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2004 aus mit Buli auf PW?

Dieses Thema im Forum "Sky - Programm" wurde erstellt von pepe.quo, 4. Februar 2002.

  1. pepe.quo

    pepe.quo Gold Member

    Registriert seit:
    25. Juni 2001
    Beiträge:
    1.136
    Ort:
    Wangen
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    Hier Auszuge aus einem Interview mit Michael Pfad, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Orginal T-Online


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    Kirch-Krise bedroht Bundesliga-Clubs
    "Dann haben wir ein Problem"

    Fußball-Deutschland schaut gebannt auf Leo Kirch. Sollte sein Medien-Imperium tatsächlich zusammenbrechen, droht vielen Bundesliga-Vereinen eine finanzielle Krise. T-Online sprach mit Michael Pfad, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL).
    Die Kirch-Krise könnte sich zu einer Krise des deutschen Fußballs ausweiten. Warum?
    Es ist ohne Zweifel so, dass Kirch derzeit der wichtigste Partner des Profi-Fußballs der 1. und 2. Bundesliga ist. Ein hoher Prozentsatz der Vereinsetats wird durch Geld aus den Fernseh-Übertragungen gespeist, je nach Größe des Vereins zwischen 50 und 80 Prozent. Das kann uns natürlich nicht egal sein. Wir beobachten deswegen ganz genau, was im Moment bei Kirch passiert. Auf der anderen Seite ist es nicht unsere Aufgabe, irgendein Urteil abzugeben. Ich kann nur sagen, dass Kirch seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Liga bisher immer pünktlich nachgekommen ist.

    Welche Konsequenzen könnte es für einzelne Vereine haben, wenn die TV-Gelder ausbleiben?
    Egal aus welcher Quelle: Wenn Geld, was verplant ist, wegbleibt, entsteht eine Deckungslücke. Dann haben unsere Lizenzvereine und Kapitalgesellschaften natürlich ein Problem. Das ist gar keine Frage. Nur derzeit sehen wir noch keinen aktuellen Handlunsgbedarf. Das Geld bleibt noch nicht aus. Aber wir verfolgen die Entwicklung bei Kirch mit Spannung.

    Gäbe es für den Fall der Fälle eine kurzfristige Lösung?
    Es ist selbstverständlich, dass wir an den unterschiedlichsten Gedankenspielen teilnehmen müssen. Aber wir wollen uns eigentlich gar nicht tiefer mit dem Szenario auseinandersetzen. Man muss sehen, dass Kirch bisher nicht im entferntesten Sinne den Ansatz gemacht hat, auf uns zuzukommen, um auf eine prekäre Situation hinzuweisen.

    Der TV-Vertrag mit Kirch läuft 2004 aus. Welche Alternativen gibt es?
    Sicher ist, dass wir uns mit der Verselbstständigung der Liga auch auf die Fahne geschrieben haben, uns letztlich nicht in eine Situation begeben zu müssen, in der wir in einer Zwangslage sind. Wir eruieren den Markt und schauen, was dort tatsächlich möglich ist, welche strategischen Partner sich anbieten. Aber zunächst einmal haben wir einen Vertrag bis 2004, den wir zu Ende leben wollen. Ich würde zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausschließen, dass der Vertrag mit Kirch möglicherweise auch verlängert wird.

    Ein eigener Bundesliga-Kanal ist auch denkbar?
    Die Überlegungen sind sehr vielfältig. Es könnte zum Beispiel auch sein, dass man sich mit einem TV-Angebot in Teilbereichen verselbstständigt. Aber es ist zu früh, darüber zu spekulieren.

    Herr Pfad, Danke für das Interview.
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    Gruß
    Pepe
     
  2. leoK

    leoK Gold Member

    Registriert seit:
    9. Juni 2001
    Beiträge:
    1.452
    Ort:
    Rhein-Main Gebiet
    Heute anscheinend ein beliebtes Thema:

    Liga blickt gebannt auf Kirch - Ohne TV-Gelder droht Finanz-Debakel

    Von Michael Rossmann, dpa =

    München/Hannover (dpa) - Gebannt blicken die Verantwortlichen des
    Profifußballs auf die finanziellen Schwierigkeiten der Münchner
    KirchGruppe, den juristischen Streit mit dem Springer-Verlag und auf
    die Entwicklung des Pay-TV-Senders Premiere World. Bricht das
    Imperium des Leo Kirch zusammen, droht auch dem deutschen Fußball ein
    Desaster. Grund für die Unruhe ist die Abhängigkeit von Kirchs TV-
    Milliarden, ohne die der Profifußball kollabieren würde. "Das
    Fernsehgeld ist die wichtigste Einnahmequelle", sagt Michael Pfad,
    Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Insgesamt 1,53
    Milliarden Euro (rund 3 Milliarden Mark), so ist es in einem
    Vierjahresvertrag vereinbart, soll der finanziell angeschlagene Kirch
    bis 2004 ausschütten.


