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BEMFV und SKYDSL2+

Dieses Thema im Forum "Internet über Sat, Kabel, Mobilfunk und Festnetz" wurde erstellt von SATSPYSWORLD, 23. August 2011.

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  1. SATSPYSWORLD

    SATSPYSWORLD Neuling

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    Hallo liebe Forumsgeneinde,
    meine Problematik berührt sowohl technische, als auch juristische Fragestellungen.....:

    Als Funkamateur möchte ich gerne eine fernbedienbare Amateurfunkstation aufbauen. Das nötige Gebäude und Gelände sind vorhanden. Schwierig ist jedoch die Anbindung ans Internet, denn am Standort befindet man sich sozusagen "auf dem Berg der Ahnungslosen", sprich trotz guter HF-Lage funktioniert dort kein GSM, LTE ist auch auf längere Sicht nicht verfügbar :mad:.

    Somit habe ich mich für eine bidirektionale SKYDSL2+ Lösung entschieden, da diese auch die nötige up-/download performance besitzt. Gesagt, getan, Anlage bestellt, Lieferung des Equipments kam innerhalb ein paar Tagen ohne Probleme.

    Da ich technisch nicht so ganz unbedarft bin, hat mich zunächst einmal das LNB interessiert. Im Gegensatz zu einem "normalen" SAT-LNB ist dieses viel größer und wiegt knapp 3 Kilo. Der Kühlkörper ist vergleichsweise riesig, ähnlich groß wie bei einem leistungsstarken Kurzwellen Transceiver. Die Beschreibung der Technik war, wie nicht anders zu erwarten, ungefähr gegen Null. Eine kurze Recherche im Netz erbrachte recht schnell Erfolg, denn das ViaCom LNB hat bei 15 GHZ (KA-Band) eine Sendeleistung von 3 Watt Hochfrequenz. Diese Leistung scheint zunächst mal recht gering, nimmt man aber die Verstäkung der Schüssel mit rund 30dB gegenüber Dipol hinzu, so werden hieraus schnell mal 3 Kilowatt abgestrahlte Hochfrequenz. Nun gibt es in Deutschland die sogenannte BEMFV, die die notwendigen Rechtsgrundlagen bezüglich Strahlungsleistungen für Sendeanlagen regelt. Normalerweise sind Anlagen mit mehr als 10 Watt EIRP durch die BNetzA genehmigungs- und meldepflichtig. Nun hat aber diese Sendeanlage die etwa 300-fache Sendeleistung..... .

    Aber das ist nicht das einzige Problem: Auf dem Grundstück soll auch eine größere Amateurfunkanlage betrieben werden, somit trifft folgende Regel zu:
    §8, (1) Eine ortsfeste Amateurfunkanlage bedarf einer Standortbescheinigung nach § 5, wenn sich am vorgesehenen Standort der Anlage bereits ortsfeste Funkanlagen befinden, auf die die Regelungen des § 4 anzuwenden sind.

    An diesem Punkt scheinen sich nun auch die Geister der Experten zu scheiden auch eine bereits intensive Diskussion mit EMV-Spezialisten brachte bisher keine finale / eindeutige Lösung. Die rechtliche Lage scheint doch komplexer, als man zunächst animmt....

    Auch eine Email an SKYDSL brachte bisher keinen Erfolg, denn man hat bisher gar nicht auf mein Anliegen reagiert. Aus den user-Reaktionen anderer Foren, wo SKYDSL-Kunden zugange sind, scheint es mit mit der Kundenbetreuung bei SKYDSL ohnehin nicht allzuweit her zu sein. Dies ist ärgerlich! Die Möglichkeit Internet auch an entlegenen Orten zu haben ist schon genial, wenn der Kundendienst hier allerdings dem entgegenwirkt, wird man wohl zukünftige Kunden verprellen. Aus den AGB geht auch nicht wirklich hervor, wie es sich mit entsprechenden Genehmigungen verhält. Interessant ist jedenfalls eine Textpassage von SKYDSL, die dem Nutzer verbietet, die technik näher als 500m zu einem Flughafen zu nutzen, so ganz sicher ist man sich wohl bezüglich der abgestrahlten Hochfrequenz dann doch nicht....

