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Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von Millex, 3. Juni 2014.

  1. Millex

    Millex Silber Member

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    Hallo,

    ich suche immer noch nach der effektivsten DVB-T-Antenne und da bin ich gestern auf die "Batwing-Antenne" gestoßen. Die wurde früher oft von kommerziellen Sendern eingesetzt, sie ist sehr breitbandig und soll das gesamten UHF-Band abdecken können.
    Hat hier schon mal einer so eine "Batwing-Antenne" für DVB-T (UHF) gebaut? Leider fehlen mir zur Dimensionierung einige Daten. In meinen Antennenbuch sind nur die Breite und die Höhe angegeben, aber wie breit der Schlitz in der Mitte bei einer Eingangsimpedanz von 75 Ohm sein soll haben die vergessen dran zu schreiben...

    Gruß Millex
     
  2. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Eine Batwing-Antenne ist eine ideale Senderantenne, weil damit der grösste Teil der Sendeleistung über die Schlitze abgegeben wird. Sie kann somit als Sendeantenne viel mehr Leistung abgeben als eine gleich grosse Butterfly-Antenne und ist dabei auch noch wesentlich leichter.

    Als Empfangsantenne bringen sie Schlitze aber imho wenig bis garnichts. Heisst sie verhält sich beinahe so wie eine normale Butterfly-Antenne ohne Schlitze.
     
  3. Millex

    Millex Silber Member

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Die "ideale" Sendeantenne war sie als Rundstrahler für Horizontal weil man die ohne große Probleme im 90° Winkel anordnen und mehrere dieser Antennen zu einer Superturnstile-Antenne stocken kann. Das habe ich aber eigentlich nicht vor. Ich will nur eine einfache flache Antenne, für Vertikal, die ich direkt am Giebel auf den Dachboden aufhängen kann. Im Moment hängt da ein Ganzwellen-Schmetterlingsdipol in Skelettbauform. Der geht auch schon gut, aber wie das so ist, man will immer was besseres...

    Eine gute Sendeantenne ist eigentlich immer auch eine gute Empfangsantenne. Grade bei DVB-T, wo die Reflektionen, die früher bei analog die Geisterbilder erzeugten, keine Rolle mehr spielen wäre so eine Antenne, die mit 5 dBi angegeben ist ideal.

    Ich habe gestern mal intensiver gesucht und bin bei einen Amateurfunker fündig geworden der so eine Antenne für 70cm getestet hat. Die habe ich gleich mal umgerechnet. Wenn ich am Wochenende etwas Zeit habe wird die aus Kupferdraht zusammengelötet...
     
  4. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Ein einfacher Rundstrahler taugt aber nur für den Vertikalbetrieb.

    Horizontal würde der grösste Teil nach oben verschwendet und noch schlimmer ebenfalls nach unten, wo er für hässliche Reflektionen sorgen würde. Nur ein Teil würde an den Seiten und nach vorne weggehen.

    Erst durch das stocken bekommt man da eine sinnvolle Charakteristik rein.

    Viel mehr geht dann nicht mehr, wenn die Antenne flach sein muss.

    Das einzige was für einfallen würde: Man mehrere solcher Dinger bauen, optimiert für jeden Kanal den du empfangen willst, und diese dann ineinanderlegen.

    Allerdings brauchst du dann eine "Antennenweiche" um diese Einzelantennen zusammenzuschalten. Diese sollte natürlich verlustarm sein und die Impedanz auf so grob 75 Ohm anpassen. Bei einer reinen Empfangsantenne ist zwar die Impedanzanpassung nicht so wichtig wie bei einer Sendeantenne, grob sollte sie aber schon stimmen.

    Ich würde eher folgende Baumethode wählen:

    1) Ein entsprechend grosses Stück Vollpappe (keine Wellpappe) suchen, und darauf Alufolie aufkleben.

    2) Mit einem scharfen Teppichmesser die gewünschte Form ausschneiden

    3) Die Papprückseite mit mit Klarlack wetterfest machen
     
  5. DO4NC

    DO4NC Silber Member

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Ich habe mir in den Achtzigern eine gebaut, um RTL auf K36 rauschfrei zu empfangen. Das Ergebnis war enttäuschend und die Arbeit nicht wert. Mein Tip: Spar's dir.
     
