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Alt 07.01.2013, 19:48   #1 (permalink)
Platin Member
 
Benutzerbild von Worringer
 
Registriert seit: 04.2005
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Beiträge: 2.163
Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Die EG plant, den Markt für Trinkwasser für Privatisierung zu öffnen. Was das für die Wasserpreise bedeutet, dürfte klar sein.

Die EG soll durch die Petition aufgefordert werden, dass die EG die Mitgliedsstaaten verpflichtet, dass die Versorgung mit Wasser von einer Liberalisierung ausgenommen wird.

Hier is der Link zur Petition: Water campaign |
selassie hat sich bedankt.
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News
Alt 07.01.2013, 19:50   #2 (permalink)
Junior Member
 
Registriert seit: 09.2010
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Beiträge: 76
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Zitat:
Zitat von Worringer Beitrag anzeigen
Die EG plant, den Markt für Trinkwasser für Privatisierung zu öffnen. Was das für die Wasserpreise bedeutet, dürfte klar sein.

Die EG soll durch die Petition aufgefordert werden, dass die EG die Mitgliedsstaaten verpflichtet, dass die Versorgung mit Wasser von einer Liberalisierung ausgenommen wird.

Hier is der Link zur Petition: Water campaign |
und die Atemluft soll öffentlich bleiben?
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"Brauche ich zwar nicht, muss ich aber haben"
kugel56 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2013, 19:51   #3 (permalink)
Lexikon
 
Benutzerbild von hopper
 
Registriert seit: 04.2003
Ort: San Francisco | Sunnyvale
Beiträge: 20.833
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Also, die höchsten Wasserpreise hab ich in Deutschland immer bei den staatlichen/kommunalen Wasserversorgern bezahlt. Die erhöhen auch mal die Wasserpreise um 100% und finanzieren damit dann Stadien von Fussballclubs.

Schlimmer wird's nicht, eine unabhängige Kontrollorganisation muss her, die den Preis festlegt und überwacht. In beiden Fällen.
Worringer und Martyn haben sich bedankt.
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Ausgelöscht - wir gehören nicht mehr zur Familie :p
hopper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2013, 22:28   #4 (permalink)
Talk-König
 
Registriert seit: 06.2005
Ort: Prackenbach/Nby. und Auerbach/Opf.
Beiträge: 5.371
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Solange es eine wirksame Regulierung gibt, denke ich ist gegen eine Privatisierung der Märkte, auch des Wassermarkts nichts einzuwenden.

Aber genau daran scheitert es meist.
Martyn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2013, 22:32   #5 (permalink)
Lexikon
 
Registriert seit: 11.2001
Ort: Geldspeicherstadt
Beiträge: 22.638
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Zitat:
Zitat von Worringer Beitrag anzeigen
Was das für die Wasserpreise bedeutet, dürfte klar sein.
Etwa Wettbewerb?

Gell, die Strompreise sind auch durch die Öffnung des Markts rasant gestiegen?
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Um Missverständnissen vorzubeugen, bitte diesen Beitrag nicht interpretieren und im jeweiligen Kontext betrachten. Im Zweifelsfall bitte nachfragen.
Gag Halfrunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2013, 22:41   #6 (permalink)
Talk-König
 
Registriert seit: 06.2005
Ort: Prackenbach/Nby. und Auerbach/Opf.
Beiträge: 5.371
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Wettberwerb gäbs nur bei echten Polypolen, bei Oligonpolen gibts ohnehin eher (verbotene) Preisabsprachen.

Zudem hat bei Trinkwasser ohnehin jeder Anbieter "Gebietsschutz" so das da kein Wettbewerb zu fürchten ist.
Martyn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 07:54   #7 (permalink)
Platin Member
 
Benutzerbild von Worringer
 
Registriert seit: 04.2005
Ort: Köln
Beiträge: 2.163
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Zitat:
Zitat von Gag Halfrunt Beitrag anzeigen
Etwa Wettbewerb?

