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ARD Doku über Red Bull

Dieses Thema im Forum "ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und Co. - alles über Free TV" wurde erstellt von Malganis, 2. Mai 2013.

  1. Malganis

    Malganis Guest

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    Wollte mich hier mal umhören, wie ihr die Doku gesehen habt.

    Der Beitrag ist auch in der ARD Mediathek zu finden:

    ARD Mediathek: Video-Clip "Die Story im Ersten: Die dunkle Seite von Red Bull" | Das Erste

    Ich habe mir aus Interesse schonmal ein paar Meinungen im Internet durchgelesen, die Mehrheit scheint ja ganz klar der Auffassung zu sein, Extremsport bringe eben gewisse Risiken mit sich und man könne den Konzern hier frei von aller Schuld sprechen.

    Ich würde die Thematik allerdings gerne etwas tiefgründiger angehen. Das sind meiner Meinung nach keine Sportarten, in denen man frei von finanziellen Sorgen agiert (anders als Profifußball o.ä.). Hier können sehr wahrscheinlich die hohen Summen schon auch die Entscheidungsfindung der Sportler beeinflussen. In der Doku wird das ja in manchen Aussagen eher abgestritten, aber bei Werbung ist es zum Beispiel ähnlich, jeder sagt, Werbung beeinflusst mich nicht, und doch stimmt es nur bei den allerwenigsten, wenn man sich mit wissenschaftlichen Experimenten zu diesem Thema auseinandersetzt.

    Ich gehe nicht so weit, dem Konzern hier eine "Schuld" zuzusprechen, denn hierfür gibt es zu wenig gesicherte Fakten. Allerdings denke ich doch, dass man das Thema etwas umfassender behandeln sollte und eine Reduzierung auf "Extremsport birgt eben Risiken" an dieser Stelle nicht angebracht ist. Weiterhin liegt es mir fern, die Doku als "gut" oder "schlecht" zu beurteilen, ich bin nur auf die Thematik aufmerksam geworden.

    Außerdem gab es heute auch einen weiteren tötlichen Unfall bei einem Flugevent.
     
  2. Fragensteller

    Fragensteller Talk-König

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Zur Doku selbst: Die Doku selbst hatte einige handwerkliche Schwächen. Zum Teil wurden Szenen irreführend zusammengeschnitten, zu wenig recherchiert und dies durch ein paar dürre Filmchen aus der Red Bull Mediathek gezeigt. Ich fand sie vom Ton her allerdings sehr angemessen. Sie war kritisch und hatte eine klare Meinung, ich fand sie aber auch nicht reißerisch.

    Das Thema selbst finde ich - wie Du auch - spannend, ich habe da aber keine endgültige Antwort drauf. Red Bull selbst sagt dazu: "Wir ermöglichen Extremsportlern die Verwirklichung ihrer Träume", was jetzt nicht ganz falsch ist. Allerdings fördern Sie damit den Drang nach "immer höher, immer weiter, immer gefährlicher" und das ist etwas was ich ethisch doch mehr und mehr bedenklich finde.

    Prinzipiell ist jeder selbst dafür verantwortlich, was er macht. Fast jede Sportart ist auch "gefährlich" und kann zumindest zu Verletzungen führen. Extremsportler, die auch ihr Leben riskieren, waren schon immer faszinierend. Früher waren es z.B. die Bergsteiger, die mit Erstbesteigungen die Menschen fasziniert haben (oder eben auch drafuf gegangen sind). Lange Zeit war auch der Automotorsport sehr gefährlich, in der Formel Eins gab es bis vor 15 Jahren sicher pro Jahr mal einen Todesfall. Hier hat aber ein Umdenken nach dem Tod von Ayrton Senna eingesetzt, der Sport ist zwar immer noch nicht ungefährlich, aber doch deutlich sicherer geworden.

    Das Problem mit Red Bull ist aber, dass sie eben auch spektakuläre Bilder haben wollen und da steigt dann der Druck auf den Sportler, diese auch zu liefern. Da waren einige der Fälle schon sehr anschaulich. Wenn der Sponsor mit der Kamera dabei ist, springe ich vielleicht auch bei schlechtem Wetter von einem Hochhaus, fahre eine Skipiste runter, die ich vielleicht sonst auslassen würde. Daher würde ich dem Konzern durchaus eine moralische (nicht strafrechtliche) Mitschuld geben und man sollte die Frage stellen, inwieweit Red Bull sich auch mal für mehr Sicherheit bei Extremsportlern engagieren könnte. Auch bei Wetten, dass war der Wettkandidat selbst schuld, es gab aber trotzdem Diskussionen, inwieweit es nicht eine erhöhte Erwartungshaltung der Redaktion gab, genau über dieses Auto zu springen.

    Der Film könnte Red Bull zumindest mal einen Anstoß geben, mal den Wunsch nach spektakulären Bildern zu hinterfragen. Ich glaube, wenn Baumgartner tödlich verunglückt wäre, hätte der Konzern sich in jedem Fall hinterfragt. Solange es für Red Bull aber keinen Ayrton Senna (das wäre Baumgartner gewesen) gibt, wird man so weitermachen wie bisher.