    "Die Entwicklung ist natürlich überhaupt nicht erfreulich", sagt
    Dortmunds Manager Michael Meier. Sein Wolfsburger Kollege Peter
    Pander fragt: "Wenn Kirch ähnlich wie der Schneider-Baukonzern
    zusammenbricht, was machen wir dann? Wie stecken wir das weg?" Und
    als Antwort fügt er an: "Bayern kann das vielleicht aushalten, die
    meisten anderen nicht." Uli Hoeneß und Rudi Assauer haben
    vorsorglich schon einmal eine Erhöhung der Rundfunkgebühren
    gefordert. Die Manager von Bayern München und Schalke 04 haben sich
    dafür ausgesprochen, dass die Fernsehzuschauer künftig zwei Mark mehr
    im Monat zahlen sollen, um im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wieder
    Bundesliga-Berichterstattung sehen zu können.


    Derzeit erhält jeder Erstligist eine Garantiesumme von mehr als
    acht Millionen Euro, dazu kommt ein erfolgsabhängiger Zuschlag. Für
    viele Clubs wie etwa Nürnberg, Cottbus oder Wolfsburg macht das TV-
    Geld ein Drittel des Etats oder sogar mehr aus. In der 2. Liga ist
    die Situation noch brenzliger. Dort sichert das Fernsehgeld bei
    einigen Vereinen weit mehr als die Hälfte des Budgets.


    Selbst Kirchs Geschäftspartner wie Rupert Murdoch halten eine
    Insolvenz nicht mehr für ausgeschlossen, wie der "Spiegel" berichtet.
    Denn die Lage wirkt bedrohlich: Laut "Süddeutscher Zeitung" drücken
    Kirch Schulden von mehr als fünf Milliarden Euro, die Kreditlinien
    scheinen bis zum Anschlag ausgereizt, Gläubiger und Partner werden
    unruhig.


    Aktuell verschärft hat sich die Situation in den vergangenen Tagen
    durch die Konfrontation zwischen Springer und Kirch. Der Verlag will
    eine mit der Kirch-Gruppe vereinbarte Verkaufsoption ausüben und
    verlangt für ein 11,5-Prozent-Paket am Fernsehkonzern ProSiebenSAT.1
    rund 770 Millionen Euro von der KirchGruppe. Kirch erklärte die
    Option hingegen für juristisch unwirksam und kündigte rechtliche
    Schritte an.


    "Der weiß schon, warum er klagt", sagt Dortmunds Manager Meier
    dazu. Für ihn ist es ein Spiel auf Zeit, das Kirch betreibt. Meier
    hofft auf Kirchs "großen Ressourcen wie etwa die Rechte für die
    beiden nächsten Weltmeisterschaften". Aus dem Verkauf der WM-Rechte
    2002 und 2006, die Kirch nach dem Konkurs der Schweizer Agentur
    ISL/ISMM weltweit besitzt, kann das Münchner Unternehmen einen
    Millionengewinn erwirtschaften.


    Den Gau wollen sich die Verantwortlichen lieber nicht vorstellen.
    "Es ist selbstverständlich, dass wir uns für die finanzielle
    Situation unserer Partner interessieren, aber wir können natürlich
    nicht in die Glaskugel schauen", sagt DFL-Geschäftsführer Pfad zur
    Entwicklung. Bisher sei Kirch aber allen Verpflichtungen
    nachgekommen, und außerdem sagt Pfad: "Bisher hat Kirch es immer
    geschafft."
    Gleichwohl arbeitet die DFL weiter mit Hochdruck daran, von Kirch
    unabhängig zu werden. Der langjährige Fernsehmann Pfad (Premiere,
    tm3) wurde vor allem verpflichtet, damit die Liga nach Ablauf des
    derzeit gültigen TV-Vertrages eine Alternative zum Pay-TV-
    Monopolisten Kirch hat. Ob es einen eigenen Liga-Kanal oder fertige
    Sendesignale für den Weiterverkauf geben wird, ist allerdings völlig
    offen. Sicher ist nur, dass es keine kurzfristige Lösung gibt, wenn
    Kirchs Imperium zusammenbrechen würde.

    ©dpa

    Wie nah ist das Ende wirklich?

    MfG
     
  3. better-research

    better-research Junior Member

    Registriert seit:
    18. Februar 2001
    Beiträge:
    71
    Ort:
    Deutschland, 89054 Schweinshausen
    -----------
    Die Manager von Bayern München und Schalke 04 haben sich
    dafür ausgesprochen, dass die Fernsehzuschauer künftig zwei Mark mehr
    im Monat zahlen sollen, um im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wieder
    Bundesliga-Berichterstattung sehen zu können.
    ------------

    Ein Frage an die Manager:
    Schon mal dran gedacht einwenig die Gehälter der
    Fußballer zu kürzen?

    So eine Forderung empfinde ich als Frechheit,
    gegenüber den Sendern und vorallem gegenüber
    den Zuschauern!
    Ich hoffe mal das bei dieser Aussage, es sich
    um eine geistige Umnachtung handelt!
    Aber ändern können wir ja sowieso nichts, wenn
    mehr Gebühren gefordert werden dürfen wir zahlen
    und klappe halten!
     
