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Nutzung der Frequenzressourcen

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T)" wurde erstellt von Manfred Z, 7. Juli 2007.

  1. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Aha. Und wieviel Megawatt an Sendeleistung sollen die Sendeanlagen bitte haben?

    166 km Senderabstand und 256QAM. Diese Kombination wird nicht funktionieren in der realen Welt.

    Ja, möchtest du nun HDTV oder mobilen flächendeckenden Empfang? Beides zugleich wäre entweder nicht bezahlbar oder
    falls wirklich im VHF Band I übertragen wäre nur eine sehr begrenzte Anzahl an Programmen möglich.

    Es gibt in keinem Land weltweit Planungen für DVB-T im VHF Band I. Von daher alles Gedankengespinnste und Luftschlösser.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2012
  2. Martyn

    Martyn Wasserfall

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Echtes SFN kann man im Band I sowiso vergessen.

    Ich würde mir das eher so vorstellen das man einen Sender mit so 20-100 KW ERP auf einen sehr exponierten Standort stellt, und dort wo es Empfangsprobleme gibt man dann mit Füllsendern mit so 500W - 2KW arbeitet.

    Dafür sollte GI 1/8 locker reichen.
     
  3. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Sehe ich genauso. V.a. muss man bedenken dass die Ausstrahlungen in die Nachbarländer sehr schwierig zu managen sind.
    Falls ein Land wirklich große SFN mit hohen Sendeleistungen im VHF Band I nutzen sollte so könnten diese Kanäle/Frequenzen in den direkten Nachbarländern nicht mit eigenen TV-Kanälen belegt werden.
    Dazu kommt dass ein SFN aufgrund der jahreszeitlichen witterungsbedingten Überreichweiten nicht immer stabil laufen würde.

    Ohne SFN wird das allerdings recht ineffizient was die Abdeckung der Fläche und den Mobilempfang betrifft. Das ergibt eine mit UKW-Radio im Auto vergleichbare Empfangssituation. Kein lückenlos störungsfreier Empfang möglich. Alle paar x Kilometer muss auf einen anderen Empfangskanal gewechselt werden

    Weiterer Aspekt.
    Die Frequenzplanung wird dadurch wieder genauso kompliziert wie diese zu Zeiten des analogen terrestrischen TVs war u. noch heute mit analogem Radio ist.

    Das Modell Großsender mit vielen Füllsendern ist für den Mobilempfang nicht sonderlich gut geeignet, das wäre eher was für den ortsfesten Empfang.

    Für den wirklichen Mobilempfang wäre es sinnvoll sich mit SD-Bildqualität zu begnügen. HDTV mobil ist einfach zum heutigen Zeitpunkt nicht finanzierbar für die Anbieter.

    Die für den Empfang für das VHF Band I notwendigen Antennen wären nicht in kleine Geräte integrierbar.

    Die besten Optionen für mobiles TV wären entweder DVB-T2 lite im VHF Band III (mit 1,7 MHz Kanälen) + statisches SFN
    oder
    Multicast über LTE-Mobilfunknetze + dynamisches SFN.
    LTE-Basistationen können – im Gegensatz zu UMTS-Basisstationen – bei Multicast im SFN-Modus arbeiten.
     
  4. robiH

    robiH Wasserfall

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Es geht um mobiles HDTV.
     
  5. Manfred Z

    Manfred Z Board Ikone

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Was soll diese Troll-Diskussion mit nicht-existenten Voraussetzungen?

    In Deutschland gibt es seit einigen Jahren kein Band 1 mehr (siehe Frequenznutzungsplan). Und in allen Ländern, die die Analogabschaltung vollzugen haben, wird Band 1 abgeschafft. Auch in Russland gibt es keine digitalen Rundfunkplanungen für Band 1 oder das alte OIRT-Band.

    Hier noch ein Link auf ein technisches Dokument der EBU:

    "Frequency & Network Planning Aspects of DVB-T2"

    http://tech.ebu.ch/docs/tech/tech3348.pdf

    Auf Seite 48 findet man ein großflächiges Beispielnetz für Südbayern (Augsburg bis Brotjacklriegel, H'peißenberg bis Hohe Linie) auf K 47 im Vergleich zu DVB-T.
    Parameter: 16k, 64-QAM-2/3, GI 1/4 (448 µs), C/N = 17.5 dB, 22.6 Mbit/s
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2012
  6. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Hallo Manfred, ich habe bereits vermutet dass etwas in dieser Richtung deinerseits kommen würde.