  6. Millex

    Millex Silber Member

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Drum ist das dann halt kein "einfacher" Rundstrahler. Diese Bauform, die ich da meinte, wird heute noch bei fast allen UKW-Rundfunksendern eingesetzt, und die senden nicht vertikal.
    Durch das Stocken wird die Abstrahlung flacher und damit steigt der Gewinn. Als Rundstrahler würde es aber auch schon gehen wenn man nur zwei solcher Dipole um 90° versetzt anordnet.
    Ich brauche nicht "viel" mehr, ein bißchen reicht mir schon...
    Wie das bei der Bauform gehen soll verstehe ich in dem Zusammenhang nicht.
    Das habe ich bei dem Schmetterlingsdipol gemacht um die optimale Größe zu bestimmen. Für Dauereinsatz ist das weniger geeignet, wenn man die Antenne hinhängt fängt die Pappe irgendwann immer an sich zu verbiegen. Der Ausdehnungskoeffizient von Pappe ist wohl nicht identisch mit dem von Alufolie...

    @DO4NC
    Ich habe das jetzt schon auf ein Stück Papier aufgemalt, das zurecht biegen und zusammen löten dauert bei mir keine Stunde. So groß ist die Mühe also nicht...
    Ich weiß nur noch nicht wie ich da das Antennenkabel lang lege. Nach unten über die eine Dipolhälfte oder nach vorn/hinten? Zur Seite wäre dann auch noch eine Möglichkeit aber dann hängt es halb in dem Schlitz. Die meisten Seiten die ich im Internet gefunden habe beschränken sich auf Bilder von Simulationsprogrammen, da sind zwar die Speisepunkte angegeben, aber nicht wo man das Kabel lang legen kann...
     
  7. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    Immerhin haben diese Dipole noch einen Reflektor dahinter.

    Aber solche Antennen kommen imho nur bei grösseren FM-Standorten zum Einsatz, wo dann meist auf 3-6 Sektoren dann 3-6 Antennenreihen gestockt werden. Sind dann schon 15-30 einzelne Dipole. Somit erreicht man dann doch wieder eine Charakteristik.

    Bei kleineren Standorten verwendet man eher Yagis, die neben dem Dipol noch zwei oder drei Direktoren haben, um eine schärfere Charakteristik zu erreichen.


    Ich meinte normale Schmetterlingsdipole. Da kann man die Dipole einfach aufeinander, bzw. inneinander legen.

    a) massive Ausführung
    [​IMG]
    Einfach die einzelnen Schmetterlingsdipole mit etwas isolierender Pappe aufeinanderlegen

    b) skelletierte Ausführung
    [​IMG]
    Da ist es noch einfacher, weil man die einzelnen Dipole schön ineinander legen kann


    Notfalls müsste man die Antenne dann an allen vier Ecken festschrauben.

    Oder Ideallösung wäre natürlich das Ding mit einer Laserstanze aus festem Blech stanzen zu lassen.
     
  8. Millex

    Millex Silber Member

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    [​IMG]
    Wo siehst du hier Reflektoren dahinter?
    Nicht alles was man machen kann ist HF-Technisch sinnvoll. Was du hier vorschlägst würde ich als Unsinnig bezeichnen. So ein Schmetterlingsdipol ist im Gegensatz zu einer Doppelquad schon alleine breitbandig, der deckt ohne zusätzliche Sachen problemlos den halben UHF-Bereich ab. Die Strahler in so einen geringen Abstand hintereinander zu stapeln bringt dazu überhaupt nichts, die würden sich nur gegenseitig Abschirmen. Dazu kommt immer noch die Frage wie du die da anschießen willst.

    Für einen Schmetterlingsdipol braucht man keine "Laserstanze" die zwei Dreiecke kann man auch mit der Blechschere aus dem Blech ausschneiden...
     
  9. KlausAmSee

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Diese Anordnung würde ich als seltenen Sonderfall ansehen (UKW allein an der Mastspitze ist selten genug). Ich persönlich kenne auch nur Antennen mit Reflektor rings um den Mast angeordnet.
     
  10. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: Batwing-Antenne für DVB-T (UHF)

    Die Elemente einer Superturnstile-Antenne sind im Prinzip eher eine Mischung aus einezelnen Dipolen und Butterfly-Elementen.

    Aber da haben wir dann pro Sektor sieben Dipole pro Element und vier Elemente übereinander, also 28 Dipole pro Sektor. Da ergibt sich dann schon daraus eine relativ flacher Charakteristik.

    Bei der massiven Ausführung wäre es natürlich ein Problem, wobei man testen müsste wie arg die Abschirmwirkung wäre. Aber bei der skelletierten Ausführung wären die einzelnen Elemente ja ineinander liegen.

    Vorallem bei vier Elementen wären die Zusammenführung recht einfach, da man dann die einzlenen Elemente nicht mit 75 Ohm sondern mit 300 Ohm abgreifen könnte, und durch eine einfache Zusammenführung dann 75 Ohm das Resultat wäre.

    Stimmt natürlich, aber leider verbiegt sich Blech durch das Schneiden einer Blechschere etwas, was optisch nicht so schön ist. Und ab einer gewissen Dicke wirds dann auch schwierig da Blech überhaupt von Hand zu schneiden.
     

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