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1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Anton5, 15. November 2011.

  1. Anton5

    Anton5 Junior Member

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    Hi,

    ich habe mich hier neulich beraten lassen, der Umzug ist mittlerweile von statten gegangen, ich habe gerade auch die Schüssel ausgerichtet und 100% Signalqualität.

    Da ich noch keinen Potentialausgleich und keine Erdung habe, hab ich die Kabel wieder vom LNB entfernt und möchte das thema jetzt angehen.

    Ich habe hier im 79 Seiten Thread "Satanlage richtig erden" in dieser .pdf:

    http://www.dehn.de/de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf

    gelesen, dass man keinen Erdungsanschluss benötigt, wenn man mehr als 2 Meter Abstand zur Dachrinne (nach oben) hat und die Schüssel weniger, als 1,5 Meter von der Wand absteht.

    Ich habe 5,60 Meter nach oben und die äußerste Stelle (LNB) ist 96cm von der Wand weg.

    -> Erdungsanschluss NICHT nötig.

    Ich möchte jetzt noch den Potentialausgleich angehen.

    Zum LNB gehen 4 Koaxialkabel (Kathrein LCD 95). Die sind aktuell etwa 10 Meter zu lang, ich bin da also flexibel.

    Das LNB ist dieses hier:

    Alps Uni Quad LNB 0,4 dB inkl. Wetterschutztülle

    Es hat einen integrierten Multischalter, ich gehe also mit den 4 Kabeln direkt in die Satreceiver.

    Damit alle das gleiche Potential haben möchte ich so eine Erdungsschiene verbauen:

    Kathrein 4-Fach Erdungsblock

    Kathrein 4-Fach Erdungsblock: Amazon.de: Elektronik

    Ich schraube die 4 Enden der Koaxialkabel, die zu den Satreceivern gehen, also mit F-Steckern an die Erdungsschiene und montiere an die 4 anderen freien Enden wiederrum Koaxialkabel, was ich an die 4 Anschlüsse des LNBs verschraube (wieder alles mit F-Steckern).

    Am Erdungsblock sind noch 4 Steckplätze für Kabel. Ich belege einen (???) mit einem 4mm² Erdungskabel, verlege es auf direktem Wege zum Keller und gehe da an die Haupterdungsschiene.

    1. Frage:
    Ist das bis hierhin alles korrekt?

    2. Frage:
    In der Bewertung des Erdungsblockes bei Amazon steht:

    Einziges Manko sind die Dämpfungswerte, aber beim Betrieb am Multischalter kein Problem.

    Ich habe keinen integierten Multischalter. Bekomme ich so ein Problem?

    Was ist die Dämpfung überhaupt?

    Entstehen da Verluste wegen der Unterbrechung des Kabels?
     
  2. KeraM

    KeraM Foren-Gott

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Wenn deine Satanlage in Schutzbereich des Hauses montiert ist und nur eine Wohnung versorgen soll, ist Potentialausgleich auch nicht zwingend erforderlich.;)
     
  3. Anton5

    Anton5 Junior Member

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Sie ist im Schutzbereich.

    Was hat das mit einer Wohnung zu tun?

    Das Haus ist am Hang, ich habe die SAT Schüssel hinten raus an die Aussenwand in der ersten Etage montiert, von hier gehen Kabel ins Wohnzimme,r Schlafzimmer, TV Zimmer und Arbeitszimmer.

    Haben die verschiedene Potentiale, wenn die auf verschiedener Höhe sind?
     
  4. raceroad

    raceroad Board Ikone

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Klares Nein. Hängt im Detail auch noch von der unbekannten Größe der Antenne ab, aber π x Daumen sind etwa 25 dB Verlust auf dem Verteilweg LNB > Receiver zu verkraften. Die 10 m LCD 95 kosten am oberen Frequenzende rund 3 db, eine evtl. vorhandene Einzelanschluss-Antennendose in der Größenordung 2 db, so dass der zusätzliche Verlust durch einen guten Erdungsblock wie den von Kathrein, der vielleicht bei 1 db liegen mag, absolut unerheblich ist.
    Nichts. Die überarbeiteten Bestimmungen zu Potenzialausgleich und Erdung wurden zwischenzeitlich so interpretiert, dass bei Anlagen für nur eine Wohnung und nicht erdungspflichtigen Antennen auch auf den Potenzialausgleich verzichtet werden kann, wenn die Summe der möglichen Ableitströme kleiner 3,5 mA liegt. Inzwischen liest sich das bei Kleiske wieder anders. Außerdem war das ohnehin nicht praktikabel: Ein intaktes Schutzklasse II Elektrogerät (das sind die mit 2-poligem Eurostecker) darf einen Ableitstrom von 0,5 mA aufweisen, und eine Begrenzung auf max. sieben Geräte kann in der Praxis nicht sichergestellt werden - es zählten alle Geräte mit, die mittelbar mit der Satanlage verbunden sind, also z.B. auch die Komponenten einer HiFi-Anlage mit nicht galvanisch getrennnter Audio-Verbindung zum Satreceiver.

