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Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von gabbiano, 10. November 2005.

  1. gabbiano

    gabbiano Junior Member

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    Rund 5000 Ärzte aus ganz Deutschland sind in Köln zum ersten "nationalen Protesttag" der niedergelassenen Ärzte zusammengekommen. Um 11 Uhr starteten sie eine Demonstration mit anschließender Kundgebung am Kölner Dom. Der Hartmannbund sprach vom Auftakt einer größeren Protestwelle. Der Protest der Ärzte richtet sich gegen Einkommenseinbußen durch die Gesundheitsreform und darüber hinausgehende Vorhaben der Großen Koalition.

    Viele Arztpraxen bundesweit seien wegen der Aktion geschlossen geblieben, sagten die Veranstalter. Neben der rund 500 Mitglieder zählenden Freien Ärzteschaft, die zu der Aktion aufgerufen hatte, beteiligten sich auch der Hartmannbund, der NAV-Virchowbund und der Berufsverband der Arzt- und Zahnarzthelferinnen.

    Die Ärzteverbände kritisierten, dass immer größere Teile der Leistungen nicht mehr honoriert würden. Das Arzneimittelbudget müsse abgeschafft werden. Leistungen sollten nach einem transparenten, EU-weit üblichen Kostenerstattungs-Prinzip honoriert werden. Zudem müssten die Belastungen durch Verwaltungsaufgaben reduziert werden. Die Krankenkassen verwahrten sich gegen die Kürzung von Zuschüssen und befürchten durch eine höhere Mehrwertsteuer Mehrbelastungen in Milliardenhöhe.

    Eine Mehrwertsteuererhöhung belaste die GKV pro Prozentpunkt mit rund 295 Millionen Euro, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der für 2006 beschlossene Steuerzuschuss zu den versicherungsfremden Leistungen in Höhe von 4,2 Milliarden Euro müsse beibehalten werden.

    Ärztekammer gegen schwarz-rote Pläne

    Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Jörg-Dietrich Hoppe, warnte in einem Protestbrief an die Verhandlungsführer von Union und SPD, Angela Merkel und Franz Müntefering, davor, die Vergütung für privatärztliche Leistungen zu senken. Nach Überlegungen von Union und SPD soll für Beamte oder Privatversicherte, die nach dem Standardtarif versichert sind, künftig eine "Behandlungspflicht zu bestimmten Gebührensätzen" gelten.

    Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin wies darauf hin, die Honorierung der einzelnen Medizinern werde von der niedergelassenen Ärzteschaft selbst organisiert und nicht von der Regierung. Die Bundesregierung sei aber entschlossen, das Honorierungssystem grundlegend zu reformieren und das Vertragsrecht zu überarbeiten.

    (N24.de, Netzeitung)

    Quelle: http://www.n24.de/politik/inland/index.php/n2005110918382600002

    --

    Gibt es hier vielleicht einen Medizier oder einen Insider, der dazu Stellung nehmen kann? Bisher galten Ärzte als bessergestellte, das scheint dem Bericht zufolge nicht mehr zu stimmen.
     
  2. LHB

    LHB Institution

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    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    und im notfall ist keiner mehr da, um zu retten. na toll.
     
  3. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    Komisch, wenn es um die Krankenschwester geht, äußerst du dich anders.
     
  4. LHB

    LHB Institution

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    Hannover
    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    ich ? wo ?
     
  5. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

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    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    Ärzte sind in Deutschland völlig unterbezahlt. Meiner Meinung nach ist es sowieso ein Witz, dass Ärzte - die eine starke Belastung durch Verantwortung haben (wenn man sich mal verprogrammiert stirbt noch keiner ) weniger verdienen, als Fußballer die einem Leder nachrennen. Aber Gesundheit ist selbstverständlich, darf also nix kosten ...
     
  6. Don Pasquale

    Don Pasquale Senior Member

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    München
    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    @Terranus:

    Das gilt vor allen Dingen für Krankenhausärzte, wobei es dort für das gesamte Personal gilt.
     
  7. gabbiano

    gabbiano Junior Member

    Registriert seit:
    20. März 2005
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    Essen
    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    Du solltest dich genauer erkundigen, bevor du so einen Unsinn schreibst. Die Leute achten schon auf die Notfälle, so dumm sind sie nicht.

    Weiß niemand, wie es mit der Bezahlung genau aussieht?
     
  8. klebnikow

    klebnikow Junior Member

    Registriert seit:
    15. November 2004
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    32
    Ort:
    Rlp/Hessen
    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    In der ZEIT gab es vorletzte Woche einen sehr schönen Bericht darüber. Die Zustände sind wirklich katastrophal. Da wurde dann auch gesagt, dass jeder der Arzt werden will von vornherein weiß, dass er vom 30. bis zum 40. Lebensjahr Tag und Nacht arbeiten wird um dann einen gescheiten Posten zu bekommen oder sich niederzulassen. Aber das man dem Arzt jetzt auch noch die Gehälter kürzt hat das Fass zum überlaufen gebracht.

    Dann wurde noch ein treffender Satz gesagt: Deutschland bildet Ärzte für die ganze Welt aus! Unglaublich viele Ärzte verlassen Deutschland ins beliebige Ausland weil da die Bezahlung wesentlich besser ist. Und da die Ausbildung in D (noch) so gut ist, wird ihnen quasi der rote Teppich ausgerollt im Ausland.

    Tja und jetzt fragt sich nur noch wer Schuld ist an der ganzen Misere?!
     
  9. dehlya

    dehlya Silber Member

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    Beiträge:
    609
    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    Gescheiter Job: Ist das ein Oberarzt?
    Niederlassungsfreiheit gibt es auch nicht.In manchen fachrichtungen muss man sich teuer einkaufen- wrer bezahlt einen das-und Kredite gibt es auch nicht mehr lässig und sich nach dem Facharzt sich fett in Schulden zu stürzen ist auch nicht jedermanns Sache, angesichts unsicherer Zukunft.

    Ein mehrjähriger, vom Land (BAT-W) bezahlter Oberarzt (41J.) Steuerklasse 3 (das ist die gute) verh. 1 Kind bekommt 2635 € ausgezahlt inkl. Zuschläge.(bei ca.45 h) Berufshaftpflicht/Kammerbeiträge sowie geforderte Weiterbildung müssen aus eigener Tasche gezahlt werden.(Bei WB werden zuweilen > 300€/Jahr auf Antrag genehmigt- in Ausnahmeefällen auch mehr. Die Aufwändungen machen ca. 90€-120€ mon. aus ergo um 2,5 mon. Realnetto .Wenn also,wie bei 99% aller Klinikärzte keine Privatliquidationen möglich sind, kann man sich unschwer vorstellen, wo jüngere Assistenzärzte unverh. liegen. Wenigstens ist jetzt die AIP Zeit weggefallen.

    Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass Arbeitslosigkeit für die meisten Fachrichtungen kein Thema ist-
    cu,dehlya
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2005
  10. casper100

    casper100 Wasserfall

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    Beiträge:
    7.900
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    BaWü
    AW: Ärzte-Protest gegen schwarz-rote Sparpläne

    Oh ... die Armen.
    Werd gleich mal spenden gehen !

    Wie war das noch mit freier Berufswahl ?
     

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