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Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

Dieses Thema im Forum "Force / Homecast / Hyundai / Galaxis / Micronik" wurde erstellt von WolfgangH., 4. Dezember 2004.

  1. WolfgangH.

    WolfgangH. Guest

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    Lübeck - Der Vorstandschef des Lübecker TV- und Satellitenanlagenbauers Galaxis, Winfried M. Klimek, ist gestern von der Polizei vorläufig festgenommen worden. Wie der für Wirtschaftsangelegenheiten zuständige Oberstaatsanwalt Werner Spohr den LN sagte, erließ das Landgericht Lübeck Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts des Betruges und der Untreue.

    Dabei geht die Kammer von Fluchtgefahr aus, so Spohr, aufgrund der Tatsache "dass der Beschuldigte eine Vielzahl von Auslandskontakten in Europa und den USA hat und dort auch über größere Geldreserven verfügt". Alle Taten stünden im Zusammenhang mit der Tätigkeit Klimeks als Verantwortlicher der Galaxis-Gruppe. "Die Strafkammer hält ihn für dringend verdächtig, Lieferanten und Banken um erhebliche Geldbeträge betrogen zu haben", sagte Spohr. Klimek, der auch Hauptgesellschafter des Handball-Bundesligisten HSV Hamburg ist, wird spätestens heute dem Haftrichter vorgeführt. Anschließend erwartet ihn die Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Lauerhof. Ermittlungen gegen die Galaxis-Gruppe laufen bereits seit mehr als vier Jahren.
     
  2. Focus

    Focus Junior Member

    Registriert seit:
    31. Juli 2004
    Beiträge:
    124
    Ort:
    Im Wald
    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Ja Ja jeder griegt irgendwann seine gerechte Strafe :D Wer seine Kunden so verarscht hat es nicht besser verdient! Es gibt doch noch Gerechtigkeit.
     
  3. Michael

    Michael Platin Member

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    29. Januar 2001
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    2.936
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    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Es gibt anscheinend doch noch einen Gott :D
     
  4. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Mmm, ich habe auch schon gedacht, paßt ja optimal in dieses Unterforum die Meldung ("Vorsicht vor Upgrade auf die neue 2.94y"):D:rolleyes:
     
  5. Henry14

    Henry14 Senior Member

    Registriert seit:
    19. November 2004
    Beiträge:
    391
    Ort:
    Berlin
    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    du kannst mich auch Henry nennen:D
     
  6. josquin

    josquin Senior Member

    Registriert seit:
    5. Dezember 2004
    Beiträge:
    450
    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Aufs falsche Pferd (MHP) gesetzt, lahmer Gaul eben.

    Als die noch OpenTV-Boxen bauten, hat das schon nicht getaugt:

    Gerade mal 64Kbyte durfte eine Applikation eigenen Speicher reservieren, sonst ist das Programm abgeschmiert und die Box manchmal gleich mit.

    Mal sehen, wer als nächstes die MHP-Segel streicht, wie hieß doch gleich die Box, wo die Ärmsten schon ein Jahr auf ein Update warten?
     
  7. SchwarzerLord

    SchwarzerLord Wasserfall

    Registriert seit:
    2. April 2002
    Beiträge:
    9.555
    Ort:
    -
    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Nicht verwunderlich, schließlich kann man hart formuliert den Service am Kunden schon als Betrug titulieren. Schade, aus der Box (EW) hätte man mehr herausholen können.
     
  8. BluBlu

    BluBlu Neuling

    Registriert seit:
    15. Juli 2003
    Beiträge:
    19
    Ort:
    Deutschland
    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Weiteres dazu, Quelle www.infosat.de:


    Endlich: Galaxis enttarnt !
    [​IMG]
    06.12.2004



    Der Vorstandsvorsitzende der Lübecker Galaxis AG Winfried M. Klimek (51) sitzt seit Freitag, den 3. Dezember 2004, wegen Betrugsdelikten in Untersuchungshaft. Da kann man nur sagen: Endlich! Seit vielen Jahren treiben Klimek und seine Helfer und Helfershelfer auf dem Markt ein böses Spiel. Immer wieder fielen Lieferanten, Kunden und Entwicklungsfirmen auf die „Bauernschläue“ der Herren Klimek und Co. rein. Dabei war alles schön getarnt durch ein „wunderbar“ inszeniertes Marketing- und Werbefeuerwerk. Jetzt dürften sich auch einige Leute, die die Pressearbeit für Klimek und Co. machten, an die eigene Nase packen. Im Prinzip haben sie mitgeholfen, die Machenschaften von Klimek und Co. zumindest teilweise und zeitweise zu verdecken. Aber auch einige Presseorgane haben sich auf die Seite der Firma Galaxis geschlagen und Galaxis unter ihre Fittiche genommen. Nun ja, man mag eine Zeitlang blind sein, aber manch einer ist offensichtlich immer blind, obwohl er glaubt, den anderen die Augen öffnen zu müssen.

