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ARD und ZDF bangen um Olympia-Rechte

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von lagpot, 22. April 2004.

  1. lagpot

    lagpot Gold Member

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    (dpa/mw) - Ein seit 44 Jahren währendes Monopol wackelt, erstmals soll es der Markt richten. Wenn das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Freitag die europäischen Fernsehrechte für die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 und die Sommerspiele 2012 vergibt, könnte die Europäische Rundfunk-Union (EBU) und damit auch ARD und ZDF erstmals leer ausgehen. "Alles ist möglich", sagt IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Das gilt besonders für den hart umkämpften deutschen Markt, wo sich das Privatfernsehen erstmals starke Hoffnungen macht.
    Als Europa-Beauftragter des IOC für Fernsehen wird Bach in Lausanne zusammen mit Präsident Jacques Rogge unter Notar-Aufsicht die Umschläge mit den Angeboten öffnen. Die Bieterfrist endet am heutigen Donnerstag um 17.00 Uhr. Ist ein für das IOC befriedigendes, ganz Europa umfassendes Angebot darunter, könnte das IOC-Exekutivkomitee noch am Freitag eine Entscheidung treffen. Anderenfalls würde der Poker weitergehen.

    Als Maßstäbe für die IOC-Akzeptanz gelten Schlüsselzahlen. Der US-Gigant NBC zahlt für die Rechte 2010 und 2012 zwei Milliarden Dollar oder 30 Prozent mehr als für die Spiele 2006 (Turin) und 2008 (Peking). Turin und Peking sind der EBU 578 Millionen Euro wert. Selbst mit einer 30-Prozent-Steigerung dürfte die IOC-Führung kaum zufrieden sein. Bach sagt: "Ich gehe davon aus, dass der Abschluss mit Europa die sehr deutliche Lücke zu den US-Rechten zumindest teilweise schließt."

    Zugleich argumentiert das IOC mit Mehrwerten und den neuen technischen Möglichkeiten, die eine umfassendere Verwertung der Bilder möglich macht. So haben ARD und ZDF von 3800 produzierten Sendestunden von Olympischen Spielen bisher nur rund zehn Prozent für eigene Übertragungen genutzt. Die digitalen Möglichkeiten bieten die Voraussetzung für ein viel breiteres Angebot. Zudem versteigert das IOC erstmals die Rundfunkrechte extra und dazu in weiteren Paketen die Mobilfunk-Nutzung und die Bildrechte für Video/DVD.

    Rogge hat zum wichtigstes Kriterium die "größtmögliche Verbreitung" der TV-Bilder erhoben. Bach sagt: "Free-TV hat Vorrang. Pay-TV kann als Ergänzung eine Rolle spielen." Der deutsche IOC- Vizepräsident hat in seinen Vorgesprächen festgestellt, dass die Olympischen Spiele "nach wie vor als absoluter Premium-Event wahrgenommen werden". Doch hat die Tatsache, dass das IOC die Europa- Rechte erstmals nach einer öffentlichen Ausschreibung vergibt, nicht nur mit den Vorgaben der EU-Wettbewerbskommission zu tun.

    Das IOC nutzt die Versteigerung auch als willkommenes Instrument, um Konkurrenz zu schüren. Erstmals lässt es nicht nur pan- europäische Bewerbungen zu wie die der EBU; diese gilt für 71 TV- Stationen in 50 Ländern. Bewerben können sich auch Organisationen wie die RTL-Gruppe, einzelne nationale Sender und erstmals auch Rechtehändler wie SportFive und Infront. In dieser Gemengelage hält es Bach nicht für ausgeschlossen, dass das IOC die Rechte Land für Land vergibt und damit die EBU zum ersten Mal überhaupt seit der Vergabe von Fernsehrechten 1960 bei den Rom-Spielen nicht zum Zuge kommt. Das würde die Preise für den deutschen Markt, der in Europa als der lukrativste gilt, in die Höhe treiben.

    Bisher zahlten ARD und ZDF jeweils einen 15- bis 20-prozentigen Anteil an den EBU-Preisen, gemessen an den 578 Millionen Dollar für Turin und Peking sind das bis zu 116 Millionen Dollar. Experten halten eine solche Summe für steigerungsfähig. ProSiebenSat.1 und Pay-Sender Premiere, der auf bis zu 15 Kanälen parallel übertragen will, bieten mit. RTL erwägt ein gemeinsames paneuropäisches Angebot mit SportFive. ARD und ZDF machen dem IOC nur über die EBU ein Angebot.

    Der EBU-Direktor Stefan Kuerten, vormals ZDF-Redakteur, verweist auf ein "klares Konzept", das auch die olympischen Sportarten in den Zwischenjahren berücksichtigt. "Wir können mit unserem Angebot nur den aktuellen Marktwert reflektieren. Wenn eine andere Sendergruppe mit einem überteuerten Preis Olympia als Einzelereignis kaufen will, muss das das IOC entscheiden." Noch deutlicher wird ARD- Sportkoordinator Hagen Boßdorf: "Ich kann mir keinen besseren Partner für die olympischen Sportarten vorstellen." Sollten den Öffentlich- Rechtlichen die Spiele als "Diamant" der Sportberichterstattung verloren gehen, müsse das komplette Sportkonzept von ARD und ZDF überdacht werden. Will heißen: olympische Sportarten hätten es dann zwischen den Spielen noch viel schwerer, ins Bild gesetzt zu werden.


