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Bildverbesserung durch Post-Processing?

Dieses Thema im Forum "Digitale Audio- und Videobearbeitung" wurde erstellt von TV_WW, 13. Januar 2006.

  1. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

    Registriert seit:
    10. Juli 2004
    Beiträge:
    14.406
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    Mich würde mal interessieren wie die Chancen bzw. Möglichkeiten aussehen die Bildqualität von MPEG2-Material durch Post-Processing zu verbessern.
    Ich meine im Besondern die "Beseitigung" von Blockartefakten bei Bildänderungen bei zu niedrigen Bitraten. Das würde vorallem den Nutzern von DVB-T zugutekommen. Was sagen hier die Experten in diesem Bereich? Würde ein dynamisch funktionierender Weichzeichner auf der Empfängerseite funktionieren?
     
  2. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
    12. April 2002
    Beiträge:
    2.847
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Was man "besser" findet ist sehr subjektiv und hängt auch vom verwendeten Bildschirm ab. So fallen Komprimierungsartefakte auf LCDs stärker auf als auf Röhren-TVs, insofern könnte hier eine Nachbearbeitung in Einzelfällen Vorteile bringen. Generell wäre ich mit solchen Maßnahmen aber vorsichtig. Information, die einmal wegkomprimiert ist, taucht durch keine Verschönerungsmaßnahme wieder auf, und die Nachbearbeitung selbst bringt im technischen Sinne ja nochmal einen Verlust.
     
  3. jni

    jni Silber Member

    Registriert seit:
    11. Dezember 2004
    Beiträge:
    890
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Hallo

    Solche Nachbearbeitungen sollte man bei der Wiedergabe machen. Wenn man sowieso mit dem PC fernsieht sollte das prinzipiell kein Problem sein. Heutzutage ist auch genug Rechenleistung vorhanden.

    Jens
     
  4. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

    Registriert seit:
    10. Juli 2004
    Beiträge:
    14.406
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Meine Frage ging eher in die Richtung ob es möglich ist die subjektiv empfundene Bildqualität von bewegten Bildinhalten decoderseitig zu verbessern ohne die Qualität von ruhenden Bildinhalten zu verschlechtern.
    Bei MPEG4 ist Post-Processing ja im Standard definiert, bei MPEG2 nicht. Bei der Spezifikation von MPEG2 ging man davon aus dass die Sender die Datenrate hoch genug wählen würden damit es zu keinen Blockartefakten bei der Bildwiedergabe kommt. Die Realität sieht leider anders aus, daher meine Frage.

    Der andere Ansatzpunkt wäre natürlich die Senderseite. Auch da könnte, denke ich, durch bessere Encoder noch einiges verbessert werden. Ich denke dabei an solche Dinge wie z.B. Bild-adaptives Pre-Processing.
     
  5. jni

    jni Silber Member

    Registriert seit:
    11. Dezember 2004
    Beiträge:
    890
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Warum sollte das nicht gehen ? Es wird ja zum Teil schon gemacht - Stichwort adaptives DeInterlacing. Genau so kann man auch noch andere Dinge mit dem Bild machen, ein Deblocking ist sicher auch möglich. Ob's allerdings schon Software gibt, die das tut kann ich nicht sagen.

    Preprozessing beim Sender wird wohl kaum stattfinden außer evtl. Rauschfilter bei schlechten Aufnahmen. Es reicht ja schon einen modernen Encoder zu nehmen um bei gleicher Bitrate ein deutlich besseres Bild zu bekommen. Wenn ich daran denke was für ein besch*****es Bild die Digitalprogramme der ARD früher hatten. Jetzt isses ja auch ziemlich gut ohne übertrieben hohe Bitraten.

    Jens
     
  6. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

    Registriert seit:
    26. November 2001
    Beiträge:
    22.650
    Ort:
    Geldspeicherstadt
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Ich hab mri darüber auch schon so meine Gedanken gemacht. Man hat ja mit vier Effekten zu kämpfen:

    1. zu hohe Kompression, dadurch Detailverlust innerhalb der Makroblöcke
    2. zu harte Übergänge zwischen den Makroblöcken
    3. Bewegungsartefakte
    4. "pumpendes" Bild mit jedem I-Frame

    Einen sehr interessanten Ansatz, das Problem grundlegend zu umgehen, ist ja die Wavelet-Kompression, bei der das Bild nicht mehr in feste Makroblöcke zerlegt wird. Das Bild wird dann an den betreffenden Stellen einfach nur noch unscharf, was insbesondere bei schnellen Bewegungen, die ja von den Kompressionsschwächen am meisten betroffen sind, dann weniger unangenehm auffällt. Doch wenn man hier zu sehr an der Schraube dreht, wirkt das Bild statt "verpixelt" dann einfach "matschig".

    Gag
     
  7. jni

    jni Silber Member

    Registriert seit:
    11. Dezember 2004
    Beiträge:
    890
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Nur leider sendet niemand mit Wavelet-Kompression. Und es gibt offensichtlich auch keine Bemühungen das zu standardisieren - womit es noch seeeehr lange dauern wird, bis das mal zum Einsatz kommt. Nur JPEG2000 verwendet Wavelet-Kompression - ist aber nur für Fotos.

    Ich vermute das die heute zur Verfügung stehende Rechenleistung (bezahlbar!) viel zu gering ist für Wavelet-Video-Kompression.

    Jens
     
  8. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

    Registriert seit:
    10. Juli 2004
    Beiträge:
    14.406
    AW: Bildverbesserung durch Post-Processing?

    Die Bildkompression per Wavelets ist sicher ein interessantes Thema, aber auch ein anderes Thema. Mit Dirac und Snow gibt es ja bereits erste Ansätze in diesem Bereich und Motion-JPEG2000 gibt es da auch noch.
    Naja, wahrscheinlich hätte ich dem Thread den Titel "Bildverbesserung bei DVB-MPEG2 geben sollen".
    MPEG2 ist nunmal die Realität und man kann aus Gründen der Kompatibilität zu Bestandsgeräten nicht so schnell auf einen neuen Codec umstellen.
    Deshalb meine Frage.
    In diesem Zusammenhang ist mir da schon was Interessantes aufgefallen. Die gleiche DVB-Aufnahme ergibt abgespielt mit meinem Standalone-DVD-Player am Fernseher deutlicher sichtbare Artefakte als am PC mit Monitor abgespielt, das ist mir besonders bei Aufnahmen von Pro7 aufgefallen. Das liegt wohl am Decoder schätze ich mal.
    Bei Aufnahmen von den ÖR kann ich sogar die Bitrate auf 2,5 MBit/s requantisieren, darunter werden mir die Artefakte zu störend; mache private Sender haben auch bei über 3 MBit/s noch störende Artefakte.

    Ich sehe nur drei Möglichkeiten der Bildverbesserung: Entweder höhere Datenraten, bessere Encoder oder Nachbearbeitung (DeBlocking) beim Empfänger.
    Höhere Datenraten halte ich vor allem bei DVB-T für unrealistisch, bei DVB-S und -C, von Ausnahmen abgesehen, für nicht wahrscheinlich.
    Bleibt also nur die optimierte Verarbeitung des Bildmaterials. Meine Idee ging in Richtung anhand der Bewegungsvektoren einen Weichzeichner dynamisch auf das Bildmaterial anzuwenden.
     

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