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Alt 19.05.2012, 09:37   #1 (permalink)
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Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Tarifkonflikt beigelegt - Beschäftigte erhalten 4,3 Prozent mehr Geld, Azubis werden unbefristet übernommen, Betriebsräte können bei Leiharbeit mitbestimmen -

Die komplette Meldung gibts hier: IG Metall Pressedienst 48/2012 - IG Metall Baden-Württemberg

Aus meiner Sicht ein gutes Ergebnins. Gerade die Mitbestimmung bei der Leiharbeit schafft nun Möglichkeiten, die "moderne Sklaverei" zumindest einzudämmen.
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Alt 19.05.2012, 09:53   #2 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Die moderne Sklaverei läuft doch schon immer mehr auf einer anderen Baustelle.

Nachdem das AGG verschärft wurde und Leiharbeit öffentlich am Pranger steht (zu Recht!), ist das neue Instrument der Werkvertrag.

Nun werden die Bereiche ausgegliedert und werkvertraglich "fremdvergeben".

Ergebnis: Die Sklaverei geht weiter.
Theo.Lingen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2012, 10:18   #3 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Sheva79 Beitrag anzeigen
Tarifkonflikt beigelegt - Beschäftigte erhalten 4,3 Prozent mehr Geld, Azubis werden unbefristet übernommen, Betriebsräte können bei Leiharbeit mitbestimmen -

Die komplette Meldung gibts hier: IG Metall Pressedienst 48/2012 - IG Metall Baden-Württemberg
Keine Ahnung, vlt. ist ja meine Firma (Strassenbaumaschinenhersteller) so eine Art "Vorreiter", aber was dort "neu" beschlossen wurde, danach handeln wir schon seit über 2 Jahren.

Auch sind bei uns die ZA`s finanziell fast ( ca. 80-90% des Lohnes der Stammbelegschaft) auf Augenhöhe.
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Gruß Watt
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Alt 19.05.2012, 10:33   #4 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Theo.Lingen Beitrag anzeigen
D
Ergebnis: Die Sklaverei geht weiter.
...Und das dann unter noch schlechteren Bedinungungen!
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Alt 19.05.2012, 10:52   #5 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Gorcon Beitrag anzeigen
...Und das dann unter noch schlechteren Bedinungungen!
So sieht es aus.

Leider.
Theo.Lingen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2012, 11:02   #6 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

So lange es kein Gesetz gibt das gleiches Geld für gleiche Arbeit vorschreibt wird sich diese Unsitte weiter verschärfen.
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Alt 19.05.2012, 11:18   #7 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Gorcon Beitrag anzeigen
So lange es kein Gesetz gibt das gleiches Geld für gleiche Arbeit vorschreibt wird sich diese Unsitte weiter verschärfen.
100% richtig. Genau das ist der Knackpunkt. Eigentlich müsste der Gesetzgeber die Leiharbeit und Werkverträge fair regeln. Dann müssten sich die Tarifparteien nicht darum streiten.
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Alt 19.05.2012, 11:30   #8 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Es gibt aber genug Lobyisten in der Politik die genau das verhindern.
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Alt 19.05.2012, 11:32   #9 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Gorcon Beitrag anzeigen
So lange es kein Gesetz gibt das gleiches Geld für gleiche Arbeit vorschreibt wird sich diese Unsitte weiter verschärfen.
Hmm. Das ist wie mit Angebot und Nachfrage.

Ein Arbeitnehmer kann sich auch unter seinem Preis verkaufen. Man muss nicht immer nach Tarif oder welchem Vertrag auch immer verhandeln. Man kann auch sagen, ich bin das und das Wert. Finden wir eine Einigung.

Wenn mir jetzt jemand sagt, dass man gezwungen wird für den schlechten Lohn arbeiten zu gehen, dann kann ich nur sagen: Anderen Job suchen.
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Alt 19.05.2012, 11:39   #10 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von AlBarto Beitrag anzeigen
Hmm. Das ist wie mit Angebot und Nachfrage.
Das nennt man modernen Sklavenhandel!
Wenn Du Dir einen anderen Job suchst verdienst Du in der Regel noch weniger!
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Alt 19.05.2012, 11:45   #11 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von AlBarto Beitrag anzeigen
Wenn mir jetzt jemand sagt, dass man gezwungen wird für den schlechten Lohn arbeiten zu gehen, dann kann ich nur sagen: Anderen Job suchen.
Mal das ganze sehen.
Der eine geht dann "sich einen anderen Job suchen", das Jobcenter schickt dann 10 andere für die Stelle.
Man muss es auch nicht immer so hinstellen als ob sich die Leute ausbeuten lassen weil sie zu faul sind. oder zu dumm, "sich einen anderen Job zu suchen".
Sheva79 hat sich bedankt.
camaro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2012, 14:32   #12 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von AlBarto Beitrag anzeigen
... Wenn mir jetzt jemand sagt, dass man gezwungen wird für den schlechten Lohn arbeiten zu gehen, dann kann ich nur sagen: Anderen Job suchen.
Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch gering qualifizierte Menschen gibt, die nicht einfach einen besser bezahlten Job finden können?

Solange die Politik dafür sorgt, dass die Allgemeinheit die Personalkosten von Unternehmen subventioniert, wird sich nichts ändern.
whomabe hat sich bedankt.
Theo.Lingen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2012, 14:51   #13 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Theo.Lingen Beitrag anzeigen
Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch gering qualifizierte Menschen gibt, die nicht einfach einen besser bezahlten Job finden können?

