1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

August 2006 - Premiere am Ball (Achtung, fiktives Szenario)

Dieses Thema im Forum "Sky - Programm" wurde erstellt von sven1309, 23. Dezember 2005.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. sven1309

    sven1309 Senior Member

    Registriert seit:
    14. November 2002
    Beiträge:
    191
    Ort:
    Siegen
    Anzeige
    Zum "Träumen" und in die Zukunft gucken, ich habe mich köstlich amüsiert...:cool:
    Quelle: http://dwdl.de/article/news_5887,00.html

    Wir sind im August 2006: Die neue Bundesliga-Saison ist gestartet und Dr. Georg Kofler verfolgt die ersten Spiele - auf seinen eigenen Sendern. Arena? Ein inzwischen wieder vergessener Versuch der Kabelnetzbetreiber, eine kleine Fernsehrevolution herbeizuführen. Ein fiktives Szenario.
    Für Premiere-Chef Dr. Georg Kofler war Weihnachten 2005 kein Vergnügen. Sein Glauben an ein Quasi-Monopol von Premiere im deutschen PayTV-Markt hat ihn die Übertragungsrechte gekostet. Eine neue, bis dato unbekannte Firma, erwarb die Rechte. Ohne Sendelizenz, ohne ausreichende Reichweite und ohne Redaktion. Trotzdem jubelte die Presse: Es sei eine Entscheidung für die Fans, urteilte damals besonders die fachfremde Presse und konnte nur wenig Mitleid mit Premiere empfinden. Sie glaubte den Arena-Machern die Sorglosigkeit und das Versprechen an unglaublich günstige Abo-Angebote. Dass das Unternehmen noch nicht einmal eine Sendelizenz für einen eigenen Sender hat, wurde erst im Nachhinein berichtet.
    Wer beim Zocken alles verloren hat, kann sich damit abfinden - oder mit noch höherem Risiko und größeren Einsatz weiter sein Glück versuchen. Für Premiere-Chef Dr. Georg Kofler und sein Unternehmen, dessen Börsenwert am Tag der Entscheidung um knapp 800 Millionen einbrach, begann die Sinnsuche. So spekulierte die Presse über wilde Varianten. Vom drohenden Aus über radikale Preissenkungen bis zur Neuaufstellung des Programmangebots war alles zu lesen. Kaum wahrgenommen wurden hingegen die leisen Töne am Tag nach der Entscheidung: In München schloß Arena-Geschäftsführer Bernard de Roos bei einer Pressekonferenz Gespräche mit Premiere nicht aus. Was wurde diese Aussage unterschätzt. Sie wurde damals im Dezember allenfalls als Randnotiz wahrgenommen oder gar ganz verdrängt. Im ewigen Kampf zwischen PayTV-Vorreiter Premiere und den mit eigenen Angeboten nachziehenden Kabelnetzbetreiber erwarteten die meisten Beobachter damals Konfrontation statt Kuschelkurs.

