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Alternative Reform der Öffentlich-Rechtlichen

Dieses Thema im Forum "Lob, Kritik, Anregungen" wurde erstellt von beiti, 27. November 2003.

  1. beiti

    beiti Platin Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    2.847
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    Die ÖRs wollen eine Gebührenerhöhung.
    Wozu?
    Damit sie weiter gegen RTL, Sat1 und Premiere um Fußballübertragungsrechte feilschen können, womit die Fußballclubs reicher und die Gebührenzahler mehr geschröpft werden?
    Damit sie weiter auf aktuelle Show-Trends aufspringen und Millionenbeträge an Preisgeldern verteilen können, nur um den Privaten ein oder zwei Prozent Marktanteil abzuzwacken?
    Damit sie weiter eine außer-marktwirtschaftliche Konkurrenz für die Privaten sein können und diese am Ende noch ruinieren?

    Ich wünsche mir eine ganz andere Reform:

    Die Öffentlich-Rechtlichen bekommen einen völlig neuen Auftrag: Da die "Grundversorgung" mit Unterhaltung und Information heute auch von Privaten geleistet wird, sollen die Öffentlich-Rechtlichen - völlig befreit vom Quotenzwang - gezielt jenes Programm bieten, das bei den Privaten aus marktwirtschaftlichen Gründen zu kurz kommt: Bildungsprogramm, Independent-Filme, Literaturverfilmungen, Detaillierte Nachrichten jenseits des Schlagzeilen-Journalismus, Programm für Kinder und Alte (also Bürger, die für die Werbewirtschaft uninteressant sind und trotzdem ein Recht auf Fernsehen haben) usw.

    Die Sendeanstalten in den Ländern werden zu 3 Anstalten fusioniert (Süd, Mitte, Nord). Die Dritten Programme werden demnach schrittweise auf 3 reduziert. Zusatzprogramme (Phoenix, BR-alpha, KiKa, digitale Zusatzprogramme) werden kritisch geprüft und ggfs. gestrichen oder zusammengelegt. Überschüssige digitale Senderkapazität wird dazu genutzt, die vorhandenen Programme zeitversetzt auszustrahlen (wie bei Eins Muxx). Das ist billiger als der Betrieb vieler einzelner Sendeanstalten, die sowieso viel Programm von den anderen übernehmen. Gleichzeitige Ausstrahlung desselben Programms in verschiedenen Sendern wird vermieden, um jederzeit die bestmögliche Vielfalt zu bieten.

    Im Zuge der Einsparungen wird die GEZ-Gebühr gesenkt. Außerdem ist endlich die lange geplante GEZ-Reform fällig, nach der jeder Haushalt grundsätzlich 1x zahlen muß (ohne die vielen Spezialitäten wie Autoradios im Firmenwagen, Zusatzmeldung berufstätiger Kinder usw.).
    Wer tatsächlich kein Empfangsgerät hat, muß ein Formular abgeben (= Umkehrung der Beweislast; GEZ-Schnüffler ab zum Arbeitsamt).

    <small>[ 27. November 2003, 18:43: Beitrag editiert von: beiti ]</small>
     
  2. FilmFan

    FilmFan Institution

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    3x Topfield CRP-2401CI+ mit AlphaCrypt
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    2x Nokia d-Box 1 Kabel (R.I.P.)
    FilmFan geht Tüte Popcorn holen ... breites_ winken
     
  3. foo

    foo Wasserfall

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    Bayern
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  4. whitman

    whitman Wasserfall

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    München
    Interesanter Vorschlag, der gute Ideen beinhaltet. Leider glaube ich nicht, das es so eine Reform geben würde.

    whitman
     
  5. bdroege

    bdroege Board Ikone

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    Das mit der Abgabe je Haushalt, unabhängig der verdienenden Personen ist schon länger geplannt.

    Die hohe zahl von dritten sind eine direkte Folge des welkrieg V2.0. Die ARD ist kein eigener Sender, sondern ein zusammenschluss der dritten. Dies wurde gemacht, politische Unabhängigkeit der Senderkette sicherzustellen. Ich finde man lebt besser mit der derzeitigen Lage (wdr=SPD, BR3=CSU), denn bei wenigen Sendern ist diese Vielfallt an Politischer Meinung gefährdet.


    Ein zusammenschluss spart keine Kosten, wenn man die hohe Qualität der Regionalen Berichterstattung gewährleisten will. Dies ist besonders wichtig, da man in der Tagesschau selten von regionalen ereignissen (z.B tolle Ideen des örtlichen Bürgermeisters) erfährt. Desweiteren hat nicht jeder Zeit und Geld eine Regionalzeitung zu lesen.

    Von der reduzierung von wichtigen Sendern wie KiKa ist nicht zu halten, da es bspw. für Kinder nur die abscheulich brutalen Sendungen auf den werbesendern gibt. Übrigens sind Kinder einer der Wichtigsten Werbegruppen, da sie meist mehr einfluss (heulen, etc.) auf die Geldmittel in der Familie haben.

    Die ÖR werden demnächst hohe Geldsummen sparen, wenn die analoge Terrestische Ausstrahlung abgeschaltet wird.
     
  6. FilmFan

    FilmFan Institution

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    Das erfährt man in den Dritten aber auch sehr selten, sofern es denn so eine Idee gibt. winken

    Wie soll man auch, das Geld nimmt einem die GEZ und die Zeit geht beim Schauen der vielen ÖR-Programme drauf. winken

    Müssen Kinder den ganzen Tag fernsehen?
     
  7. beiti

    beiti Platin Member

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    Dafür müssen sie dann für DVB-T zahlen. Ich glaube nicht, daß künftig weniger Sender betrieben werden (so wie in Österreich, wo man die Flächenversorgung nur noch über Sat sicherstellen will).

    Das gilt nur, solange sich die Länder ungefähr 50:50 unter Union und SPD aufteilen.

    In Bayern (vielleicht auch woanders) wird die Satellitenausstrahlung regionaler Privatsender gefördert. Das macht mehr Sinn, weil diese wirklich regional sind. In den Dritten kommen höchstens die Bürgermeister der großen Städte zu Wort.

    Darum meinte ich auch, die ÖRs sollten den Auftrag kriegen, eine Alternative zu den Privaten zu bilden - nicht einen billigen Abklatsch.

    <small>[ 27. November 2003, 21:36: Beitrag editiert von: beiti ]</small>
     

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