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Ausbaupläne Kabel

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von Holger, 1. Juli 2001.

  1. Holger

    Holger Senior Member

    Registriert seit:
    14. Januar 2001
    Beiträge:
    364
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    Hessen
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    BERLIN. Im ersten Schritt werde Liberty das Kabel mit neuer Software auf eine Bandbreite von 500 MHz aufrüsten und dabei einen Rückkanal schaffen. Das bisherige TV-Angebot soll so vergrößert werden. Außerdem will Bennett breitbandige Internet-Zugänge anbieten.
    Damit unterscheiden sich Libertys Pläne deutlich von dem ehrgeizigeren Ausbauprogramm der Callahan-Gruppe, die in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das Kabel auf 862 MHz ausbauen und Fernsehprogramme, Video auf Bestellung, Internet und Telefonie anbieten will. Dafür muss Callahan an vielen Stellen die alten Kupferkoaxialkabel durch Glasfaser ersetzen, also Teile der Infrastruktur neu bauen. Allein in Nordrhein-Westfalen will Callahan 9 Mrd. DM in den Kabel-Ausbau investieren. Ähnlich geht NTL in Hessen vor. Liberty plant nach Aussage Bennetts jährliche Investitionen von 500 Mill. Euro.

    Liberty und Callahan, beide aus Denver, werden nach der endgültigen Übernahme von zusammen 93 % des Telekom-Kabels die künftig bestimmenden Anbieter von Kabelfernsehen in Deutschland sein, NTL in Hessen kommt auf 7 % Marktanteil.

    Bennett betonte, dass die endgültigen Verträge mit der Telekom noch nicht unterzeichnet seien. Er rechne mit dem Vertragsabschluss in der zweiten Julihälfte. Nach der kartellrechtlichen Prüfung hoffe er auf den Vollzug der Übernahme im November. „Wir wollen so schnell wie möglich mit neuen Angeboten starten“, begründete Bennett die anfängliche Beschränkung auf 500 MHz. Nach und nach werde Liberty das Kabel ebenfalls bis 862 MHz ausbauen. „Für uns ist das ein langfristiges Investment“, sagte er. Mit nennenswerten Gewinnen rechne Liberty in 8 bis 10 Jahren.

    Befürchtungen kleinerer Fernsehsender

    Bennett wandte sich gegen Befürchtungen kleinerer Fernsehsender, dass es Liberty nur darauf ankomme, einen neuen Abspielkanal für die Filme ihrer US-Beteiligungen zu bekommen. „Wir kommen nicht mit einer großen Tasche voll amerikanischer Inhalte, die wir hier in den Markt kippen“, sagte Bennett. „Wir wollen mit lokalen Partnern und deutschem Management lokale Inhalte entwickeln.“ Es gehe nicht darum, bisherige Programme zu beschneiden, sondern zusätzliche anzubieten. Wie die anderen Liberty-Beteiligungen weltweit werde auch das deutsche Kabelgeschäft sehr selbstständig arbeiten.

    Liberty Media ist eine reine Holdinggesellschaft mit etwa 40 Mitarbeitern. Sie hält weltweit Beteiligungen an Medien-, Kabel-, Satelliten- und Telekommunikationsunternehmen. An AOL-Time Warner, Murdochs News Corp. oder Discovery Channel hält sie größere Minderheitspositionen. „Wenn es Sinn macht, arbeiten einzelne Unternehmen zusammen, aber jedes Unternehmen entscheidet darüber selbst“, so Bennett. Die von John Malone gegründete Holding Liberty Media gehört zu AT&T, seit Malone den US-Kabelnetzbetreiber TCI an den Telekomriesen verkaufte. Am 10. August will AT&T Liberty als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen abspalten.

    In Deutschland muss Liberty zunächst das Problem lösen, dass die letzten Meter Kabel zumeist von kleinen Kabelgesellschaften betrieben werden. Von zehn Millionen Haushalten hat Liberty daher nur 3,5 Millionen direkt angeschlossen. Zusammenarbeiten will Bennett auf jeden Fall mit der us-niederländischen UPC, die in Deutschland die Kabelunternehmen TSS und Primacom kontrolliert und demnächst Teile von Telecolumbus übernimmt. Liberty ist der größte Geldgeber von UPC. Ob die Aktivitäten in Deutschland fusioniert werden, sei völlig offen. Bennett ist optimistisch, auch mit anderen kleineren Kabelnetzbetreibern kooperieren zu können. „Wir brauchen sie, und sie brauchen uns“, meinte er.
     

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