    Jetzt geht den ÖR der ***** auf Grundeis

    mfg
    lagpot
     
  2. digiface

    digiface Foren-Gott

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    Alles halb so wild.

    Egeal wer was kauft, hinterher kommt die Politik und sagt: Janeee net, das muss schon bei ARD und ZDF laufen, und die teueren Übertragungsrechte müssen jetzt alle Käufer für ein Apfel und ein Ei an die ÖR abtreten.
    Das heisst, ARD und ZDF müssen dann ja das wichtigste ( also das Beste ) zeigen ( Grundinformatiomspflicht ( oder so ähnlich ))das heisst, das suchen dann schon die ÖR aus, und das muss dann auch noch billig abgegeben werden, und die anderen dürfen dann den Rest zeigen, das was dann nicht so interessant ist.
    Und die Zeche dürfen die Privaten bezahlen.

    digiface

    <small>[ 22. April 2004, 12:38: Beitrag editiert von: digiface ]</small>
     
  3. bengurion

    bengurion Silber Member

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    Beiträge:
    536
    Ort:
    ...
    Und worüber freust du dich? Auf viele Werbeunterbrechungen während der Wettkämpfe?
     
  4. Blue7

    Blue7 Institution

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    Kabel und Satreceiver
    Naja ich bin ja nicht gerade der ARD Fan, aber dennoch denke ich wären die Olypischen Spiele dort besser aufgehoben.
    Digital auf mehreren Sendern möglich. Bundesweit im Kabel und Werbefrei. Vielleicht noch ein MHP Dienst bis dahin, wenn es MHP bis dort noch gibt oder abgelöst bzw. eingestellt wurde.

    Premiere auf 15 weiteren Kanälen. Wie bitte?
    Neuer Transponder extra. Die Vollbelegung reicht jetzt schon. Und was kostet es dann, auch 15€?
     
  5. whitman

    whitman Wasserfall

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    München
    Die Politik (oder eher der gemeine Politiker) kann nicht einfach was bestimmen. Dazu gibt es Gesetzte sowie deren Verfahrensweise. Weiterhin wird, wenn RTL es kaufen sollte sicherlich nichts gemacht werden.

    Es gibt übrigens schon Regelungen bezüglich Großereignisse im deutschen Fernsehen. Zu lesen ist im Runfunkstaatsvertrag:

    Wie man dem entnehmen kann, wird Premiere (wie damals 2002 in Salt Lake City) nur zusätzlich übertragen könne, nie exklusiv.

    whitman
     
  6. SchwarzerLord

    SchwarzerLord Wasserfall

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    -
    Hoffentlich laufen solche Großereignisse nie woanders als bei den ÖR! Ich habe keinen Bock Koflers Grinsegesicht oder alle 10 Min. Werbung bei den Privaten zu haben. Für Olympia und Co. sind meine Gebühren sehr gut bei den ÖR aufgehoben.
     
  7. lagpot

    lagpot Gold Member

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    1.128
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    NRW
    Ich kann die Überheblichkeit der ÖR. nicht ab,deshalb habe ich das geschrieben.
    Wenn ich Sport schaue dann nur ohne Werbung,und wenn das nicht geht schaue ich es nicht,so einfach ist das.Ich bin kein Fan irgenteiner Sportart,deshalb muß ich mir die Werbung nicht antun.Und bei den ÖR.werden nur die Deutschen Sportler gezeigt "Überwiegent" ansonsten stehen dort 2 Typen rum und reden über irgenteinen Unsinn.
    Wenn die Deutschen nicht gewinnen werden pausenlos Untschuldigungen gesucht,dieses hätte, könnte, würde,kotzt mich an.
    Die sollen Sport zeigen und sich nicht Profilieren.Deshalb sollten sich alle ein beispiel an Eurosport nehmen.Dort sind andere Sportler auch existent.

    mfg
    lagpot

    <small>[ 22. April 2004, 14:45: Beitrag editiert von: lagpot ]</small>
     
  8. RealityCheck

    RealityCheck Foren-Gott

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    Bad Kreuznach
    Geschichtsstunde: l&auml;c

    Wir erinnern uns - man schreibt das Jahr 2003.

    Die Vergabe der Bundesligarechte geht in die entscheidende Runde.

    Aussage ARD: "Wir freuen uns, die Bundesliga wieder zuhause begrüßen zu dürfen."

    Aussage SAT 1: "Die ARD hat in einer schwierigen Situation vollig marktunübliche Preise geboten, die niemals zu refinanzieren sind."

    Nun, Olympia, dreht sich die Situation um 180 Grad... breites_
     
  9. asebe

    asebe Junior Member

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    71
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    NRW
    Das kann ich nur unterschreiben.

    Ich will Sport sehen und hören,und nicht das gelabere der "sogenannten" Moderatoren,die meiste Sendezeit geht auf deren Konto,und auf das der "sogenannten"Experten.

    gruß
    asebe
     

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