    Arena, eine junge Firma mit wenig mehr als gerade erhalteten Fußballrechten, bemühte sich nach Kräften konkrete Fragen nach Details zum geplanten Programmangebot auf das Frühjahr zu verschieben. Stattdessen gab es markige Versprechen, die Sprücheklopfer Kofler beinahe würdig vertreten hätten. Man wolle die Bundesliga "wieder erschwinglich machen", hieß es damals von Arena-Chef Bernard de Roos. Das Motto sei: "Fußball für alle". Konkret konnte de Roos nicht werden. Nicht einmal eine Einigung über die Zusammenarbeit zwischen Arena und Kabel Deutschland war getroffen, obwohl im Vorfeld fast wie selbstverständlich berichtet wurde, hinter Arena hätten sich inzwischen alle großen Kabelnetzbetreiber versammelt. Es folgten Wochen der Pleiten, Pech und Pannen für Arena. So richtig funktionieren wollte nichts. Zunächst einmal stand die Frage nach einer Sendelizenz im Raum. Denn: Mit der Vergabe der Bundesligarechte an Arena war eine Konstellation eingetreten, bei der Kabelnetzbetreiber und Inhalteanbieter identisch waren. Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten verlangte eine Prüfung unter dem Gesichtspunkt des Vielfaltsgebotes.
    Die Verhandlungen mit Kabel Deutschland und den Satellitenbetreibern zogen sich in die Länge - die Zeit lief davon. Die Vorhaben von Arena drohten bereits in einem Super-GAU zu enden. Premiere bewarb mit aller Macht die Übertragung der Fußball-WM und ist seit Monaten mit einer kostspieligen Werbekampagne im Bewusstsein der Zuschauer. Arena konnte noch nicht werben, solange die Verbreitung und das Angebot nicht ausformuliert waren. Viel zu spät startete eine Kampagne, die inzwischen nicht mehr nur auf Zustimmung stiess.
    Sportfans, die die Weltmeisterschaft, die Champions League und Formel 1 weiter live und werbefrei verfolgen wollten, stellten plötzlich fest, dass Arena zwar niedrige Preise versprach, sie aber trotzdem teuer zu stehen gekommen wären: Neben dem Premiere-Abo hätten sie für die Bundesliga einen zweiten Vertrag mit Arena abschliessen müssen. Billiger als bisher - wie im Dezember noch erhofft - wäre der Sportfan also doch nicht weggekommen.
    Premiere-Chef Dr. Georg Kofler beobachtete das Geschehen erstaunlich still. Entgegen der Erwartung vieler Beobachter hatte er nach der Niederlage im vergangenen Dezember nicht vorschnell gehandelt. Er hat sich einmal mehr für das Zocken entschieden. Alles oder nichts - mit Pauken und Trompeten siegen oder verlieren. Keine Preisanpassungen, keine neuen Paketstrukturen, kein Eingeständnis von Fehlern. Er wartete. Kofler registrierte zufrieden, dass viele bisherige Premiere-Abonnenten mit dem Arena-Abo zögerten. Das hatte zwei Gründe: Zum einen lässt Premiere einmal gewonnene Kunden nur ungerne gehen und der gemeine Fernsehzuschauer, der nicht zwei Abos gleichzeitig wollte, schloß kein neues Arena-Abo ab, bevor er bei Premiere raus war - was dauerte. Zum anderen ist Arena immer noch vielen ein unbekanntes Unterfangen: Hunderttausende sollten nach dem Willen von Arena-Chef Bernard de Roos im Vorfeld ein Abo abschließen und dem Unternehmen blind einen Vertrauensvorschuss geben ohne zu wissen, was sie genau bekommen werden. Klappte aber nicht ganz.
    Die DFL wurde nervös. Als im Frühling noch immer zuviele Fragen ungelöst waren und der Verkauf der Abos nur schleppend anlief, begann die Negativpresse über Arena. Das war das Startsignal für Premiere-Chef Dr. Georg Kofler. Lange hatte er still gehalten und alles für diesen Moment riskiert. Kein halbes Jahr nach der vermeintlichen Niederlage präsentiert er sich und Premiere als sicheren Hafen und Retter für die Bundesliga.

    Es wurde Koflers größter Coup: Totgesagt im Dezember des letzten Jahres, konnte er sich die Fußballrechte dank einer besorgten DFL, dem schleppenden Aboverkauf von Arena und tatkräftiger Meinungsmache der Boulevardpresse nun doch noch sichern. Und das nicht nur billiger als ursprünglich im Dezember: Kofler konnte so auch sein Gesicht wahren. Er hatte vor der ursprünglichen Rechtevergabe im Dezember immer wieder spätere FreeTV-Ausstrahlungen gewünscht. Als klar wurde, dass die DFL dieses Risiko nicht eingehen will, war Koflers Stolz aber zu hoch, auf diese Forderung zu verzichten. Ein halbes Jahr später akzeptiert er die frühe "Sportschau" ohne Murren. Wieso? Nun, man verzichte zuliebe der Fußballfans auf diese ehemalige Forderung. Die Hauptsache sei doch, die Bundesliga sei gerettet, so der Tenor aus dem Hause Premiere - gewohnt selbstherrlich, ganz wie vor dem kurzen Gastspiel von Arena und zwischenzeitlich ernster Konkurrenz. Die Bundesliga bleibt also wo sie in den letzten fünfzehn Jahren war. Kofler klopft wieder seine Sprüche und die nächste Preiserhöhung bei Premiere ist nur eine Frage der Zeit.

    Quelle: http://dwdl.de/article/news_5887,00.html
     
  2. solid2000

    solid2000 Lexikon

    Registriert seit:
    28. April 2002
    Beiträge:
    35.858
    Ort:
    Monaco
    Technisches Equipment:
    Dampfmaschine
    AW: August 2006 - Premiere am Ball (Achtung, fiktives Szenario)

    Ja ne is klar. Und im Himmel ist Jahrmarkt. [​IMG]
     
  3. deister7

    deister7 Institution

    Registriert seit:
    11. Oktober 2004
    Beiträge:
    18.862
    Ort:
    Nähe Jena
    Technisches Equipment:
    Technisat Digibox Beta2
    Technotrend S2-3200 mit CI
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen