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Arte HD ohne deutsche AC3 Tonspur

Dieses Thema im Forum "ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Co. - alles über Free TV" wurde erstellt von Gorcon, 10. Juli 2015.

  1. EinNutzer

    EinNutzer Gold Member

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    Eben. So manche Konzerte oder anderes sind auch für andere Leute als die "450.001 Arte-Fans" interessant. Und zuweilen läuft ein guter - auch mal relativ neuer - Spielfilm auf Arte. Da ärgert es immens, dass es kein Raumklang mehr gibt. Die niedrige Datenrate der verbliebenen Stereospuren macht es nur noch zusätzlich ärgerlicher.

    192 kBit/s sind viel zu schlecht für Konzerte. Wenn man bedenkt, dass bei HD-MAC der Raumklang-Ton unkomprimiert übertragen werden sollte ... :(


    Doch wieso sollte man heute beim deutschen Arte HD auf eins von beiden, HD oder besseren Ton, verzichten?

    Bei der Verarbeitung der o.g. Aufzeichnung der Addams Family in verrückter Tradition entfernte das Bearbeitungsprogramm 2.049 MB (!) an nutzlosen Fülldaten.

    Die Aufzeichnung ist 87 Min. 20 Sek., also 5.240 Sekunden lang. Im Durchschnitt werden somit 0,39 MB in der Sekunde nutzlosen Datenmülls gesendet. Das entspricht 3,12 MBit/s.

    Wenn man nun drei MP2-Tonspuren auf 320 kBit/s setzten wollte, benötigte man dafür zusammen "nur" 384 kBit/s - sagen wir der Einfachheit halber 0,5 MBit/s - von diesen 3,12 MBit/s.

    Würde man dann noch eine Haupttonspur in Dolby Digital Plus mit einer Datenrate von 1,5 MBit/s hinzufügen wollen, käme man zusammen auf 2,0 MBit/s.

    Unter'm Strich blieben dann noch immer 1,1 MBit/s oder 0,13 MB pro Sekunde für Schwankungen zur Verfügung. Das wäre 1/3 der heute praktizierten Fülldatenrate.


    Bei einer meiner Aufzeichnungen von vor zwei Jahren war es ähnlich: 700 MB Fülldaten bei einer Sendungslänge von 25 Minuten. Der Ton war damals noch 3x 192 kBit/s und 1x 448 kBit/s.

    Im Schnitt lag Arte HD somit rechnerisch bei 3,73 MBit/s oder 0,46 MB/s Fülldatenrate.
     
  2. Thaddäus

    Thaddäus Foren-Gott

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    An Platzmangel kann es nicht liegen - selbst wenn die beiden Regionalfenster des SWR aktiv sind senden auf dem arte HD-Transponder nur 4 Sender. Man könnte da sicher noch einen, wenn nicht sogar 2 weitere 720p-Sender inkl. DD-Tonspur unterbringen und es würde keinerlei Auswirkungen auf die Bildqualität der anderen Sender haben.

    Wobei arte ja nicht der einzige ÖR-Sender ohne Dolby-Tonspur ist. phoenix hat ja auch bis heute keine DD-Spur abbekommen.
     
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  3. EinNutzer

    EinNutzer Gold Member

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    phoenix HD ist derzeit angeblich technisch nicht in der Lage, eine Dolby-Tonspur aufzuschalten. Das war zumindest der Tenor einer Person beim ZDF, die mich kontaktierte, nachdem ich das ZDF bezüglich Arte kontaktiert habe.

    Nachdem die Person mir nämlich mitteilte, dass das ZDF bezüglich der Tonspuren beim deutschen Arte nichts sagen könnte und angeblich auch keinen Einfluss darauf hätte, fragte ich nach der Dolby-Tonspur bei phoenix HD. Nach einer Rückfrage in der Technikabteilung teilte mir die Person mit, dass der zuständige Techniker geschrieben hätte, dass es technisch derzeit nicht möglich sei.

