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Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Docschweitzer, 14. Oktober 2007.

  1. Docschweitzer

    Docschweitzer Neuling

    Registriert seit:
    16. Juni 2007
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    Hallo,
    die Installation meiner Sat-Anlage (Kathrein-Schüssel mit Quattro-LNB, Kathrein Multischalter EXR 504) ist nun fast abgeschlossen. Von den 4 im Haus verlegten Koax-Kabeln werden vorerst aber nur 2 Anschlüsse mit Endgeräten versehen sein. Laut Kathrein-Anleitung muss ich ja "nicht benutzte Teinehmerausgänge mit 75-Ohm-Widerständen abschließen". Bedeutet dies nun, dass die Widerstände auf die jeweilige Antennendose aufgeschraubt werden, oder aber soll ich das (noch) nicht benutzte Koaxkabel am jeweiligen Ausgang des Multischalters abschrauben und hier den Abschlusswiderstand anbringen?
     
  2. Grognard

    Grognard Guest

    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Da hat Kathrein etwas zuviel des Guten gesagt, bei kaskadierfähigen Multischaltern, braucht man die nicht benutzten Teilnehmerabgänge nicht mit einem Abschlußwiderstand zu belegen, sondern nur die Stammleitungsabgänge, schau mal hier
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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Oktober 2007
  3. Docschweitzer

    Docschweitzer Neuling

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    10
    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Danke für die prompte Antwort, Gognard!
    Schade nur, dass ich nur 3 Abschlusswiderstände gekauft hatte. Jetzt kann ich die Sat-Schüssel heute wohl nicht ausrichten (hätte mir bei dem tollen Wetter + Wochenende heute einfach gut gepasst) - oder würde ich mir was kaputtmachen, wenn ich - nur zum Eintesten der Schüsselausrichtung (per Receiver + TV) - am Multischalter drei von vier Stammleitungsabgängen mit den Abschlusswiderständen belegen würde und den letzten noch nicht. Den noch fehlenden Widerstand würde ich morgen gleich nachkaufen???:confused:
     
  4. Binsche

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    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Ich würds Wetter ausnützen :) Solangs noch so schön is (bei uns grad herrlicher Sonnenschein und noch angenehme Temperaturen in der Sonne)

    Kaputt gehen tut da nüscht ;) Hab mir die Abschlüsse auch "geschenkt" wie noch nicht alle Abgänge am Multischalter angeschlossen waren. Da gehts es hauptsächlich um Störungen, die einstrahlen können, wenn der Anschluss nicht "abgeschlossen" ist. Wennste keine Störungen hast, tut dies der Funktionalität keinen Abbruch
     
  5. Grognard

    Grognard Guest

    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    @Binsche,
    mit Einstrahlung von Störungen hat das nichts zu tuen, sonst müßten ja immer die Verbraucherabgänge mit einem Abschluß versehen sein, sprich auch unbelegte Antennendosen mit einem Widerstand belegt sein.
    Es sind tatsächlich nur die nicht belegten Stammleitungen eines kaskadierbaren Multischalters, sowie weitere unbelegte Stammleitungen in einer Kaskade, mit DC entkoppelten Abschlußwiderständen zu versehen um Reflexionen in der Anlage zu vermeiden.
    Da @Docschweitzer einen kaskadierfähigen MS einsetzt, muß er schon diese Abgänge mit Widerständen belegen. anders sieht das bei reinen Einzel-MS wie
    diesem http://www.spaun.de/?lang=de&modul=products&product=842374&productname=SMS5402NF aus.
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  6. Docschweitzer

    Docschweitzer Neuling

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    10
    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Tja, ich lerne dauernd war dazu:
    Grognard: Woran erkenne ich denn, ob meine Abschlusswiderstände "DC-entkoppelt" sind? Hab ganz einfache Teile von Skymaster aus dem Baumarkt - da steht halt nur auf der Packung drauf: "F-Abschlusswiderstand, 75 Ohm". Tun die es denn nicht? Kathrein empfiehlt ja als Abschlusswiderstände die "EMK 03". Ich konnte aber nicht herausfinden, ob die DC-entkoppelt sind.
    Und: Darf ich denn nun - zwecks Einstellung der Schüssel - heute erst mal ohne Abschlusswiderstände ran oder nicht ???
     
  7. Binsche

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    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Mit Verlaub ;) Wo sind beim EXR504 die Stammleitungen? Ich weiss nicht, was du oben eingezeichnet hast und was es darstellen soll...