Gell, die Strompreise sind auch durch die Öffnung des Markts rasant gestiegen?
Wo gibt es denn beim Strompreis richtigen Wettbewerb? Die Preise sind mehr oder weniger auf einem Niveau. Da ist bei einem die kWh vielleicht Bruchteile eines Cent günstiger, dafür aber der Grundpreis 10 € höher. Unterm Strich gibt es keine wirkliche Ersparnis. Das was als Ersparnis vorgegaukelt wird, bezieht sich hauptsächlich auf die Neukundenprämie und die ist an sehr enge Vorgaben gebunden.

Letztendlich kann es auch keinen richtigen Wettbewerb geben, weil es nur eine handvoll Anbieter gibt und die ihren Preis haben (basierend auf der EEX). Was anderes wäre es, wenn die Erzeuger direkt ihren Strom an Endkunden verkaufen könnten, dann hätte man einen wirklichen Einfluß auf den Preis (mal ungeachtet des Netzes).

Und diesen negativen Effekt befürchte ich auch bei der Wasserversorgung. Nicht immer ist eine Marktöffnung etwas gutes und man muß nicht alles einer Liberalisierung unterwerfen. Man sieht ja sehr schön, welchen Einfluß die Marktöffnung auf den Strom- und Gasmarkt hatte (Investitionen in die Infrastruktur unterbleiben oder werden nur minimalistisch ausgeführt). Weshalb sollte das bei Wasser anders sein?

Letztendlich gehören für mich, Aufgaben zur Infrastruktur (und dazu gehören auch die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser) in Staatshand. Da kann ein Budget für Maßnahmen zur Erhaltung und zum Ausbau der Infrastruktur festgelegt werden, was jährlich aufgewandt werden muß und dann auch umgesetzt wird.
Ein privater Anbieter wird am Anfang immer die Frage stellen, ob es sich für ihn lohnt (=er Gewinn macht).
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Worringer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 08:19   #8 (permalink)
Lexikon
 
Registriert seit: 11.2001
Ort: Geldspeicherstadt
Beiträge: 22.638
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Zitat:
Zitat von Worringer Beitrag anzeigen
Wo gibt es denn beim Strompreis richtigen Wettbewerb? Die Preise sind mehr oder weniger auf einem Niveau.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Schau dir doch mal den Telefonmarkt an. Da sind die Preise auch mehr oder weniger auf einem Niveau. Würdest du hier auch behaupten, dass es keinen Wettbewerb gäbe?

Aber um jetzt nicht in ein albernes Frage-Antwort-Spiel zu verfallen. Schau dir einfach mal die Entwicklung des Strompreises an. Mit der Öffnung des Markts ist er deutlich gesunken und hat erst in den letzten Jahren sein ursprüngliches Niveau erreicht bzw. überschritten. Dabei muss man selbstverständlich a) die gesetzlichen Abgaben und b) die Inflation mit berücksichtigen. Der Nettopreis ist inflationsbereinigt in den letzten 15 Jahren um gerade mal einen Cent pro kWh gestiegen, nachdem er zwischenzeitlich um mehrere Cent gesunken war.
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Um Missverständnissen vorzubeugen, bitte diesen Beitrag nicht interpretieren und im jeweiligen Kontext betrachten. Im Zweifelsfall bitte nachfragen.
Gag Halfrunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 08:35   #9 (permalink)
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Beiträge: 10.303
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Ganz ehrlich: Es gibt Bereiche, die gehören in öffentliche Hand und nicht in private Hände:

Krankenhäuser, Nahverkehr, Gas, Wasser und Strom!

Mit diesen Dingen sollte grundsätzlich kein Geld verdient werden ... diese Bereiche sollten maximal kostendeckend betrieben werden. Private Unternehmen haben nur ein Interesse: Gewinn!

Das Ausland ist da übrigens wesentlich weiter: Viele Länder, die vor langer Zeit zum Beispiel Krankenhäuser privatisiert haben, holen sie wieder in die öffentliche Hand zurück ... ebenso bei den Grundversorgungen ...