    Suspekt ist es allemal, dieses angebliche technische Hindernis. Ich vermute, dass man auch hier die Dolby-Kodierung gleichsetzt mit der Fähigkeit, Raumklang zu senden. So es denn technisch derzeit unmöglich ist, 5.1 auszustrahlen, so sollte es dennoch problemlos möglich sein, den unkomprimierten Stereo-Ton der Sendeabwicklung bei der Transpondergenerierung in AC-3, besser noch in E-AC3, zu kodieren. Das wäre meiner Meinung nach schon eine gute Verbesserung des Status-quo.

    Übrigens gibt es im Kabelnetz der Deutschen Telekom bei phoenix HD tatsächlich eine Dolby-Digital-Tonspur - keine Ahnung, wo die Telekom die hernimmt. Auf meine Frage im benachbarten Thema
    wusste bisher niemand eine Antwort.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2020
  4. Basic.Master

    Basic.Master Gold Member

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    Den Zuschauerservice bei arte kann man offenbar leider immer noch vergessen, was technische Belange angeht....schade...

    In der Zeit, als arte eine AC-3-Tonspur mit dauerhaftem 5.1 hatte, war diese ja generell ein Upmix. Meinen Infos zufolge konnte man die Sendungen an einer Hand abzählen, die dort in dieser ganzen Zeit tatsächlich jemals in nativem 5.1 gelaufen sind. Daher macht es auch keinen Sinn, da weiterhin in 5.1 zu senden.

    Ärgerlicherweise hat man dann nicht einfach nur das Kanalformat geändert, sondern stattdessen auf 192k MP2 gewechselt, was mit den momentanen Encodern grottig klingt. Selbst 192k AC-3 (2.0) wären da besser gewesen. Ich bin nicht sicher, ob auch für die Transponder ARD-HD1/-HD2 neue Encoder kommen...aber bei den neuen Encodern, die seit 18.02. auf ARD-HD3/-HD4 aktiv sind, klingt der MP2-Ton bei 192k endlich wieder ordentlich. Das würde das Problem dann erstmal lösen, auch wenn 448k AC-3 schöner wären. Und auch die erwähnten Fülldaten wären damit dann passé; die Datenraten der neuen Encoder sind ordentlich, und das sieht man dann im Vergleich auch. Für PHOENIX gilt natürlich das gleiche.

    Für guten (oder zumindest erträglichen Ton) kann man (bei arte) momentan nur auf DVB-T2 ausweichen. Dort ist der Ton AAC (allerdings mit SBR). Macht sowieso Sinn, weil arte seit längerem in FullHD zugeführt wird und die 1080p bei DVB-T2 somit endlich ausgenutzt werden.

    Die erwähnte arte-HD-Variante auf Astra 1 (TNTSAT) hatte übrigens bei allen Tonspuren immer die Kanalbelegung 2.0 gehabt.
     
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  5. Gorcon

    Gorcon Kanzler Premium

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    Das ist richtig, aber auf AC-3 zu verzichten ist ein noch größerer Fehler da man jetzt überhaupt kein Sorroundsignal mehr bekommt. (Das wird fällt bekanntlich bei MP3 der Komprimierung zum Opfer. Wenn ich MP3 Tonspuren über den AV höre muss ich daher immer DS zwingend deaktivieren da das Surroundsignal nur noch verzerrt ist (oder mit etwas Glück ganz fehlt)
     
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  6. snowmanch

    snowmanch Senior Member Premium

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  7. EinNutzer

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    Ehrlich - diese Schlussfolgerung macht keinen Sinn: Es gab Sendungen in Raumklang. Es waren wenige ("an einer Hand abzählen"), doch es gab sie offensichtlich. Jetzt kann man überhaupt keine Raumklangabmischungen mehr senden.

    Falls die Aussage von @Gorcon stimmt, wird sogar ein etwaig vorhandenes Dolby-Surround-Signal (die Kodierung von rudimentärem Raumklang in Stereo, wie sie bis in die 90er Jahre praktiziert wurde) zerstört. Da bei Arte öfters sehr alte Filme laufen, ist es gar nicht mal unwahrscheinlich, dass da auch Dolby-Surround-abgemischte Oldies darunter sind.

