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Absolutes Kracherspiel aus Griechenland auf ERT-Sat

Dieses Thema im Forum "Special: Sport im TV - Sport Live-Talk" wurde erstellt von Atletico, 16. April 2004.

  1. Atletico

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    Am Sonntag um 22.00 Uhr gibt es eine vergleichsweise (Anstoß 19.30 Uhr) zeitnahe Aufzeichnung des absoluten Fußballgipfels zwischen Panathinaikos und Olympiakos. Die zwei größten Vereine des Landes stehen sich zum direkten Duell um den Titel gegenüber. Die Gäste müssen gewinnen, damit sie sich ihre Titelchancen erhalten.
    Ohne Zweifel DAS große Topmatch in Europas Fußballligen am kommenden Wochenende läc

    Und wer noch mehr will:
    Samstag 18.00 Uhr Proodevtiki - AEK live
    Sonntag 18.00 Uhr Iraklis - PAOK live
     
  2. RugbyLeaguer

    RugbyLeaguer Board Ikone

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    Super Spiel!!!! Doch wer interssiert sich dafür??
    Wo wird das Absolute Spitzenspiel der Liga in San Marion übertragen?????????? läc :cool:
     
  3. xyladecor

    xyladecor Platin Member

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    die sportige wertigkeit zwischen griechenlands
    und san marinos fussball verlgeichen zu wollen finde ich schon sehr merkwürdig.

    die griechische nati ist bei der euro, die klubs spielen fast jedes jahr gut ergebnisse im europacup ein, die liga ist sicher nicht uninteressant, man sieht davon hierzulande leider viel zu wenig.

    ciao ciao
     
  4. Atletico

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    In der obigen Antwort spiegelt sich die gesamte Dummheit wieder. Wenn es Dich nicht interessiert, dann halte doch einfach den Mund! Mich interessiert dieses Match wesentlich mehr als irgendein Mittelfelduell in Deutschland, England oder wo auch immer.
    Im Forum von MundoPlus interessiert man sich übrigens für diesen Kracher...
     
  5. tim.baum

    tim.baum Guest

    Da möchte ich meinen Vorrednern beipflichten. Wenn ich schon jetzt die Schüssel hätte, würde ich es lieben, HellasSat zu schauen.
    Der Grund für die ungerechtfertigte Unterbewertung der griechischen Liga könnte darin liegen, dass man es hier mit starken Kollektiven zu tun hat und nicht mit einzelen Stars - ist Internationale FC ein Top-Team, nur weil sie einzelne Top-Stars zusammenhäufen anstatt einer Mannschaft winken

    Gutes Spiel!
    Tim
     
  6. Tim.B

    Tim.B Junior Member

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    Das Spiel war wirklich interessant, habs auf Polsat Sport Live gesehen direkt nach Werder - Hannover. Die Fans haben da vielleicht ein Aufstand gemacht. Andauernd wurden da Böller oder ähnliches richtung Platz geworfen. Und so viel Polizei haben wir auch nicht bei Liga spielen in den Stadien wie die Griechen. Auf ERT-Sat gabs aber trotzdem ein Live Spiel was aber nicht so gut besucht war.
     
  7. Atletico

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    DER FUSSBALLGIPFEL

    Panathinaikos - Olympiakos 2:2
    1:0 Basinas 7'
    1:1 Stoltidis 44'
    1:2 Djordjevic 54'
    2:2 Goumas 81'

    Die Fakten rund um den absoluten Kracher in Griechenland: Vier Tore, eine rote Karte, viele strittige Schiri-Entscheidungen, ein toter Hase auf dem Feld und viel, viel Emotion. Ja, es war ein typisches Derby!