    Klimeks Galaxis war zwar nicht am Neuen Markt und konnte dort kein Unwesen treiben, aber Galaxis und Co. haben solch ein Gestrüpp verursacht, dass man einfach nicht rechtzeitig auf das Neue-Markt-Thema aufspringen konnte. Dabei war doch alles schon so nett geplant. Ein Firmenmantel musste her, um daraus eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Galaxis zu machen. Manch einer weiß gar nicht mehr, wie seinerzeit die Firmenverflechtungen aufgebaut waren. Galaxis hatte bis vor kurzem immer die besten Pressemitteilungen. Das war ein wirkliches Feuerwerk „der ersten Güteklasse“. Eine Produktankündigung kam nach der anderen, und Galaxis gewann ein Projekt weltweit nach dem anderen. Nicht kundgetan haben die zeitweise mit Galaxis paktierenden Journalisten und Pressesprecher, dass Galaxis nicht immer alle seine Rechnungen vollständig bezahlte. Mittels offensichtlich von vornherein vorgesehener Reklamationen wurden die Preise ins Uferlose nach unten gezogen. Dabei blieb manch ein Lieferant auf der Strecke. Genannt sei hier nur die damalige „alte“ Force in Dänemark (Anmerkung der Redaktion: Es gibt seit einigen Jahren wieder eine neue Force, die aber gesellschaftsrechtlich mit der alten Force nichts zu tun hat). Dann protzten Klimek und Co. damit, dass sie ihre Receiver „Made in Germany“ bei einem Siemens-Haushaltegeräte-Unternehmen in Berlin fertigen lassen. Dazwischengeschaltet war die Firma Altimex, in Deutschland eine Tochter des Fertigungsorganisierers Altimex Schweiz. Wegen der Galaxis-Machenschaften musste Altimex Deutschland Insolvenz anmelden.

    Das sind nur zwei Beispiele für das beispiellose Vorgehen der Firma Galaxis. Aber viele hatten das lange nicht mitbekommen, und so war es auch nicht sehr erstaunlich, dass die honorige Firma Vogt mit ihrer Produktionsstätte in Witten Fertigungsaufträge für Galaxis annahm und auch noch für die Receiver die Bauteile einkaufte. Wäre der Vogt-Firmenverbund nicht so finanzstark, gäbe es wahrscheinlich den Standort Vogt Witten nicht mehr. All diese Machenschaften – hier wurden einige genannt – sind immer wieder von bestimmten Kreisen unter den Tisch gekehrt worden. Man muß sich durchaus fragen, ob diese Art von Helfershelfern sich nicht zumindest teilweise mitschuldig gemacht haben. Als etwas Anrüchiges über Galaxis und Co. zu vernehmen war, wurde abgelenkt auf vermeintliche Machenschaften in Richtung Handballsport.

    Oberstaatsanwalt Werner Spohr, zuständig für Wirtschaftsangelegenheiten, sagte jüngst in einem Interview, dass das Landgericht Lübeck Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts des Betruges und der Untreue gegen den 51jährigen Galaxis-AG-Chef Klimek erlassen habe. Die Kammer geht dabei von Fluchtgefahr aus. Spohr begründete dies mit der Tatsache, dass der Beschuldigte eine Vielzahl von Auslandskontakten in Europa und den USA hat und dort auch über größere Geldreserven verfügt. Weiterhin geht es um den Vorwurf der Insolvenzverschleppung.

    Spohr führte weiter aus, dass alle Taten im Zusammenhang mit der Tätigkeit Klimeks als Verantwortlicher der Galaxis-Gruppe stünden. Wörtlich: „Die Strafkammer hält ihn für dringend verdächtig, Lieferanten und Banken um erhebliche Geldbeträge betrogen zu haben.“ Klimek ist auch Hauptgesellschafter des Handball-Bundesligisten HSV Hamburg. Er soll heute, Montag, 06.12.2004, dem Haftrichter vorgeführt werden. Anschließend erwartet ihn die Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Lauerhof. Bereits seit mehr als vier Jahren laufen Ermittlungen gegen die Galaxis-Gruppe. Die Hamburger Morgenpost berichtete, dass den Galaxis-Chef bis zu vier Jahren Haft erwarten. Interessant: Manches dauert in Deutschland lange, aber dann greift der Arm des Staates durch. Dabei sei hier an dieser Stelle auf die vielen Betrügereien im Hinblick auf das Thema Zoll bei Sat- und Digital-Receivern hingewiesen. Dieses Thema schwelt auch schon seit Jahren im Gebüsch, und manch ein Betroffener glaubt wohl immer noch, dass er ungeschoren aus der Zollbetrugsklamotte rauskommt. Das ist mitnichten so. Wie im Fall Klimek, Galaxis und Co. dauert eben manches einige Jahre länger, als man sich eigentlich vorstellen kann.
     