    Und wozu macht man das? Weil irgend ein Leitungsfuzzi erkannt hat, dass es diskreten Raumklang über einen gewissen Zeitraum kaum gab und man deshalb technisch wieder in die Steinzeit zurückkehren soll? Was hätte es den Sender gekostet, den Status-quo einfach aufrecht zu erhalten? Oder was hätte es gekostet, "nur" auf den deutschen Standard zu wechseln und selektiv in 2.0 oder 5.1 zu senden, je nach Quelle?

    Vielleicht hätte man nach einem Jahr auch den HD-Kanal einstellen sollen, weil in der Anfangszeit kaum natives HD lief?
     
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  8. EinNutzer

    EinNutzer Gold Member

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    Noch was: Bereits bei der Entwicklung des japanischen analogen HDTVs erkannte man in den 80er Jahren (!), dass der Zuschauer mit zunehmender Bildschirmdiagonale die Richtung, aus der der Ton von Gesprächen zu kommen scheint, nicht mehr konkret der Mitte des Fernsehbildschirms zuordnen kann und dadurch eine Verminderung der Wiedergabequalität vorliegt. Deshalb sah man vor, dass es einen Center-Lautsprecher geben soll, was auch entsprechend in der damaligen analogen Übertragungsform technisch umgesetzt wurde.

    Selbst bei der Entwicklung des europäischen analogen HDTVs, dem HD-MAC-Standard, - ich erwähnte es vor ein paar Beiträgen - gab es die unkomprimierte (!) Übertragung von digital kodierten Raumklangtönen.

    Heute haben wir mit DVB einen Schund, der ausschließlich komprimiertes Bild und Ton ermöglicht - jedoch zumindest in verschiedenen Qualitätsstufen. Und was wählen unsere teuer bezahlten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten als Standard für Produktion und Übertragung? Bevorzugt Stereo und in großem Maße die technisch gesehen untere Liga.

    Ein österreichischer, zur Anfangszeit Nischensender, namentlich ServusTV, war in der Lage, über Jahre eine Dolby-Digital-Plus-Tonspur mitzusenden. DD+ wurde von den Dolby Laboratories speziell für HDTV und Blu-ray/HD-DVD entwickelt, um dem High-Definition auch beim Ton gerecht(er) zu werden.

    Das gab es ja auf dem französischen Arte via Hot Bird bis vor Kurzem noch. Soviel zu Artes Abwendung vom Dolby-Codecs, wie es der Kundendienst einem kritischen Zuschauer weißmachen will!

    Noch heute benutzt man in Frankreich AC-3. Via Hot Bird sind es jetzt leider nur noch 128 kBit.

    Wir sprechen von 256 kBit/s (4x 64 kBit/s), die man einspart, da der Transponder angeblich für andere Sendeanbieter vorgesehen ist?
    Im DVB-T gab (gibt?) es auch die Erfordernis, Bandbreite einzusparen. Dort hat man die AC-3-Tonspur vom Start des DVB-T in Deutschland an nur dann gesendet, wenn die Quelle tatsächlich Raumklang war. Wozu sendet Arte die Audiodeskriptions- und die Originalversionsspur dauerhaft, selbst wenn eins oder beides die meiste Zeit gar nicht vorhanden ist? Durch die Einsparung dieser Spuren hätte man auf der Stelle im Großteil der Sendezeit 384 kBit/s eingespart.

    Durch selektive Aufschaltung wird der kostbare Platz nur dann verbraucht, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Und man verschlechtert so nicht dauerhaft die Tonqualität für alle Zuschauer - in unnötiger Weise!
     
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  9. globalsky

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    Ja, es gab tatsächlich Sendungen mit "echtem" 5.1-Ton. Mir bekannt sind zwei klassische Musikkonzerte, ein Insider meinte, es gab wohl noch einen Spielfilm. Mehr war es aber nicht und das, obwohl man mit dem Start der AC3-Audiospur gleich ganz viel in 5.1-Ton anbieten wollte.
     
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  10. Gorcon

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    Mit DS gabs aber etliche, jetzt gibts keine mehr.