    Ich hoffe ja mal, dass sich das DF-Team an meiner einen noch ein bisschen erinnert, schließlich erschien vor einigen Jahren in der DF ein netter Artikel über mich zum Thema SAT-DX....ich bin der "SATSPY".
    Möglicherweise reagiert man bei SKYDSL doch etwas flotter, wenn sich eine einschlägige SAT-Zeitschrift dieser Dinge annimmt.

    Was eine weitere Diskussion hier im Forum angeht, so bitte ich, hier eine sachlich fundierte Diskussion zu führen, alles andere hat wenig Sinn!

    73s es 55s de SATSPYSWORLD, Michael
     
  2. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: BEMFV und SKYDSL2+

    Hallo Michael,
    ohne die rechtlichen Hintergründe zu kennen kann ich aber aus technischer Sicht antworten.
    Die Ka-Band-Anlagen sind garantiert von der Bundesnetzagentur ausreichend "durchleuchtet". Es ist zudem so, daß diese erst senden, wenn sie ein korrektes Signal empfangen, die Antenne also richtig ausgerichtet ist, ansonsten könnte man ja einen falschen Satelliten lahmlegen.
    Das Verbot von 500m zu Flugplätzen hat sicher etwas damit zu tun, das ein Flieger direkt durch die Sendekeule fliegen könnte. Flugzeuge sind während Start und Landung zwar besonders anfällig, sollten das aber verkraften. Um ganz, ganz, ganz sicher zu gehen verbietet man den Einsatz dort halt.
    Eine Amateurfunkanlage kann lokal relativ hohe Feldstärken erzeugen. Es ist somit verständlich, wenn andere Anlagen (z.B. für BOS-Dienste) am gleichen Standort geschützt werden sollen. Wenn aber außer Dir niemand anders in der Nähe entsprechende Anlagen betreibt, kannst du dich höchstens selbst stören. Als Betreiber einer solchen Anlage solltest du natürlich entsprechende Sachkenntnisse haben und auf ordentliche Schirmungen achten. Ich gehe aber nicht davon aus, daß sich bei ordentlicher Installation Amateurfunk und SkyDSL irgendwie beeinflussen (welches Amateur-Band möchtest du denn überhaupt nutzen?).

    Klaus
     
  3. SATSPYSWORLD

    SATSPYSWORLD Neuling

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    AW: BEMFV und SKYDSL2+

    Hallo Klaus,
    zunächst mal tnx für Dein posting;), die Sache ist nicht so ganz einfach.... . Ich habe hierzu mittlerweile auch einige Statements des EMV-Referates des DARC, die ich hier aber vorerst nicht preisgeben werde, solange die Sache nicht final geklärt ist. Von SKYDSL habe ich bis heute keine Antwort zu der Thematik bekommen...,allerdings habe ich mich auch mittlerweile auch an Eutelsat gewandt, hier habe ich recht schnell Antwort bekommen, allerdings sind auch deren Auskünfte etwas irreführend...man spricht hier von 50dBW, was 100KW ERP entsprechen würde. Man hat mir aber zugesichert, dass ich demnächst ein entsprechendes Schreiben bezüglich des Anliegens bekommen werde, da bin ich mal gespannt:D.
    Was die Installtion angeht, so habe ich schon einige drehbare SAT-Schüsseln montiert, gleiches gilt für entsprchendes AFU-Equipment - so ganz unbedarft bin ich da nicht, sonst hätte ich mich bezüglich des Problems micht nicht gerührt.
    Was die AFU-Nutzung an dem Standort angeht, ist an eine Nutzung so ziemlich aller Bänder zwischen 160m und 3cm gedacht :D.

    73s de Michael
     
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