    Ob es aktuell noch eine Ausnahmeregelung für von Privatpersonen errichtete und genutzte nicht erdungspflichtige Anlagen gibt, weiß ich nicht. Das steht dann aber sicher im sehr umfangreichen, aber inzwischen auch etwas unübersichtlichen Thread zur Erdung. Für mich wäre das unerheblich, denn von der Sache her gibt es keine vernünftige Rechtfertigung, bei einer nicht erdungspflichtigen Antenne auch auf den Potenzialausgleich zu verzichten.

    Die Potenziale habe nichts mit der Höhe zu tun, auf der sich die Geräte befinden. Potenzialdifferenzen bedeuten elektrische Spannungen. Eine elektrisch leitende Verbindung gleicht diese Potenzialdifferenzen wieder aus. Das wiederum hat die erwähnten Ableitströme zur Folge. Diese können sich selbst dann, wenn nur intakte Endgeräte eingesetzt werden, zu einem Summenstrom oberhalb der Loslassschwelle summieren. Daher ist Arbeitsschutz einer der Gesichtspunkte für die Forderung nach einem Potenzialausgleich.

    Außerdem ist bei der Montage der Antenne im geschützten Bereich des Gebäudes zwar nicht von einem direkten Blitzeinschlag auszugehen, aber auch Naheinschläge können gefährliche Potenzialdifferenzen zwischen Satantenne und häuslichem Stromnetz verursachen, deren Folgen durch den Potenzialausgleich zumindest abgemildert werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2011
  5. satmanager

    satmanager Institution

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Dafür gibt es doch "Überspannungs-Schütze" ! :D :winken:

    P.S. das fällt mir immer mehr auf...

    Potenzialausgleich
    Potentialausgleich

    Geb ich bei Google das mit "z" ein schlägt er mit sogar die Schreibweise mit "t" vor.
    Ich bleibe bei der "T"-Version !
     
  6. opti61

    opti61 Junior Member

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Laut Duden ist beides zulässig - aber zurück zum Thema.

    Jedes Kabel, so auch der Außenleiter und Innenleiter beim Coax-Kabel wirkt als Antenne. Bei einem Blitzeinschlag (Blitz wirkt wie ein extrem staker Sender) in der Nähe können somit Spannungen von einigen hundert Volt Differenz - sprich elektrische Potentiale - am Kabel problemlos auftreten.
    Diese Spannungen - trotz der teilweise nur geringen Leistung, die dahintersteht - können problemlos die Elektronik zerstören bzw. Unfälle verursachen.
    Abhilfe: Einsatz eines Erdungsblockes mit F81 F-Doppelbuchsen (zum Beispiel Erdungsblock / Erdwinkel 4-fach mit original Cabelcon F81 HQ, 4,50 &e ) , der die Spannungsdifferen auf den Schirmen killt. Dieser Erdungsblock sollte mit der Haus-Erdung verbunden sein, da sonst wiederum ein Potentialunterschied zwischen den angeschlossenen Geräten mit Hauserdung und dem mittleren Potential, welches sich aus den unterschiedlichen Schirmspannungen gebildet hat, entstehen kann.
    Außerdem sollte man einen Überspannungsschutz (zum Beispiel Überspannungsschutz, 75 Ohm, DC Durchlass bis 30V / 0,5A, 3,25 &euro ) installieren, der die Gleichspannung zur LNB-Versorgung durchlässt, aber bei Überspnnungen einen kurzzeitigen Kurzschluss produziert einbauen, da nur so die gefährlichen Spannungsspitzen auf den Innenleitern abgefangen werden können. Die zusätzliche Dämpfung ist bei guten Buchsen und Überspannungsschutz gering. Und - je schlechter die Schirmung des Kabels ist (z.B. auch bei Verwendung von Schraubsteckern - besonders von denen mit Dichtung), desdo höher ist auch die Gefahr von Spannungsspitzen auf dem Innenleiter.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2011
  7. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Blitzschutztechnisch wird diese Beschreibung keinen Preis gewinnen, das gilt auch für den editierten Text. Blitze werden heute minutiös aufgezeichnet. In der Häufigkeitsstatistik liegen 10 bis 50 kA vorne, 100 oder 200 kA kommen aber auch vor. Der Blitz hat in der Tat mit seiner Höhe kein Problem. :rolleyes:
    Was hast du bloß für einen Narren an diesem hier wieder völlig unpassenden Ausdruck "problemlos" gefressen?

