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ARD will Kultur für digitales Zeitalter fit machen

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 26. Februar 2017.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    Die wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung will sich auch die Kultur zunutze machen. Dazu beitragen will auch die ARD als Partner des Deutschen Kulturrats mit neuen Ideen für das digitale Zeitalter.

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  2. Senso

    Senso Silber Member

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    Ein erster vernünftiger Schritt wäre, ARD alpha auch mal endlich in zeitgemässem HD auszustrahlen :rolleyes:
     
    VDR-Freund und Tobys Spielplatz gefällt das.
  3. Jonny84

    Jonny84 Gold Member

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    Solange Kultur irgendwo in der tiefsten Nacht versteckt wird, obwohl man 15 Fernsehsender hat, dann glaube ich nicht, dass denen Kultur "besonders" oder überhaupt irgendwie "am Herzen" liegt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Februar 2017
  4. NFS

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    Trotz der Möglichkeiten sollten die herkömmlichen Kulturformen nicht aufgegeben werden!
     
  5. Monte

    Monte Board Ikone

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    Ich bin ja auch der Meinung, dass manche Kultursendung früher kommen kann. Aber Kulturzeit kommt werktäglich um 19:20 Uhr - das würde ich nicht als ein Versteck in der tiefsten Nacht bezeichnen.
     
  6. Radiowaves

    Radiowaves Junior Member

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    Soso, "Der ARD liegt die Kultur in ihrer ganzen Vielfalt besonders am Herzen". Das sind spannende Neuigkeiten! Deshalb hat die ARD also

    - das Jugendkulturprogramm DT64 im Jahre 1992 zerstört

    - Programme wie MDR Life und MDR Jump geschaffen, als Privatfunk-Kopien bzw. Programme, die als Privatfunk wegen Verstoß gegen inhaltliche Auflagen gar nicht lizensierungsfähig gewesen wären

    - das großartige Kulturprogramm Radio Brandenburg 1997 zugunsten der Lifestyle-Welle Radio Eins zerstört

    - das Welt-Kultur-Programm "Radio Multikulti" vernichtet

    - die kulturell geprägte Phase von MDR Sputnik (2006-2010) wieder beendet und Sputnik wieder zu einem austauschbaren Flachfunker umgebaut

    - das hochwertige Vollprogramm hr1 mit zahlreichen musikkulturellen Perlen zugunsten einer Hausfrauenwelle zerstört

    - das teils durchaus ansprechende Jugendprogramm hr XXL zugunsten einer Privatfunk-Kopie (YouFM) abgeschaltet

    - die Musikkultursendungen auf hr3 ("Der Ball ist rund", "Volkers Kramladen") abgesetzt und die Moderatoren als Ehrenamtler ins Internet (Byte FM) vertrieben

    - dem Kulturprogramm hr2 leistungsstarke UKW-Frequenzen weggenommen zugunsten des Flachdudlers YouFM

    - die wertvollen und wichtigen Sendungen "Weitwinkel" (Bayern 2) und "taktlos" (BR Klassik) aus "finanziellen Gründen" eingestellt

    - die Hörfunkkultur im WDR großflächig vernichten lassen

    - das Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg des SWR vernichtet

    Und deshalb wird der BR sein Kulturprogramm BR Klassik von UKW nehmen und auf den Empfangsbereich abschieben, der nur Minderheiten zugänglich ist, um eine weitere Popwelle auf UKW zu starten (die dritte des BR!), immerhin eine ambitionierte, aber warum hat man dann nicht soviel Arsch in der Hose, einen der beiden bereits auf UKW sendenden Dudler (Bayern 1 oder Bayern 3) zugunsten des neuen Programms zu beenden?


    "Laut Wille hätten Kunst und Kultur die Kraft, Brücken zu bauen."