    Werde mir gleich nochmal Fendrichs: "Es lebe der Sport" reinziehen, der Song hat die Problematik schon in den 80er Jahren gut beschrieben.
     
  3. ollieh

    ollieh Senior Member

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Extremsportler machen das auch ohne Red Bull. Ich habe nur einen Wunsch wenn sie verunglücken das sie gleich Tod sind, und nicht der Allgemeinheit auch noch Geld kosten.

    Was die ganzen Deppen betrifft die im Winter auf gesperrten Pisten runder fahren und dann unter einer Lavine begraben werden denen sollte man nicht helfen sondern sie bis zum Frühjahr liegen lassen. Danach kann man sie immer noch frisch in die Urne packen.

    Wegen solchen Deppen müssen sich die Retter selber in Gefahr begeben, das finde ich nicht in Ordnung.

    Wer das braucht der soll es tun aber nicht noch erwarten das die anderen helfen wenn es schief geht.

    Nehmen wir mal als Beispiel den Deppen der bei Wetten das über die Autos gesprungen ist, und uns heute für seine Dummheit nur noch Geld kostet bis ans Ende seiner Tage.
     
  4. Dotze

    Dotze Senior Member

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  5. Union Jack

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Das stimmt nicht. Der kann sein Leben aktuell selbst finanzieren. Aber Hauptsache mal menschenverachtenden Dummfug abgelassen.
     
  6. red_tiger82

    red_tiger82 Platin Member

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Extremsport gab es auch früher ohne Red Bull - ob man nun Red Bull dafür verantwortlich machen, dass mal irgendetwas passieren kann???

    Ich halte Erlebnisportale wie Jochen Schweitzer für noch bedenklicher, da man hier kein Profi sein muss, um teilzunehmen. Die Sportler, die bei Red Bull Events mitmachen, sind dagegen trainiert - was das Risiko jedenfalls schonmal etwas verringern mag.



    @ollieh: Man wünscht sich nicht den Tod anderer Menschen.
     
  7. Gorcon

    Gorcon Kanzler

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Mir war garnicht bewusst das Red Bull so viel in Werbung steckt (Ausser bei der F1).
    Diese ganzen (Red Bull) Extremsprünge habe ich zuvor noch nie im TV gesehen.
    Liegt scher daran das ich praktisch keine Werbung zu gesicht bekomme und auch nichts von diesem Getränk halte (auch wenn ich es noch nie getrunken habe).

    Was da Red Bull veranstaltet ist schon mehr als Grenzwertig!
     
  8. ollieh

    ollieh Senior Member

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Das ist eine Lüge denn der Mann hat eine Krankenversicherung und die hat mit Sicherheit reichlich bezahlt, und wird auch noch reichlich dafür bezahlen.

    Das Einzige was der selbst finanziert sind die ausgaben, die von der Kasse nicht bezahlt werden.

    Ich bin aber dafür das diese Leute, dass grundsätzlich alles selber bezahlen. Weil das alles durch grobe Fahrlässigkeit passiert.
    Weil ein paar wenige das normale Leben nicht genug ist, müssen andere dafür bezahlen.
     
  9. DVB-X

    DVB-X Senior Member

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Und ist das nun ein Toter, den Red Bull auf dem Gewissen hat? So wie in der ARD-Doku dargestellt, wahrscheinlich nicht. Auf dem Heimflug von einem Red Bull Event muss normaler Weise kein Pilot unnötiges Risiko eingehen, um von Red Bull mehr Geld zu bekommen.

    ich finde zwar gut, dass die ARD-Doku eine selten gezeigte Seite von Red Bull aufzeigt, allerdings vermisse ich tiefergreifende Recherchen. z.B.: Was haben die Red Bull-"Opfer" gemacht, bevor sie von Red Bull gesponsert wurden? Waren da nicht vielleicht auch schon lebensgefährliche Aktionen dabei? Wenn ja, haben sich die Rahmenbedingungen wie Sicherheit der Extremsportler, aber auch von Unbeteiligten durch das Sponsering von Red Bull verbessert oder verschlechtert?

    Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass vollkommen unerfahrene Extremsportler gleich einmal für Red Bull lebensgefährliche Werbespots machen dürfen. Wobei zusätzlich für einen Werbespot eigentlich spektakulär viel wichtiger als lebensgefährlich wäre.
     
  10. i.maler

    i.maler Silber Member

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    AW: ARD Doku über Red Bull

    Ich verstehe ohnehin nicht, warum sämtliche Medien Werbung für diesen Konzern machen müssen? Genauso heute eine Doppelseite in der Bild am Sonntag. Haben die noch nicht genug Kohle gescheffelt?

    Deren Engagement in der Formel Eins, beim Fußball oder bei diesem Weltraumsprung hat doch genau nur ein Ziel: Dass die Zuschauer denken, wow, das will ich auch können! Also kauf ich mir Red Bull!

    Man sollte einfach überhaupt nicht mehr darüber berichten, den Konzern komplett ignorieren und anstatt jedesmal in der F1 den Namen zu erwähnen könnte man auch nur sagen, die beiden Piloten Vettel und Webber.
     

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