    So siehst es aus, auch wenn das einige/wenige Leute hier im Forum nicht wahrhaben möchten.

    Die beiden wichtigsten Rundfunkfrequenzbänder für digitalen Rundfunk (Audio + Video):
    - 174 bis 230 MHz im 1,75 MHz Raster
    - 470 bis 790 MHz im 8 MHz Raster

    Dir geht es um mobiles HDTV. Sonst hat niemand hier im Forum etwas in dieser Art gefordert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2012
  7. Martyn

    Martyn Wasserfall

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    Naja, ich denke man muss zwischen mobilen Einsatz und hochmobilen Einsatz unterscheiden.

    Für den mobilen Einsatz, als z.B. das man mit der S-Bahn nachhause fährt, oder im Auto so im 50km Umkreis durch die Stadt und über Landstrassen fährt würde es locker ausreichen.

    Der hochmobile Einsatz, also mit 300 km/h ICE oder mit 200 km/h über die Autobahn durch ganz Deutschland, das wäre natürlich schon äusserst problematisch.

    Ansonsten bin ich ohnehin kein Freund grosser SFNs. Auch wenn grosse SFNs durchaus ihre Vorteile haben, bringen sie auch mehrere Nachteile mitsich, z.B. das insgesamt dann weniger Bedeckungen möglich sind und das höhere GI Nettobandbreite kostet.

    Und da nur an einigen besonders exponierten Lagen mehrere Grundnetzsender gut empfangen werden können, sehe ich so grosse SFNs eh nicht als optimal an.

    SD sehe ich auch als ausreichend an.

    Bei der Antenne sehe ich eingentlich kein Problem im Band I. Denn anders als beim Analogfernsehen muss man ja bei DVB für ein gutes Bild keinen ganz perfekten Empfang haben.

    Bei Autos könnte man die Antenne z.B. in die Heckscheibe oder in den Kofferraumdeckel integrieren, und bei mobilen Geräten z.B. das Kopfhörerkabel als Antenne mitnutzen. So wie es heute schon bei FM der Fall ist.

    Das Band III ist ja in den meisten europäischen Ländern für DAB verplant.

    In der Übergangszeit könnte man zwar noch Teile für DVB verwenden, aber eine langfristige Lösung wäre das auch nicht.
     
  8. Manfred Z

    Manfred Z Board Ikone

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    EU-Kommission will weiteres UHF-Spektrum für den Mobilfunk.

    Auszüge aus einer Rede von Frau Kroes, Kommissarin für Digitale Agenda, gehalten auf der Spectrum Management Conference am 19. Juni:

    Text der Rede: EUROPA - Press Releases - Neelie Kroes Vice-President of the European Commission responsible for the Digital Agenda Finding the spectrum to power the wireless revolution Spectrum Management Conference, Brussels 19 June 2012
     
  9. Manfred Z

    Manfred Z Board Ikone

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    In dieser Woche propagiert die EU-Kommission die gemeinsame Nutzung von Funkfrequenzen (shared spectrum). D.h. der Mobilfunk soll gebietsweise freie Fernsehfrequenzen (white spaces) nutzen, z.B. für LTE:

    Hier die PM der EU-Kommission (Digitale Agenda):

    Quelle: EUROPA - Press Releases - Digitale Agenda: Kommission drängt auf Förderung der funktechnischen Innovation durch gemeinsame Nutzung von Funkfrequenzen

    Weiterer Link zu einem Memo zum Thema (Engl.):

    EUROPA - Press Releases - Digital Agenda: Maximising radio spectrum efficiency by sharing it
     
  10. TV_WW

    TV_WW Foren-Gott

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    AW: Nutzung der Frequenzressourcen

    Sehr interessant!
    Was im Endeffekt bedeutet die Gerätehersteller müssen sich mit den Problemen herumschlagen dass sich Geräte die nach unterschiedlichen Normen und Verfahren im selben Frequenzbereich funken nicht gegenseitig stören.

    Na das hat sich die EU-Kommission ja gut überlegt. Die Existenz von Bestandsgeräten und Bestandsnutzern {z.B. PMSE} (im besagten UHF-Frequenzband) war mal wieder total nebensächlich, wie mir scheint.

    Falls man folgender Studie glauben schenken darf, dann stören heute real existierende LTE-Gerätschaften angrenzende Funkfrequenzen doch ziemlich massiv.

    English Version
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2012

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