    Zunächst verzögerte sich der Spielbeginn um ein paar Minuten, da die PAO-Fans mit ihren Bengalos richtig einheizten. Fußball wurde während der ersten Minuten des Matches kaum gespielt, da es unzählige Unterbrechungen und Rangeleien gab. Erst nach etwa 15 Minuten beruhigten sich Spieler und Fans, so dass man sich der Hauptsache zuwenden konnte: Dem Spiel! Shum hatte eine überraschend offensive Taktik gewählt, die ein Zwei-Mann-Sturm mit Konstantinou und Papadopoulos vorsah. Dahinter agierte E. Gonzalez als Spielmacher. Auf dem Papier eine Art 3-5-2 System mit durchaus offensiven Außen. Demgegenüber ließ Alefantos in einem 4-3-2-1 spielen. Als vorgelagerter Angreifer kam Choutos zum Einsatz.
    In den ersten Minuten gehörte das Match den stürmischen Gastgebern, die von den Fans angetrieben ziemlich schnörkellos nach vorne spielten und somit die Atmosphäre zusätzlich puschten. Nach nicht einmal acht Minuten war bereits das 0:1 erzielt: Vallas hatte Papadopoulos im Strafraum zu Fall gebracht, woraufhin Bassinas den folgenden Elfmeter verwandelte. Dieser Treffer schien PAO überraschenderweise nicht zu bekommen, da man sich in der Folge unverständlicherweise sehr weit zurückzog und dabei leider auch das Pressing vernachlässigte. Die Folge: Olympiakos hatte sehr viel Raum im Mittelfeld, den man durchaus zu nutzen wusste. Selten habe ich PAO im defensiven Mittelfeld dermaßen zweikampfschwach erlebt. Hinzu kam, dass die wenigen Gegenangriffe sehr leicht auszurechnen waren. Es ging stets über die vom starken Münch abgedeckte linke Seite. Von Spielmacher E. Gonzalez war kaum etwas zu sehen; infolgedessen hingen die Spitzen häufig in der Luft. Anders Olympiakos, die den direkten Weg Richtung Strafraum suchten und häufig fanden. Im Vergleich zu vielen vorherigen Spielen machte man mannschaftlich einen wesentlich gefestigteren Eindruck, war in der Wahl seiner Mittel flexibel. Die auffälligste Figur war dennoch Kapitän Djordjevic, von dessen Füßen stets Gefahr ausging. Das Publikum wurde ruhiger, man schnürte den Gegner in dessen Hälfte ein und wählte als Mittel häufig hohe Bälle in den Strafraum. Keine schlechte Wahl, denn Keeper Chalkias verriet mehrfach Unsicherheiten, die leicht zu einem Gegentreffer hätten führen können. Da Panathinaikos zumindest im Strafraum sehr sicher stand, konnten Giovanni und Castillo ihre technische Klasse zu keiner Zeit des Spiels offenbaren. In der 44. Minute kam es zum vielleicht größten Aufreger des Spiels: Der sehr aktive Stoltidis konnte sich nach einem Freistoß im Strafraum durchsetzen, um einen Kopfstoß auf (?) vor (?) oder doch hinter (?) die Linie zu setzen? Die TV-Bilder können die Szene nicht aufklären, der Referee erkannte jedoch auf Tor. Klar ist nur, dass Chalkis die Hauptschuld an diesem Treffer trug, da er in den Ball aufgrund seiner Ungeschicktheit erst über die Linie lenkte.
    Panathinaikos konsterniert aber immer noch mit der besseren Ausgangssituation. Dies nützte ihnen nach dem Wechsel jedoch zunächst auch nichts, da man kaum eine Reaktion auf den veränderten Spielstand zeigte. Nichts zu sehen von sonstigen Leistungsträgern im Mittelfeld wie Seitadiris oder speziell Basinas. Überhaupt nicht vorhanden war das Spiel über den rechten Flügel, ein Raum dem sich normalerweise Michaelsen annimmt. Der irrte diesmal jedoch größtenteils planlos in der Zentrale herum. Totenstille schließlich in der 54. Minute, als die "rot-weiße Bestie" zum Entsetzen aller die Führung erzielte: Stoltidis per kurz geschlagenem Freistoß auf Djordjevic, der sich ohne erkennbaren Gegenspieler (die hielten sich allesamt zu weit in der Mitte auf) durchsetzte und auch den abermals langsam reagieren Chalkis bei seinem Treffer schlecht aussehen ließ. Sollte Olympiakos abermals das Kunststück gelingen, den ewigen Widersacher auf der Ziellinie noch abzufangen? Shum reagierte anschließend, indem er mit dem Polen Olisadebe einen beweglichen Spieler brachte. Nachdem das Spiel für ein paar Minuten durchhing, entschloß sich PAO endlich, die Weichen wieder auf Offensivspiel zu stellen. Mit Wut im Bauch wurde in Richtung Strafraumraum gespielt, das Ergebnis waren mehrere ordentliche Tormöglichkeiten und mögliche Elfmetersituationen. Münch (nur knapp am rechten Eck vorbei) und Konstantinou (oftmals per Kopf) konnten erstklassige Möglichkeiten nicht nutzen. Auch bei Olympiakos waren die Schwäche hoch und weit in den Strafraum geschlagene Bälle. Da machte man (inclusive Keeper Giannou) mehrfach einen ziemlich desorientierten Eindruck. Eine Schlüsselszene des Spiels gab es nach etwa 70 Minuten: Giovanni flog nach einer Rangelei mit Kyrgiakos vom Feld. Wäre auch komisch, wenn dieses Derby keine rote Karte gesehen hätte... Man geriet ansonsten zwar mehrfach aneinander, doch unter dem Strich blieb es vergleichsweise fair. Zehn Minuten vor Spielende kam es zum Ausgleich für die nun anrennenden Gastgeber: Verwirrung bei Olympiakos nach einem Freistoß; Karembeu konnte nur halbherzig klären, was Goumas die Chance zum Schuss gab. Aus gut 16 Metern hatte Mavrogenidis diesmal keine Abwehrchance. Vielleicht das wichtigste Tor für PAO seit vielen Jahren. Das Stadion explodierte förmlich und forderte "Zugabe". Doch die eigene Elf behielt kühlen Kopf, um sich der Verteidigung dieses Ergebnisses zu widmen. In der Folge musste man keine kritischen Situationen mehr überstehen und hätte (Konstantinou) mit etwas Glück sogar noch den Siegtreffer erzielt. Dies wäre des Guten aufgrund der Spielanteile jedoch zu viel gewesen.