    Die EXR504 hat im Standalone Betrieb 4 Teilnehmeranschlüsse mit 1-4 gekennzeichnet und links die Eingänge, wo in dem Fall direkt das UAS484 entsprechend angeschlossen wird. Die rechten grauen Abdeckungen sind einfache Plastikkappen, die eine vergossene F-Buchse schützen. Dort ist nichts anzuschliessen, geschweige denn einen F-Abschlusswiderstand aufzuschrauben. Das hat einzig und allein den Grund, dass Kathrein eine Art Standardgehäuse für diese Multischalterserie gefertigt hat und dieses Gehäuse entsprechend mit der jeweilgen Elektronik und den benötigten Anschlüssen aufgefüllt wird...
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    Wie wir beide wissen, wird die EXR504 mit der EXR554 kaskadiert, womit es unmöglich ist, eine Stammleitung mit einem Abschlusswiderstand zu versehen, da die EXR504 ja bekanntlich hinter der EXR554 sitzt und somit die ankommenden 4 Kabel die Stammleitungen sind, die vom LNB Quattro kommen...
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    Kurz zur Veranschaulichung:
    4 Kabel kommen vom 484 und werden exakt der Zuordnung an die Eingänge auf der linken Seite der EXR554 angeschlossen, oben und unten jeweils 2 = 4Teilnehmerausgänge. Die weitergehenden Stammleitungen werden rechts an die Ausgänge der EXR544 angeschlossen und mit den Eingängen EXR504 verbunden -> keine "offenen" Stammleitungen. Wo sollten da auf der Stammleitung nun Widerstände sitzen?
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    Wenn Kathrein schreibt:
    ist exakt das zu verstehen, was damit ausgesagt wird. Eine EXR504, bei der nur Teilnehmeranschluss 1 und 2 belegt sind, an Anschluss 3 und 4 eben mit den Widerständen abzuschliessen, und das aufgrund von eventuell vorkommenden Einstrahlungen auf die Anschlussbuchsen und sonst nichts anderes

    Kaskadeschaltung der EXR554 + EXR504
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    Kleine Ergänzung:
    Wenn du an deinen Leitungsenden eine einzelne Dose montiert hast, wie zB eine ESD30, wird kein Abschlusswiderstand benötigt. Da schliesste einfach die Leitung an einem Teilnehmerausgang der EXR504 an und gut ist. Ob ein Teilnehmerendgerät, also ein Receiver / TV / Radio angeschlossen ist, ist dabei vollkommen egal.

    Nur bei Sat-Durchgangsdosen, die an einer Stammleitung hängen (mehrere Dosen in Reihe mit einem Kabel verbunden) und bei der letzten angeschlossene Dose an der Leitung, sind in der Dose ausgangsseitig 75Ohm Abschlusswiderstände einzubauen
    Quelle Kathrein
    Dies ist meistens der Fall bei einer Einkabellösung, nicht bei normalen Multischaltern, die mit Sternverteilung verkabelt sind

    Und von Spaun gibts genauso von Preissner etc andere Multischalter bzw kaskadierbare Multischalter mit Netzgerät, die am Anfang sitzen, also gleich direkt hinterm LNB und ebenfalls Teilnehmeranschlüsse und Stammausgänge haben. Bei diesen Modelltypen werden die Kaskadebausteine "dahinter" angeschlossen, wenn benötigt. Ebenso ist bei diesen Modelltypen wie Grognard es sagte, zwingend erforderlich, alle unbelegten Stammleitungen abzuschliessen mit entsprechenden aufschraubbaren F-Widerständen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2007
  8. Docschweitzer

    Docschweitzer Neuling

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Ganz herzlichen Dank, Binsche!
    Ich hatte mir schon meine 3 Abschlusswiderstände (fast) ruiniert, weil ich sie einfach "blind" auf die vermeintlichen Stammleitungsabgänge geschraubt hatte. Es ist genauso, wie Du beschrieben hast: Der EXR 504 hat unter den 4 Plastikkappen gar keine Stammleitungsabgänge sondern vergossene "Ausgänge". Nach Deiner Beschreibung brauche ich die Abschlusswiderstände ja gar nicht, da ich alle Leitungen (auch die, an denen vorerst noch kein Endgerät angeschlossen ist), vom Multischalter ausgehend verlegt und mit einer Antennendose abgeschlossen habe.
    Schönes Restwochenende wünscht
    Docschweitzer:)
     
