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Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von mittelhessen, 21. Dezember 2006.

  1. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
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    Mir ist aufgefallen, dass sich hier:

    http://www.multimedial24.de/shop/P_5290.htm

    die vergoldeten Stecker offensichtlich (laut Angabe) positiv auf die Abschirmung auswirken. Ich frage ich wo da der Zusammenhang sein soll. Gold leitet meines Wissens nicht unbedingt besser als Kupfer, sondern bietet nur bessere Korrosionsbeständigkeit. Ausserdem sind ja nur die Stecker vergoldet und nicht das gesamte Kabel. Dass sich eine bessere Schirmung (CU-Geflecht: 128x0,12 statt 64x0,12) auf das Schirmungsmaß auswirkt leuchtet mir ein. Dann können aus den angegebenen 90 dB auch gerne 100 dB werden, aber warum verbessert es sich dann bei den besseren Kabeln (128x0,12) nicht nochmals um 10 dB mit den vergoldeten Steckern? ;-)

    Ich hoffe hier die richtige Wahl getroffen zu haben, zu den Kabel mit 128x0,12 mm CU-Abschirmung und OHNE vergoldete Stecker gegriffen zu haben.
     
  2. Gorcon

    Gorcon Kanzler Mitarbeiter

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    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    Ob Gold oder nicht, die Abschirmung wird dabei nicht viel besser.
    Weit gefehlt, Gold ist der beste elktrische Leiter und das deutlich besser wie Kuper.
    Goldene Stecker haben den Vorteil das die Übergangswiderstände geringer sind u.a. auch deswegen weil Gold nicht oxidiert. Der Preis dürfte wegen einer Vergoldung übrignes nicht höher sein wie bei einer Vercromung (letztere ist aufwändigger in der Herstellung)
     
  3. marc1974

    marc1974 Junior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    116
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    Zur spezifischen Leitfähigkeit verschiedener Metalle:
    http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0201116.htm
    Silber: 62,5 m/(Ohm*mm*mm)
    Kupfer: 56,2 m/(Ohm*mm*mm)
    Gold: 43,5 m/(Ohm*mm*mm)
    Gold leitet also schlechter, Silber besser als Kupfer.
     
  4. Gorcon

    Gorcon Kanzler Mitarbeiter

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    107.352
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    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    :eek: Da lag ich ja voll daneben:rolleyes:
    Ich war immer der Meinung Gold wurde besser leiten weswegen man Bonddrähte für Chips auch meist aus Gold macht.

    Gruß Gorcon
     
  5. josquin

    josquin Senior Member

    Registriert seit:
    5. Dezember 2004
    Beiträge:
    450
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    Ganz interssant ist dieser Link zum Thema Hifi-Esoterik/Verbindungskabel.

    M.W. macht man die deswegen aus Gold, weil Gold sich sehr leicht zu extrem dünnen Drähten verarbeiten läßt. Und wenn du mal siehst, was in einem 300A-Thyristor für Bonding-Drähte drin sind (nicht aus Gold), dann kriegst du die Krise. Das hat Klingeldraht-Stärke, ehrlich. Davon allerdings 2-3. Bitte frag mich jetzt nicht, warum die nicht durchschmelzen, ich weiß es nicht.
     
  6. usul

    usul Institution

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    15.713
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    Pscht, nicht so laut. Sonst kommt demnächst jemand auf die Idee die neusten supertollen (und entsprechend teuren) HiFi Kabel mit Silbersteckern zu bestücken.
    Dann können die HiFi Fans demnächt einmal wöchentlich ihr Stecker putzen. Natürlich mit der speziellen HiFi Silberpolitur zu 99,95EUR pro 5er Pack (Spezialpolitur für bessere Bässe) Putztücher. ;-)


    BTW: Der Übergangswiederstand an den Steckern ist doch volkommen nebensächlich. Selbst mit nem rostigen Nagel als Kontakt habe ich keinen hörbaren Pegelverlust. Da gibts doch zig andere Sachen die den Pegel mehr beeinflussen als die Kontakte.
    Schon alleine wenn man am Receiver die Lautstärkeregelung benutzt dämpft man da mehr als ein Billigkabel jemals könnte.
    Und bei der Antennenleitung ist es nun doch absolut egal. Dann lieber die Antennendose Weglassen wenn man unbedingt den Pegel braucht.

    cu
    usul
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Dezember 2006
  7. satans

    satans Junior Member

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    7. Dezember 2006
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    Odenwald
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    @usul >Schon alleine wenn man am Receiver die Lautstärkeregelung benutzt dämpft man da mehr als ein Billigkabel jemals könnte<


    wie meinst das genau, was "dämpft" man ausser der Lautstärke ?
     
  8. usul

    usul Institution

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    29. November 2004
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    15.713
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    Ich meine hier als Beispiel ein Audio Chinch Kabel (Wird ja auch gern mit vergoldeten Steckern zu Mondpreisen verkauft).
    Wenn das Gold (und das superdicke Kabel) nur dafür da ist den Ohmschen Wiederstand zu verringern ist es vollkomener Blödsinn.
    Denn ein höherer Ohmscher Wiederstand bewirkt nur eine Verringerung des Pegels (Also bei Audiokabeln "Der Lautstärke").
    Aber dieser Pegelverlust (Also diese Lautstärkeveringerung) ist selbst bei Billigkabeln so gering das er gegenüber einer etwas abgesenkten Lautstärke mithlife der Receiverlautstärkeregelung (Dort wird auch nur einfach der Pegel verringert) nicht ins Gewicht fällt.
    Sogesehen ist bei Audiokabeln das Argument das die vergoldeten Stecker ja wichtig sind weil sie nicht korredieren und somit einen besseren Kontakt bieten eigentlich schon überflüssig.
    Und bei Leitungen die Digitaldaten übertragen (Sat Kabel für Digitalempfang, Digitale Audioleitungen) ist ein kleiner Pegelverlust eh unwichtig (Verändert die Nutzdaten nicht im gerringsten).