    Der Punktgewinn geht unter dem Strich in Ordnung. Olympiakos hatte zwar über weite Strecken mehr vom Spiel, konnte sich im Strafraum jedoch nur selten durchsetzen. Vom Einsatz her kann man beiden Teams überhaupt keinen Vorwurf machen. Meine Befürchtung (der schwache Keeper Chalkis könnte der spielentscheidende Mann aus negativer Sicht sein) hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Spielerisch kein hochklassiges aber dafür umso spannenderes, umkämpftes Spiel. Hat Spaß gemacht!

    Weitere Ergebnisse:

    Proodevtiki - AEK 2:4
    Akratitos - Ionikos 3:0
    Chalkidona - Egaleo 0:1
    Xanti - OFI 1:0
    Panionios - Aris 2:1
    Paniliakos - Kallithea 0:5 (3x Gekas)
    Iraklis - PAOK 3:0

    Panathinaikos behält damit seinen Zwei-Punkte-Vorsprung und bleibt DER große Titelfavorit. PAOK hat trotz der Pleite beim Lokalrivalen den CL-Platz 3 fast sicher, während AEK und Egaleo wahrscheinlich in den UEFA-Cup gehen. Immer dramatischer wird die Situation für das ruhmreiche Aris, das nur noch einen Punkt über dem Strich steht:

    01. Panathinaikos / 65 Punkte
    02. Olympiakos / 63 Punkte
    03. PAOK / 56 Punkte
    04. Egalo / 45 Punkte
    05. AEK / 42 Punkte
    06. Chalkidona / 40 Punkte

    Vier Spieltage sind es noch bis zum Saisonende. Nächste Woche geht es bereits mit dem nächsten Topspiel weiter: PAOK - PAO! Falls dies Spiel gewonnen wird, steht der Meisterschaft wohl nichts mehr im Weg, da anschließend nur noch "Kleingemüse" wartet. Mehr zu diesem Kracher gibt es natürlich in der nächsten Woche!

    Restprogramm der Titelanwärter:

    Panathinaikos:

    PAOK (A)
    Akratitos (H)
    Proodevtiki (A)
    Paniliakos (H)

    Olympiakos:

    Panionios (H)
    Chalkidona (A)
    Aris (H)
    Egaleo (H)
     
  8. tim.baum

    tim.baum Guest

    danke, Atletico, für diese tollen Infos :cool:

    <small>[ 21. April 2004, 15:05: Beitrag editiert von: tim.baum ]</small>
     
  9. Atletico

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    Boah, ich bin schon wieder dem Herzstillstand nahe!