  9. Grognard

    Grognard Guest

    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    @Binsche,
    jetzt muß ich zugeben wieder etwas dazugelernt zu haben, da ja besagte Schalter immer als Endgerät einer Kaslade bei Kathrein verwendet werden, macht es auch Sinn das Gehäuse an den Stammleitungsabschlüssen zu verschließen, somit ist beim Betrieb als Einzel-Multischalter gewährleistet, da durch das Gehäuse der Abschlußwiderstand hergestellt ist. Wobei natürlich auch ein anderer Aufbau möglich wäre, und der MS am Anfang einer Kaskade stehen könnte!
    Die Einstrahlung an den Abgangsbuchsen sollten wir mal lieber in den Bereich der Fabel verweisen, sonst müßte ja auch bei einer nichtbelegten Enddose ein Abschlußwiderstand drauf, weil es da auch zu Einstrahlungen kommen könnte. Einstrahlungen in ein Verteilersystem entstehen nur bei unsachgemäß angeschlossenem Kabel an den F-Steckern, nur dort können überstehende Drähte des Geflechts wie eine Antennen wirken.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. Oktober 2007
  10. Binsche

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    AW: Abschlusswiderstand - an Dose oder Multischalter?

    Eine "Enddose" in einem Strang von zum Beispiel 3 oder 4 hintereinander liegenden (Durchgangs)Dosen zB die ESD44 bei Baumverteilung MUSS immer mit einem Abschlusswiderstand versehen werden (Enddose = in diesem Fall eine Durchgangsdose mit eingeschraubten normalen Abschlusswiderstand, an der Stelle wo das weitergehende Kabel eingeklemmt würde. Statt dem weiterführenden Kabel wird der Widerstand in der Dose angeklemmt) Die letzte Dose in einem Stamm hat immer einen Abschlusswiderstand (bzw sollte einen haben)

    Anders in einem Stichabzweig, wo nur eine einzelne Dose angeschlossen ist und die Stammleitung weitere Dosen versorgt. In dem Fall wird auch keine Durchgangsdose, sondern eine Einzelanschlussdose als Stichdose verwendet

    siehe Hier ein Abschlusswiderstand für Doseneinbau, dosenausgangsseitig anstelle des weiterführenden Antennenkabels

    Abschlusswiderstände von 75 Ohm zum Abschliessen von nicht belegten Anschlüssen oder Stammleitungen bei Multischaltern/Kaskaden sind meist in F-Bauweise zu finden und werden nur auf die F-Buchse aufgeschraubtsiehe hier...

    Aber für alle Widerstände gilt:
    Damit die angegebenen Werte des Schirmungsmaßes erreicht werden, müssen nicht genutzte Ausgänge mit Abschlusswiderständen oder Kappen schirmdicht verschlossen werden

    Da geht es ausschliesslich um die Werte der Abschirmung. Man hat mit dem KlasseA Zeichen eben "höhere" Ansprüche und nur wenn man entsprechend "montiert" laut Anleitung mit den bereits erwähnten Abschlusswiderständen an den nicht benutzten Teilnehmerausgängen bzw an den Kaskadenanschlüssen bzw an in den "Enddosen" montierte Abschlusswiderstände, ists und bleibts halt KlasseA und somit "besonders störstrahlungssicher"

    Ob über einen Teilnehmerausgang, der nicht mit einem F-Abschlusswiderstand abgeschlossen ist, tatsächlich "Störeinstrahlung" ins sonsten HF-sichere Gussgehäuse des EXR504 gelangt oder nicht, sei dahingestellt. Das verlangte Maß der Abschirmung wird nicht einfach nicht mehr erreicht, um bestimmte Kriterien (hohe Störeinstrahlsicherheit) zu erfüllen

    Und hier noch ein paar Bilder von den verschiedenen Verteilungsstrukturen. Vielleicht sinds ja dem einen oder anderen mal nützlich :)

    Die Bilder zeigen symbolisch eine Verteilung von einem BK Hausnetz NE4

    Bei Anlagen für Sat Technik ist die Verteilung identisch, wobei hier natürlich gleich zu erwähnen ist, dass in der Sat Verteilung immer eine Sternverteilung, wie im letzten Bild zu sehen, vorzuziehen ist

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    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2007

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