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Artefakte Pegelabhängig?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von mraalex, 30. Juni 2003.

  1. mraalex

    mraalex Neuling

    Registriert seit:
    30. Juni 2003
    Beiträge:
    1
    Ort:
    Berlin
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    Hallo,
    ich bin von meinem DVB-T Empfänger enttäuscht.
    Ich wollte mein analoges Kabelbild (mit leichtem Wellenrauschen auf einigen Kanälen) durch ein digital sauberes Bild ersetzt.
    Schriften und Logos bei DVB-T sind jedoch von Artefakten umzingelt, die bei homogenen Hintergrundflächen besonders deutlich werden. Das ist von meiner analogqualität meilenweit entfernt.
    Als ich das Gerät zurückbringen wollte, meinte der Verkäufer, ich solle es nochmal mit einer eigenen Antennte versuchen (anstatt Hausantenne). Darauf hin meinte ich das das die Bildqualität nicht verändern würde, da man bei digitalen Signalen entweder ein Bild oder kein Bild hat. Der Verkäufer wiedersprach und meinte der Receiver-Pegel für die Qualität muss zwischen 90 und 100 sein, sonst ist das Bild schlechter.
    Mit der neuen Antenne konnte ich auf einem Kanal einen Pegel von 85 erreichen, was sich jedoch keineswegs in einer Verbesserung der Bildqualität zeigte.

    Stimmt das nun, dass die Qualität eines Bildes mit 100% Qualitäts-Pegel besser ist als ein Bild mit 55%? Ich meine dabei nicht die grossen Blöcke, die bei Übertragungsfehlern auftreten, sondern die Artefakte um Schriften herum?

    Meiner Meinung nach liegt es einfach an der geringen Bitrate, die unter Satelliten Qualität liegt.

    Grüße,
    Alex
     
  2. TV.Berlin

    TV.Berlin Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    5. Januar 2002
    Beiträge:
    7.990
    Ort:
    auf dem Pluto
    Nein es liegt an der Bitrate. Nur wenn das Signal zu schwach wird, hast du Aussetzer (bild friert ein), sonst sind die TV-Sender dafür verantwortlich, wie gut das Bild zu dir kommt. Aber das scheint denen im Moment wohl egal zu sein.
     
  3. Robert Schlabbach

    Robert Schlabbach Talk-König

    Registriert seit:
    12. Juni 2003
    Beiträge:
    6.614
    Ort:
    Berlin
    Das sind eben die Kinderkrankheiten einer neuen Technik - bei der Umstellung von S/W auf Farbe wird es kaum anders gewesen sein.

    Jetzt bekommt man auf MPEG-2 "geschluderte" Programminhalte, die größtenteils in PAL (oder gar NTSC) aufgenommen wurden, und neben den typischen PAL-Farbfehlern bisweilen auch arg verrauscht sind - und dann, offenbar _ohne_ jegliche Vorbearbeitung, MPEG-2 kodiert wurden.

    Das Ergebnis ist dann ein Bild mit dem "Feinsten" von allem - Rauschen, PAL-Farbfehler und MPEG-Artefakte (insbesondere, beim Rauschen), da kommt alles zusammen.

    Aber es kann ja nur besser werden - irgendwann werden die Sendeanstalten schon auf digitale Technik umsteigen, und ihre veralteten MPEG-2 Encoder durch moderneres Gerät ersetzen, das dann auch die "alten Schinken" so vorbehandelt, dass sie in MPEG-2 ordentlich rüberkommen.

    Bis dahin kann man sich eben nur an den aktuellen Produktionen richtig erfreuen, z.B. Naturfilme im 16:9 Format, die kommen richtig schön in erstklassiger Qualität rüber. Wie gesagt: So wie bei S/W->Farbe - da gab es am Anfang auch nicht viel in Farbe zu sehen...
     
  4. Asket

    Asket Senior Member

    Registriert seit:
    29. November 2002
    Beiträge:
    450
    Ort:
    Berlin
    Ja es gibt leider auch 4 Monate nach Regelbetriebseinführung Qualitätsprobleme, welche nicht systembedingt sind (einige Programme beweisen es). Sicher sind die zu DVB-SAT erreichbaren Bitraten systembedingt geringer, aber das muß sich nicht auf die subjektiv wahrnehmbare Bildqualität auswirken.
    1. Es sind einige Programme, welche (immer) noch Probleme haben (z.B. RBB Berlin)
    2. Wie Robert Schlabbach bereits bemerkte, ist das Quellmaterial häufig völlig ungeeignet für die digitale Kodierung. Man beobachtet auf dem gleichen Programm 2 Sendungen nacheinander, wobei eine mit guter Qualität rüberkommt, die andere aber Augenkrebs verursacht.
    3. Die Qualitätsanzeige am Receiver sollte schon über 50% liegen - ist natürlich auch abhängig vom Modell. Mit der DigiPal hab ich auch bei 30% noch ein Superbild, welches dann aber ab und zu ,,wackelt''. Dann kommen aber grobe Klötzchen ins Spiel, das hat mit den Artefakten um die Schrift oder bei Überblendungen nichts zu tun.
    4. Auch DVB-S Nutzern sind Artefakte nix Unbekanntes
    5. Erst wenn man die Videoströme auf dem PC bearbeiten will kommt der Unterschied zwischen analog und digital voll zum tragen. Auch ein Fernseher mit Standbildfunktion macht es deutlich.

    Meine Tips an mraalex:
    Sind wirklich alle Programme (und Sendungen) so miserabel ?
    Wenn ja, welcher Receiver ist im Einsatz ? (testweise einen anderen benutzen)

    DVB-T an sich ist eine für OTTO Normalverbraucher bestechende Technik, leider hapert's noch an der Umsetzung.

    Cheers
     

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