    Der max. zulässige Erdungswiderstand eines Fundament- oder Ringerders beträgt 10 Ohm. Je Ohm wird somit aus jedem kA Strom ein kV Spannung.
    Ein Erdblock allein killt garnichts, der stellt lediglich eine Verbindung zwischen Kabelschirm(en) und -sofern vorhanden- einem Potenzialausgleichsleiter her. Um die Kabelbelastung durch Teilblitzströme zu reduzieren, ist am anderen Kabelende ein zweiter Erdblock + Potenzialausgleichsleiter erforderlich, der möglichst eng mit dem/den Kabel(n) verlegt wird.
    Ein Erdblock sollte nicht nur, sondern muss geerdet werden. Im Falle der hier diskutierten nicht erdungspflichtigen Antenne kann der PA an beliebiger Stelle erfolgen und der Potenzialausgleichsleiter wird an der HES angeschlossen.

    Nach blitzschutztechnischen Kriterien ist auch die Einbindung einer nicht erdungspflichtigen Antenne in den PA und eine möglichst antennennahe Montage des ersten Erdblocks sinnvoll.

    Die Konditionen für eine PA-Befreiung hat raceroad bereits genannt. Dass der PA einer konventionell geerdeten Antenne ausschließlich schleifenfrei an der Masterde angeschlossen werden darf, ist in diesem Forum mehrfach erwähnt.
    Blitz- und Überspannungs-Ableiter müssen energetisch koordiniert sein!

    SPZ 2 oder SPZ 3 Überspannungsableiter mit Stoßstrom 8/20 machen an Antennen im Schutzbereich einer Fassade oder getrennten Fangeinrichtung Sinn, an direkt geerdeten Antennen sind jedoch SPZ 1 Blitzstromableiter mit einem Stoßstrom von 10/350 µs erforderlich. Auch dieser nominal vergleichsweise sehr gute Überspannungsableiter wäre dann nur Blitzschutzkosmetik.
    Befass dich bitte mal mit der Trennungsabstandberechnung nach EN 62305. Der Glaube, dass man mit einem dichten Geflecht einen Überschlag auf den Innenleiter verhindert ist reichlich naiv.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2011
  8. opti61

    opti61 Junior Member

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Kein Problem. Dein Verständnis für DIN-Normen ehrt dich, aber hier ging es doch um eine Antenne innerhalb der Schutzzone - also nicht von direkten Einschlag bedroht - der Rest war als möglichst einfache Erklärung für Nicht-Experten in der Auslegung der Maxwellschen Differentialgleichungen gedacht.
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Gegen möglichst einfache Erklärungen gibt es keine Einwände. Aber dann bitte auch ohne fachlich unhaltbaren Garnierungen.
     
  10. opti61

    opti61 Junior Member

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    AW: 1 Frage zur Erdung (bzw Potentialausgleich), eine zur Dämpfung

    Bevor man angreift, sollte man eventuell das genauere Lesen nicht vergessen - auch der Vorbeiträge. In meinen Ausführungen ging es nicht um einen Einschlag eines Blitzes, sondern ausschließlich um das Abfangen der Auswirkungen des elektromagnetischen Impulses eines Blitzeinschlages in der Nähe - sprich nicht in die Antenne oder das Kabel selbst - und da stimmen die physikalischen Grundlagen.
    Ich würde vorschlagen, wieder auf den Boden zu kommen und hier keinen sinnlosen Streit auszutragen.
     

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