    Ich lasse mich natürlich gerne korregieren wenn ich hier einen Denkfehler drinhabe.

    cu
    usul
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Board Ikone

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    Beiträge:
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    Mitten im Hegau
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    ... ja du hast, und deswegen korregiere ich.
    "Sat Kabel für Digitalempfang": hier wird analoge Hochfrequenz übertragen, auf die digitale Daten moduliert sind. Deswegen muß mit dem Signal ordentlich umgegangen werden. Zwar korregiert die Fehlerkorrektur eine Menge, aber ist ja eigentlich für die Schlechtwetterreserve da.
    "Digitale Audioleitungen": Hier sind auch nur die Daten digital. Wer schon einmal was von Fourieranalyse oder von Augendiagrammen gehört hat weiß, daß das was da übertragen wird alles andere als "Einsen und Nullen" sind, sondern ein mehr oder weniger absichtlich verschliffener "Brei" (das was an der SPDIF-Buchse anliegt ist übrigens auch moduliert...).
    Und nun zu den "High-End-Kabeln". Ich habe die 30 auch schon etwas längere Zeit überschritten, und meine Tochter hat sicherlich auch nicht zur Verbesserung meines Hörsinns beigetragen, aber es gab Zeiten da habe ich tatsächlich (obwohl ich es vorher auch immer für Unfug gehalten habe) den Unterschied zwischen verschiedenen Kabeln gehört. Kurze Zusammenfassung: Ein 4mm²-Lautsprecherkabel hört sich tatsächlich besser an als eine dünne Litze (die Musik klingt "klarer" und "satter". Gold habe ich da nicht). Gescheite Cinch-Kabel kann man auch hören (ich benutze RG58 mit selbst aufgesetzten vergoldeten Steckern von Reichelt...). Koaxkabel hat bei mir 90dB Schirmungsmaß (das reicht!) und ordentlich aufgesetzte Stecker (meine Crimpstecker sind übrigens aus Alu).
    Provokative Frage: was nützt ein vergoldeter F-Stecker, wenn man ihn nicht richtig aufsetzen kann?

    Klaus
     
  10. usul

    usul Institution

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    Beiträge:
    15.713
    AW: Bessere Abschirmung durch vergoldete Stecker?

    Da sind wir einer Meinung. Aber ich behaupte das diese MINIMALE Verbesserung des Signals dieser supertollen (Und Schweineteuren) Kabel zu gering ist (gegenüber herkömmlichen Markenkabel) um überhaupt bemerkt zu werden.
    Nicht vergessen, die üblichen Markenkabel sind ja keine aus alten Coladosen zusammengerollten Provesorien. Die machen das ja auch schon ordentlich.

    Nun gut, bei Gewitter fällt das Bild halt 0,001 Sekunden später aus. Brauchts dafür Goldstecker und 50 Abschirmungsschichten?

    Und um vieviel mehr wird die Signalquallität durch zusätzliche Verbindungen, die Quallität der Antennendose, die Quallität des Multischalters, die Quallität des Receivertuners und die Empfindlichkeit des LNBs beeinflußt?


    Oder anderst gefragt, was bringt so ein Kabel in einer REALEN Anlage wirklich.

    BTW: Ich hänge an ca. 40 Metern Antennenkabel welches ich vor 15 Jahren verlegt habe. Meine BittErrorRate ist IMMER "0". Wenns richtig Gewittert ist das Bild weg, da würden mir Goldstecker auch nichts mehr helfen. Denn auch die können kein Signal herzaubern wo vom LNB nichts kommt.


    Natürlich werden digitale Daten über Kupfer moduliert analog übertragen.
    Bloß die Datenrate ist ja sowas von einem Witz. Was brauchts da spezielle Kabel?
    Schau die mal ein USB Kabel oder ein Netzwerkkabel an und überlege was es dort für eine Datenrate gibt.
    Und da brauche ich für digitales Audio Kabel für >10EUR für 2 Meter?

    BTW: Ethernet mach 100MBit/s über eine billige Doppelader (Ohne Abschirmung) über 100 Meter. Und das ohne das auch nur ein Bit kippt *). Was hat Digitalton maximal, 800kB/s? Über 2 Meter? Und dafür soll es Zauberkabel brauchen?
    Ich kann einfach nicht glauben das die Firmen die diese Schnittstelle entwickelt haben so inkompetent gewesen sein sollen indem sie für digital Audio ein Modulationsverfahren gewählt haben das dermasssen Epfindlich ist das selbst bei diesen kurzen Strecken und diesen lächerlich geringen Datenraten EXTREM gutes Kabel notwendig ist.

    cu
    usul

    *) Netzwerkkarten können glücklicherweise anzeigen wieviel Pakete sie verlieren oder wieviele auf dem Weg kaputtgegangen sind. Wäre das nicht so gäbe es evtl. auch Netzwerkkabel zu 120EUR/Meter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2006

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