Aber slche Dinge kapiert man in Deutschland immer 15 bis 20 Jahre später ...
Worringer, modus333, Sentorro und 1 andere haben sich bedankt.
Mythbuster ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 08:39   #10 (permalink)
Lexikon
 
Registriert seit: 11.2001
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Beiträge: 22.638
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Zitat:
Zitat von Mythbuster Beitrag anzeigen
Mit diesen Dingen sollte grundsätzlich kein Geld verdient werden ... diese Bereiche sollten maximal kostendeckend betrieben werden. Private Unternehmen haben nur ein Interesse: Gewinn!
Und was verstehst du unter "kostendeckend"? Wer legt fest, dass die anfallenden Kosten, die "gedeckt" werden müssen, tatsächlich notwendig sind?

Mal überspitzt gesagt: Wenn sich ein Wasser-Monopolist Luxus-Gehälter und einen riesigen Mitarbeiterstab gönnt und nur allein diese Kosten dann den Kunden aufbrummt, dann handelt er auch "kostendeckend", da ja am Ende des Jahres kein Gewinn übrig bleibt.
Rafteman hat sich bedankt.
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Gag Halfrunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 08:49   #11 (permalink)
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Beiträge: 10.303
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Ich habe im Moment keine Zeit für eine lange Diskussion. Ich kenne aber die Situation in Lübeck / Hamburg recht gut. Da gab es die Wasserdiskussion schon Anfang der 2000er.

Und wie ich schrieb: In anderen Ländern gab es das schon lange vorher! Und da geht man wieder den Weg zurück ... warum wohl!

Natürlich müssen die Kosten "überwacht" und kontrolliert werden ...

Noch einmal zum Beispiel Krankenhäuser: Schau Dir mal die Mrd. Gewinne der drei großen Klinikbetreiber an ... diese Gewinne gehen auf Kosten der Angestellten, Patienten und damit der Versicherten ... da werden Arzt- und Pflegestellen gekürzt, die Arztgehälter sind im Auslandsvergleich ein Scherz (warum gehen wohl so viele Ärzte ins Ausland, während in unseren Krankenhäusern immer mehr Ärzte arbeiten, die kein Wort deutsch sprechen), Überstunden werden nicht bezahlt etc. pp. ... gleichzeitig werden Wartezeiten länger, Liegezeiten teilweise riskant verkürzt ...

Die Klinikbetreiber jammern über die angeblich hohen Personalkosten ... streichen aber Gewinne (auf Kosten der Gemeinschaft) ein, von denen die restliche Wirtschaft nur träumen kann.
Mythbuster ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 09:04   #12 (permalink)
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AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Ist denn die Patientenversorgung schlechter geworden?
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Gag Halfrunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 09:06   #13 (permalink)
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AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Zitat:
Zitat von Gag Halfrunt Beitrag anzeigen
Ist denn die Patientenversorgung schlechter geworden?
Ja, deutlich!
Mythbuster ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 09:10   #14 (permalink)
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AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Beispiele? Belege?
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Gag Halfrunt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2013, 09:14   #15 (permalink)
Silber Member
 
Benutzerbild von Schnellfuß
 
Registriert seit: 06.2011
Beiträge: 752
AW: Petition gegen Privatisierung des Wassermarkts

Abgesehen davon, dass letztlich in einem "Wettbewerb" nur wenige, im Extremfall nur einer, Sieger übrigbleiben...

Anleger aller Art, ob nun Aktionär oder Gesellschafter werden o.g. "kostendeckend" nicht zulassen.
Das widerspricht ihren Interessen und ist durch die gebräuchliche Art der Kapitalbeschaffung ohnehin ausgeschlossen.

Ich fürchte, die wenigsten Menschen werden auch nur ansatzweise ahnen,
was Artikel 3, Kapitel III der EU-Verfassung mit "gemeinsame(r) Handelspolitik" anrichten kann und wird.
Der Handel mit Dienstleistungen des sozialen, des Bildungs- und Gesundheitssektors unterliegen nämlich grundsätzlich der Verhandlungs- und Vertragsfreiheit des Rates.
Müllabfuhr, Straßenreinigung, Wasserversorgung...
stehen dem "freien" internationalen Handel offen.
Schnellfuß ist offline   Mit Zitat antworten
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