Solange die Politik dafür sorgt, dass die Allgemeinheit die Personalkosten von Unternehmen subventioniert, wird sich nichts ändern.

Und dafür kann jetzt der Arbeitgeber oder die Politik etwas dafür? Wenn ich keine Ausbildung gemacht hätte, wäre ich auch gering Qualifiziert. Dann dürfte ich mich nicht beklagen, wenn ich (zu) wenig verdienen würde.

Ja, die Subventionierung muss aufhören. Allerdings nicht nur hier, sondern auch in anderen Bereichen. Statt zu subventionieren, könnte man stattdessen die Lohnnebenkosten senken. Das würde jedem zu gute kommen.
Idiot hat sich bedankt.
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Alt 19.05.2012, 14:54   #14 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von AlBarto Beitrag anzeigen
Und dafür kann jetzt der Arbeitgeber oder die Politik etwas dafür? Wenn ich keine Ausbildung gemacht hätte, wäre ich auch gering Qualifiziert. Dann dürfte ich mich nicht beklagen, wenn ich (zu) wenig verdienen würde.

Ja, die Subventionierung muss aufhören. Allerdings nicht nur hier, sondern auch in anderen Bereichen. Statt zu subventionieren, könnte man stattdessen die Lohnnebenkosten senken. Das würde jedem zu gute kommen.
Du weißt aber schon, dass die Wirtschaft ein gewisses Maß an gering qualifizierten Menschen braucht und es sehr zu schätzen weiß, dass die Steuer- und Beitragszahler die Personalkosten subventionieren und damit die Unternehergewinne steigern?

Übrigens: Die hohe Zahl gering Qualifizierter ist ein Produkt der Politik. Bei Bildung wird gespart, wo man kann und darüber hinaus. Für die Industrie hat man Milliarden (Abwrackpräme, Rettungsschirme für Banken etc.).
Theo.Lingen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.05.2012, 15:44   #15 (permalink)
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AW: Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie beigelegt

Zitat:
Zitat von Theo.Lingen Beitrag anzeigen
Du weißt aber schon, dass die Wirtschaft ... es sehr zu schätzen weiß, dass die Steuer- und Beitragszahler die Personalkosten subventionieren und damit die Unternehergewinne steigern?
Klar, Mitnahmeeffekte gibt es bei allen Subventionen. Andererseits gibt es aber auch Stellen, die nur dank der Subventionen überhaupt wirtschaftlich sind, und Arbeitnehmer, die ohne Subventionen keine Stelle mehr gefunden hätten.

Genau genommen sind viele dieser Stellen übrigens gar nicht subventioniert. Meist zahlt der Arbeitgeber trotz Subventionen immer noch mehr pro Stunde, als netto beim Arbeitnehmer ankommt. Die staatlichen Haushalte inkl. Sozialversicherungen haben dann insgesamt immer noch einen Gewinn übrig - ganz im Gegensatz dazu, wenn der "Subventionierte" nicht arbeiten würde.

AlBartos Vorschlag, die Lohnnebenkosten zu senken, entspricht weitestgehend auch meinen Vorstellungen. Gerade im unteren Einkommensbereich ist die "Sozialversicherung" das größte Beschäftigungshemmnis und damit alles andere als sozial. Zumindest die Kranken- und Pflegeversicherung, bei der die Leistung absolut unabhängig vom Beitrag ist, sollte zu einem wesentlichen Teil steuerfinanziert werden.

Zitat:
Zitat von Theo.Lingen Beitrag anzeigen
Übrigens: Die hohe Zahl gering Qualifizierter ist ein Produkt der Politik. Bei Bildung wird gespart, wo man kann und darüber hinaus. Für die Industrie hat man Milliarden (Abwrackpräme, Rettungsschirme für Banken etc.).
Tja, die Abwrackprämie hatte eine ähnliche Funktion wie das Kurzarbeitergeld, sie hat geholfen, die Beschäftigung in der Krise halbwegs stabil zu halten. Und nötig wurden diese und viele weitere Ausgaben vor Allem, weil man eine Bank (Lehman) damals nicht gerettet hatte. Die Banken können uns leider erpressen, sie zu retten, weil die Folgen einer Nichtrettung potentiell noch wesentlich teurer sind als die Rettung selbst. Ich würde auch lieber Bildung finanzieren, aber jede Ausgabe hat ihr Für und Wider.

Klar, wir müssen umsteuern. Die Banken müssen dazu gezwungen werden, riskante Geschäfte mit wesentlich mehr Eigenkapital zu unterlegen, nur so kann man die Spekulation eindämmen. Vielleicht lernen die Amis das durch die aktuellen Probleme bei JP Morgan auch endlich. Aber für die aktuellen Probleme kämen diese Maßnahmen selbst dann zu spät, wenn sie alle Staaten sofort umsetzen würden. Und die Welt ist in diesem Punkt noch weit von einer Einigung entfernt.

Ohne eine weltweite Einigung würden in unserer globalisierten Welt leider alle Maßnahmen lediglich auf Standortverlagerungen hinauslaufen. Riskante Geschäfte würden dort abgewickelt, wo die Anforderungen am niedrigsten sind. Und zahlen müsste im Ernstfall dann doch die ganze Welt, das haben wir ja bei Lehman gesehen.
AlBarto hat sich bedankt.
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