Alt 27.10.2006, 01:29   #1 (permalink)
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Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

Zitat:
Auch zwei Monate nach dem Start der neuen Bundesligasaison streiten zahlreiche Fußballfans mit dem Bezahlfernsehsender Premiere um die Abo-Gebühren. Nachdem Premiere die Lizenz zur Bundesligaberichterstattung an Arena verloren hatte, kündigten viele Bundesliga-Fans. Die meisten Kündigungen hat Premiere zwar akzeptiert, aber nur mit erheblicher Verzögerung. Doch immer noch gibts Streitigkeiten. Inzwischen wurde bekannt: Bereits bei der Programmreform ein Jahr zuvor übervorteilte Premiere zahlreiche Abonnenten. In einem Gerichtsverfahren vor dem Amtsgericht München gelang es dem Sender jedenfalls nicht, die Berechtigung der zum Teil drastischen Preiserhöhung damals zu belegen. Am Ende nahm Premiere die Preiserhöhung dem Kläger gegenüber zurück. Nach Ansicht von Kläger-Rechtsanwalt Holger Thieß können betroffene Abonnenten auch jetzt noch Rückforderungen geltend machen. Er hält einen Mustertext zum kostenlosen Download bereit.

Spiel auf Zeit
Viele Premierekunden waren stinksauer. Auf Kündigungen wegen des Verlusts der Bundesligaberichterstattung reagierte Premiere mit zwar freundlichen, aber stereotypen Briefen. Das Unternehmen bestätigte regelmäßig nur die ordentliche Kündigung. Die Berechtigung einer außerordentlichen Kündigung pünktlich zum Ende der Bundesligaberichterstattung werde geprüft, hieß es in den Serienbriefen sonst nur. Unterdessen versuchte der Sender, nach der Pleite bei der Rechtevergabe noch Sublizenzen zu ergattern. Ergebnis: Im Internet kooperiert Premiere mit der Telekom, die gerade beginnt, Bundesligaberichte über ihr neues VDSL-Netz zu verbreiten. Wichtiger noch: Fernsehzuschauer, die ihr Programm über Kabel Deutschland bekommen, erhalten die Arena-Bundesligaberichte via Premiere. Im übrigen blieben die Kunden im Unklaren. In zahllosen Blogs, Foren und Leserbriefen machten sie ihrem Ärger Luft. Die Berichte zum Thema gehörten über Monate hinweg zu den meist aufgerufenen Seiten bei www.test.de.

Suche nach Gründen
Am Ende lenkte Premiere in den meisten Fällen ein. Leser mit den preiswertesten Abos mit Bundesliga-Live-Berichterstattung ließ der Bezahlsender schließlich ziehen. So jedenfalls berichteten es eine ganze Reihe von Lesern www.test.de. Premiere bestand allerdings auf Bezahlung bis zum letzten Tag. Erst am Donnerstag, 10. August endeten die Abo-Verträge. Am darauffolgenden Freitag begann die neue Bundesligasaison. Bei teureren Abos wie vor allem dem Premiere-Komplett-Paket allerdings herrscht immer noch Streit um das Kündigungsrecht. Premiere besteht auf Zahlung. Argument des Senders: Der Anteil der Fußballbundesliga-Berichterstattung macht nur einen geringen Teil des Programms aus. Der Wegfall sei daher kein Grund, der zur Sonderkündigung berechtigt. Verbraucherschützer und Juristen der STIFTUNG WARENTEST halten Kündigungen je nach den Umständen des Einzelfalls dennoch für wirksam. Gerichtsurteile sind allerdings bislang noch nicht bekannt.

Preise unter Verdacht
Unterdessen hat Rechtsanwalt Holger Thieß auf einen bislang wenig bekannten Rechtsstreit aus dem Jahr 2005 hingewiesen. Vor dem Amtsgericht München gelang es Premiere nicht, die Berechtigung von zum Teil drastischen Preiserhöhungen zu belegen. Am Ende strich der Sender die Segel und akzeptierte die Fortsetzung des Abos zum alten Preis. Nach Ansicht des Juristen haben die damals von der Preiserhöhung betroffenen Kunden auch jetzt noch die Möglichkeit, die Unwirksamkeit der Preiserhöhung geltend zu machen und einen Teil der seitdem gezahlten Abogebühren zurückzufordern. Er hält kostenlos einen Mustertext bereit, mit dessen Hilfe Betroffene ihre Forderungen bei Premiere anmelden können.

http://www.stiftung-warentest.de/onl...0/1444680.html
__________________
Bei manchen Mitmenschen frage ich mich unwillkürlich: "Was will uns die Natur damit sagen?"

Geändert von IGLDE (27.10.2006 um 11:29 Uhr)
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Alt 27.10.2006, 07:53   #2 (permalink)
Silber Member
 
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AW: Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

Hmm,

letztenendes nur eine Bestätigung des hier aufkommenden Unmuts...

wollik
PS: Ich würde die Links überarbeiten! Im Orginal zeigen die auf andere Seiten - besonders die TLD ".de-Leser" führt in's Nirvana
wollik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2006, 21:01   #3 (permalink)
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AW: Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

Wie? Kann ich jetzt die zuviel gezahlten Gebühren für die im April 2004 durchgepeitschte, unverschämte Preiserehöhung per Programmheft rückwirkend zurückfordern? Das wäre mal geil.

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Alt 27.10.2006, 22:00   #4 (permalink)
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AW: Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

He he...mit den Begründungen für Preiserhöhungen isses in der Tat schwierig. Nur der ARPU reicht als Begründung nicht aus Herr Kofler.
Berliner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2006, 22:38   #5 (permalink)
Lexikon
 
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AW: Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

Ist doch nur 1 Cappuccino extra für Premiere.
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Alt 27.10.2006, 22:43   #6 (permalink)
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AW: Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

Zitat:
Zitat von solid2000
Wie? Kann ich jetzt die zuviel gezahlten Gebühren für die im April 2004 durchgepeitschte, unverschämte Preiserehöhung per Programmheft rückwirkend zurückfordern? Das wäre mal geil.

Ich glaube das würde eine Lawine bisher nicht gekannten Ausmaßes auslösen
Lucifus2508 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2006, 23:30   #7 (permalink)
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AW: Premiere ohne Bundesliga Streit ohne Ende

Zitat:
Zitat von solid2000
Wie? Kann ich jetzt die zuviel gezahlten Gebühren für die im April 2004 durchgepeitschte, unverschämte Preiserehöhung per Programmheft rückwirkend zurückfordern? Das wäre mal geil.

Du kannst schon mal gar nichts zurückfordern.
Weil ...... du zahlst ja gar nichts!
Wehe der Kofi, Jocic und die GEZ kommen dir dahinter!
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