  4. bdroege

    bdroege Board Ikone

    Registriert seit:
    27. Februar 2001
    Beiträge:
    4.024
    Ort:
    Aachen
    Ich glaube die Fussballvereine verstehen die Marktwirtschaft nicht, sollte Kirch wegfallen dann müssen sie halt mit weniger auskommen. Denn ich glaube kaum das es einen Sender gibt, der bereit ist über 380 Mill. € pro season zu zahlen.

    Hat Kirch eigentlich schon die FIFA vollständig bezahlt (WM 2002 und 2006)? Dann könnte es passieren das die FIFA eine anderen käufer für die Rechte suchen muss.Auch da glaube ich kaum das einen anderen gibt der die gleiche Summe bezahlt.

    Wenn Kirch pleite macht wird die geldgierige FIFA/Bundesliga endlich für ihre Raffgier bestraft. Ich hoffe das dies eine lehre für die anderen Rechtehändler ist, das es schlecht ist,immer auf denn Höchstpreis aus zu sein.
     
  5. leoK

    leoK Gold Member

    Registriert seit:
    9. Juni 2001
    Beiträge:
    1.452
    Ort:
    Rhein-Main Gebiet
    @ better-research,

    so einfach wird es beim nächsten mal nicht mehr mit der Gebührenerhöhung. Schon bei der letzten Gebührenerhöhung wollten anfangs mit alle Bundesländer mitziehen. Bei nächsten mal wird es noch schwieriger werden.

    Aber am Ende können wir es doch nicht verhindern.

    @ b.droege,

    die Fußball-WM ist noch nicht vollständig bezahlt, die letzte Rate war im Januar fällig. Die Frage ist hat Kirch die bezahlt oder die FIFa auf ungültigen Vertrag verklagt.



    MfG

    [ 04. Februar 2002: Beitrag editiert von: leoK ]</p>
     
  6. harald.meyer

    harald.meyer Junior Member

    Registriert seit:
    30. Juni 2001
    Beiträge:
    110
    Ort:
    Berlin
    <blockquote><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Zitat:<hr> Ich glaube die Fussballvereine verstehen die Marktwirtschaft nicht, sollte Kirch wegfallen dann müssen sie halt mit weniger auskommen. Denn ich glaube kaum das es einen Sender gibt, der bereit ist über 380 Mill. € pro season zu zahlen. <hr></blockquote>

    Dass wäre sicherlich einer der positiven Aspekte einer Kirch-Pleite. Denn Kirch würde sicherlich noch ein paar Pay-TV Unternehmen mit in die Krise reiten. Denn eine wirklich goldene Nase verdient sich bei den jetzigen Rechtepreisen sicherlich keiner und wenn dann die Banken kalte Füsse bekommen und Geld zurückfordern...
    Dann muss sich die UEFA auch endlich mal Gedanken über eine europaweite Gehaltsobergrenze und eine vernüftige Free-TV-Präsenz (ein Spiel pro Woche im Free-TV, der Rest im Pay-TV). Vielleicht wird dann auch mal ein richtiges Förderungssystem für die Jugend aufgebaut (man kann ja noch hoffen).

    Allzu lange wird es so sicherlich nicht weitergehen...
     
  7. RealityCheck

    RealityCheck Foren-Gott

    Registriert seit:
    21. August 2001
    Beiträge:
    13.350
    Ort:
    Bad Kreuznach
    Die Rechte für die WM 2002 / 2006 hat Kirch bislang schon so gewinnbringend weiterverkauft, dass die Bezahlung der Rechte an die FIFA gesichert ist.

    Und dieses "Geierverhalten" mancher Fußballmanager ist bedrohlich und zeugt von Inkompetenz. Denn ein eigener "Bundesligasender" würde niemals die selbe Rendite abwerfen wie ein Vertrag mit einem Pay TV Sender, möge er auch noch so unlukrativ sein. Denn der Fußball rechnet sich zumeist nur durch Querfinanzierung, das wird jeder Medienmanager bestätigen.

    Anstatt sich mit Kirch an einen Tisch zu setzen und an Modellen zu feilen, wie der Fußball seinem wichtigsten Finanzier unter die Arme greifen kann, verlassen die Ratten das sinkende Schiff und sehen sich nach einem anderen Wirt um...

    [ 04. Februar 2002: Beitrag editiert von: RealityCheck ]</p>
     
  8. Simon

    Simon Gold Member

    Registriert seit:
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    1.649
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    Saarland
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    Dreambox 7020S
    Ich kann nur hoffen, dass Kirch sich da irgendwie nochmal raushaut. Wie auch immer das passieren soll, ich hoffe einfach mal drauf. Vielleicht präsentiert er uns ja einen finanzkräftigen neuen Investor oder so.

    Für uns wäre es jedenfalls das Beste, wenn entweder Kirch es schafft, weiterzumachen, oder Murdoch direkt in die Bresche springt, und die finanziellen Verpflichtungen bezahlt.

    (Die KirchGruppe schuldenfrei? Das wär ja mal was ganz neues...)
     

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