    PAOK - Panathinaikos 1:2
    1:0 Hagan 6'
    1:1 Papadopoulos 47'
    1:2 Olisadebe 93'

    PAO nimmt also auch die vermeintlich letzte Hürde auf dem Weg zum Titel. Es war alles andere als ein hochklassiges aber dafür sehr dramatisches Spiel. 30 Sekunden vor Schluss konnte der Vizemeister doch noch den entscheidenden Siegtreffer anbringen, so dass der Vorsprung auf die "rot-weiße Bestie" gehalten wurde. Ich möchte wirklich nicht übertreiben aber für mich war dieses Spiel eine Demonstration der Extraklasse des defensiven Mittelfelspielers Sapanis. Ich bin mir sicher, dass dies eines der besten Spiele seines Lebens war. Er war an beinahe jedem Angriffszug beteiligt, spielte kluge Pässe und hatte mehrmals selber das Tor auf dem Fuß. In der 93. Minute spielte er den eingewechselten Olisabe frei, der daraufhin Keeper Tohouroglou überwand und sich anschließend von seinen Mitspielern vor Freude beinahe erdrücken lassen musste. In den letzten 15 Spielminuten war PAO wie die sprichwörtliche Feuerwehr nach vorne gestürmt. Shum hatte mittlerweile alles auf dem Feld, was in irgendeiner Weise offensiv in Aktion treten kann. Sowieso eine überraschend offensive Ausrichtung, da zwei Spitzen plus Gonzalez (der ein schwaches Spiel machte) agierten. War dies der Grund, warum es zu Beginn überhaupt nicht stimmte? Karadimos (bester Spieler bei PAOK) hatte sich kurz nach Anpfiff über die linke Seite durchgesetzt und Hagan bedient, der sich der Bewachung von Münch entzogen hatte und somit freie Bahn hatte. Diesem Tor waren weitere gefährliche Angriffe der sehr engagiert spielenden Gastgebern gefolgt. Vor allem auf den Außenpositionen konnte man sich viel zu häufig Vorteile erarbeiten und gefährliche Bälle in Richtung Strafraum schlagen. Salpigidis machte aufgrund seiner Agilität den Deckern mehrmals größte Sorgen. Auch der eigentliche Spielmacher Spasic trat häufig in Erscheinung, wobei ihm zu sehr der Zug zum Tor abging. Erst gegen Mitte der ersten Hälfte fing sich PAO etwas und startete eigene Angriffszüge, denen jedoch die entscheidende Konsequenz fehlte. In der Halbzeit konnte Shum seine Truppe neu justieren. Das Ergebnis: Münch rückte weiter nach vorne, Salpigid wurde noch mehr zur zentralen Figur im Spielaufbau. Nach Vorlage von Konstantinou markierte Sturmpartner Papadopoulos in der 47. Minute den Ausgleich. Anschließend erlebte das Spiel seine schwächste Phase, da beide Mannschaften (noch) nicht volles Risiko gingen. Bei PAOK verwunderte mich, dass der starke Karadimos frühzeitig gegen Theoridis ersetzt worden war. Fast alle Angreifer wurden über die linke Seite vorgetragen, wo Foucini großen Aktionsradius hatte aber für meinen Geschmack zu ballverliebt war. Trotz allem hatte PAOK mehrmals die Chance zur erneuten Führung. Glücklicherweise bekam bei PAO aber stets noch ein Abwehrspieler den Fuß vor den Ball. Als Shum schließlich das Signal zur vollen Offensive aussendete, gab es kein Halten mehr. Äußerst beeindruckend die Willensstärke dieser Mannschaft, die zwar schlecht in dieses Spiel gestartet war aber anschließend umso mehr fightete.
    Nach diesem Erfolg bin ich mir sicher: Falls der Verband nicht dazwischenfunkt, holen die Hauptstädter den Titel!

    Weitere Ergebnisse:

    Olympiakos - Panionios 2:0
    1:0 Djordjevic 4'
    2:0 Kuzba 22'

    AEK - Paniliakos 1:0
    Kallithea - Skoda Xanthi 3:1
    Akratitos - Iraklis 1:0
    Aris - Chalkidona 3:0
    Ionikos - Proodeftiki 2:1

    Tabellenspitze:

    01. Panathinaikos / 68 Punkte
    02. Olympiakos / 66 Punkte
    03. PAOK / 56 Punkte
     

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