitarbeiter

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    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    @hopper: schon, aber unsere Datenreduzierer vom Dienst wollen ja nur MPEG2- brutalreduzierte Programme mit noch mehr h264 reduzierten ersetzen. Es geht ja nicht um Qualitätssteigerung sondern Programmvermehrung/Kosteneinsparung.
     
  9. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    Zweifelsohne.

    Kofler wird schon sein HDTV ultra zusammenquetschen. Dauert sicher nicht lange,bis die Bitrate auf 1 Mbps gefallen ist.
     
  10. LHB

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    AW: BNetzA kritisiert Bundesländer wg. Frequenzhortung

    paraniod ? kommt jedenfalls so rüber.
     

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