    Und genau diese Brücken hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den vergangenen 25 Jahren systematisch eingerissen. Zuerst in Ostdeutschland (MDR), danach wie eine ansteckende Krankheit verbreitend in den westlicheren Regionen. Das Ergebnis sieht man im Osten sehr gut: Dumpfheit und Gewalttätigkeit sind das einzige, was dort noch wächst und gedeiht. Da kämpfen Bürger-Verbände inzwischen gegen das regionale Theater, weil es in seinen Aufführungen dem Humanismus und nicht dem Faschismus dienen will, da beenden Theaterleute vorzeitig ihren Vertrag und verlassen die Region, weil sie - als nicht-Deutsche erkennbar - sich nicht mehr in der Öffentlichkeit angreifen lassen wollen. Man hat den nicht-Dumpfen schon Ende 1991 die Stimme genommen, sie sind seitdem in den Schutz der Privatsphäre abgetaucht oder gen Westen abgewandert. Zurück bleibt eine Atmosphäre der Dumpfheit und der öffentlich-rechtliche Soundtrack dazu.


    "Die ARD sehe sich der Herausforderung gegenüber, Kultur im digitalen Zeitalter weiter zu entwickeln und dabei Möglichkeiten wie Virtual Reallity, 360-Grad-Videos, Youtube, Facebook und Co. zu nutzen."

    "Reality" schreibt sich für viele Menschen immer noch mit nur einem "l" und ist real statt virtuell. Ich kenne vor allem in der älteren Generation das dringende Bedürfnis, Kultur weiterhin über die vertrauten Kanäle empfangen zu können und nicht über die neumodische Spielwelt, zu der viele auch im Jahre 2017 noch keinerlei Zugang haben und ihn auch nie erlangen werden. Wenn es mir schon unmöglich ist, mittels telefonischer Anleitung via Druck auf die "Aspekt"-Taste der Fernbedienung die versehentlich irgendwann eingestellten "Eierköpfe" vom Fernseher eines kulturell sehr interessierten Paares (um die 80 Jahre alt) wegzubekommen und die Leute dafür dann den Service holen, mache ich mir keinerlei Hoffnung, daß dort nochmal "moderne Medien" einziehen werden. Und bei den kulturinteressierten Jüngeren (um die 30-40) in meinem Umfeld bemerke ich zunehmend Ablehnung gegen Smartphone, Facebook & Co., weil diese Dinge als Spielzeug kulturloser Menschen in Verruf geraten sind. Mein gesamter engerer Freundeskreis (30 - 43) hat weder Smartphone noch Facebook noch lebt er "online" oder "virtuell".


    "Wir sehen uns als zivilgesellschaftlicher Partner des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks, der unverzichtbar für unser demokratisches Gemeinwesen und den Schutz und die Beförderung unserer einzigartigen kulturellen Vielfalt ist."

    Leiden die unter Merkbefreiung? Etwas weiter oben steht der klare Beleg dafür, wie sehr Kultur den Oberen der ARD verhasst ist und wie sie nichts unversucht lassen, Kultur aus den Programmen zu streichen und zu vernichten. Sehr vieles im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist dermaßen fern von jeglicher Kultur, ja sogar von jeglichen zivilisatorischen Standards, daß es sofort beendet werden müßte. Und ich kann nur zum Radio etwas sagen, die Abgründe beim Fernsehen sind mir unbekannt geblieben, da ich keinen Fernseher besitze.


    "Allerdings stellt er auch klar, dass die ARD ihr Angebot offensiver kommunizieren muss. Dabei spielen ihm zufolge auch Orchester und Chöre eine bedeutende Rolle, die von der ARD genutzt werden."

    Hätte die ARD offener kommunizieren sollen, warum und wie sie die Kultur vernichtet? Nun, das hätte bei mir möglichweise etwas Respekt gegenüber den Kulturzerstörern gebracht, wegen Klarheit und Ehrlichkeit. Aber der Kultur hätte es auch nichts genützt.

    Als zusätzlichen Lesestoff empfehle ich recht aktuell Eine kleine Tagesbegleitmusik | Ausgabe: 2/17 | nmz - neue musikzeitung und etwas älter Reform-Stau | Ausgabe: 9/11 | nmz - neue musikzeitung .
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2017

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