  9. BluBlu

    BluBlu Neuling

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    Deutschland
    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    www.abendblatt.de Hamburger Abendblatt vom 06.12.04:



    Prozeßbeginn für März geplant

    Lübeck/Hamburg - Winfried M. Klimek ist ein leidenschaftlicher Schachspieler. Strategisch denken, den nächsten Zug des Kontrahenten vorausahnen - mit diesen Gaben hat es der Lübecker Geschäftsmann ziemlich weit gebracht. Einzelhandelskaufmann gelernt, später BWL-Studium, mit 26 Jahren selbständig gemacht, ein Unternehmen auf- und zu einem Marktführer im Bereich der Unterhaltungselektronik ausgebaut, nebenbei noch ein paar Sportvereine groß gemacht. Doch nun hat sich Klimek offenbar matt gesetzt. Am Freitag nachmittag nahm die Polizei den 51jährigen in den Geschäftsräumen seiner Firma Galaxis Technology AG (TV- und Satellitentechnik) fest (das Abendblatt berichtete), ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

    Laut Oberstaatsanwalt Werner Spohr lautet der Vorwurf auf besonders schweren Betrug in sechs Fällen sowie Untreue. Zur Aufbesserung seiner Kreditwürdigkeit soll Klimek Banken gefälschte Dokumente vorgelegt haben, zudem habe er einen Lieferanten um mehr als fünf Millionen Euro geschädigt und so in die Insolvenz getrieben. Fluchtgefahr bestehe, weil Klimek über eine Vielzahl von Kontakten - und womöglich auch Konten - im Ausland verfügen soll. Erst Anfang des Jahres hatte er die Galaxis-Gruppe (Umsatz 2003: etwa 40 Millionen Dollar) an den US-amerikanisch-indischen Konzern DDI verkauft und dafür 6,4 Millionen DDI-Aktien erhalten. Weitere drei Millionen Anteilsscheine wurden von Galaxis an eine Gläubigerbank verpfändet. Gerüchten zufolge dürfte Klimek sein Aktienpaket ab nächsten Monat veräußern. Möglicher Erlös: etwa 60 Millionen Euro.

    Auch zwei Geschäftspartner Klimeks sind ins Visier geraten. Namen wollte die Staatsanwaltschaft aber nicht nennen, solange die Anklagen noch nicht zugestellt seien. Die Omni Sport GmbH & Co. KG, wirtschaftlicher Träger der HSV-Handballer, dessen geschäftsführender Gesellschafter Klimek ist, war nicht Teil der seit 2000 andauernden Ermittlungen. Der Prozeß soll im März beginnen. Klimeks Anwalt Wolfgang Kubicki, Vorsitzender des FDP-Fraktion Schleswig-Holstein, will heute Haftprüfung beatragen.

    Auf die Verlesung der Anklage im Lübecker Landgericht reagierte Klimek am Freitag so, wie er meist reagiert, wenn man ihn mit Vorwürfen konfrontiert: den Kopf schüttelnd, aber äußerlich gelassen. Dieser Mann, so hat es stets den Anschein, hat sich nichts vorzuwerfen. Aber wenn es andere tun, kann es passieren, daß Winfried Klimek sogar aufbrausend wird. Fehler? Waren für ihn immer die Fehler der Andersdenkenden. Alles Neider, Mißgunst, Intrige.

    Vor zweieinhalb Jahren hatte Klimek seine kühne Idee umgesetzt, den Bundesliga-Handball aus der Schwartauer Provinz nach Hamburg zu verpflanzen. Seitdem wollte ihm nicht mehr viel gelingen. Unter Klimeks Ägide wurden in 30 Monaten zwei Geschäftsführer, zwei Manager und ein Trainer verschlissen. Bob Hanning, der jetzige Coach, blieb Klimeks einzige glückliche Personalentscheidung von Belang. Die Zahlungsmoral bei Gehältern und Rechnungen indes blieb mangelhaft. Kein Wunder: Stars wie die Gille-Brüder und Torhüter Tomas Svensson wurden für viel Geld verpflichtet, teure Verträge mit Dienstleistern geschlossen und unqualifiziertes Personal angestellt.

    Folge des Mißmanagements: Die Omni Sport hat einen Schuldenberg von mutmaßlich gut zwei Millionen Euro aufgehäuft, trotz sportlicher Erfolge geriet der Verein in Verruf. Schließlich schien auch der Patron begriffen zu haben, daß er für seinen Klub zu einem Problem geworden ist. Ende September verkündete Klimek seinen vollständigen Rückzug. Doch in dem Entwurf eines neuen Vertrages ließ er sich als Hauptgesellschafter bestätigen. Es könnte bis auf weiteres sein letzter Schachzug gewesen sein. (Ulf B. Christen/Achim Leoni) erschienen am 6. Dezember 2004 in Sport
     
  10. SchwarzerLord

    SchwarzerLord Wasserfall

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    AW: Betrugsverdacht: Galaxis-Chef festgenommen

    Naja, die Firma geht nun wirklich den Bach runter.
     

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