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Alt 27.03.2009, 14:43   #761 (permalink)
Wasserfall
 
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Zitat:
Zitat von Dennis100 Beitrag anzeigen
Der Witz ist doch nicht der eigentliche Spitzensteuersatz, sondern dass dieser bereits ab einem Jahreseinkommen von läppischen 52.000 € anfällt! Das verdient doch schon jeder Meister, der bei Mercedes am Band steht! Ich finde, die 42% sollten erst ab 80.000 € anfallen, denn erst dann gehört man meiner Meinung nach zu den Spitzenverdienern!
52000€ sind natürlich nicht gerade mal läppisch, sondern für viele Menschen viel Geld. Ich stimme dir aber zu, daß dieses Jahreseinkommen nicht mit dem Spitzensteuersatz besteuert gehört. Dieser sollte in der Tat frühestens so bei 70-80000€ greifen, bzw. noch später, dann aber ruhig über 42% liegen. Mit einer sozialliberalen Koalition wäre das sicher machbar. Die liegt aber in weiter Ferne.
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Alt 27.03.2009, 14:56   #762 (permalink)
frankie292
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Von Euch zahlt wohl keiner den Spitzensteuersatz, sonst wüsstet Ihr, dass er nicht 42% sondern seit 2007 45% plus Solizuschlag also knapp 48 % beträgt. Die Absenkungen bei der rot grünen Steuerreform, die auf Betreiben der FDP über die Länderkammer zustande kam, wurde von der großen Koalition auf den ursprünglichen Satz von 45% verändert. In den 70ern lag der Satz übrigens bei 56%.
Aber die Frage, die im Wahlkampf eine Rolle spielen sollte, ist eher nicht der Spitzensteuersatz, sondern Antworten auf die Frage, wie man in Zeiten sinkender Wirtschaftsleistung die anstehenden Verteilungskämpfe bewältigen will. Dass die Unternehmen über sinkende Gewinne einen Teil tragen und die vielen neuen Arbeitslosen einen anderen ist zwar klar, reicht aber nicht. Bei -4% sinkendem BSP sind Antworten gefragt, nur gibt sie keiner.
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Alt 27.03.2009, 16:08   #763 (permalink)
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Benutzerbild von XL-MAN
 
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Macht Euch doch mal den "Spass" und gebt paar Zahlen ein.
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Alt 27.03.2009, 16:16   #764 (permalink)
gelöschter Nutzer
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Den Spaß habe ich jeden Monat.

Ca 1/3 Steuer und Soli.
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Alt 27.03.2009, 19:19   #765 (permalink)
Wasserfall
 
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Das Projekt 15 ist gestartet - die Ärzteschaft macht mobil gegen die Verunstalter des dt. Gesundheitswesens (namentlich Ulla S. und Karl L.): Wahlkampf im Wartezimmer: Ärzte wollen SPD auf 15 Prozent drücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
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Alt 27.03.2009, 19:27   #766 (permalink)
Wasserfall
 
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Zitat:
Zitat von frankie292 Beitrag anzeigen
Von Euch zahlt wohl keiner den Spitzensteuersatz, sonst wüsstet Ihr, dass er nicht 42% sondern seit 2007 45% plus Solizuschlag also knapp 48 % beträgt. Die Absenkungen bei der rot grünen Steuerreform, die auf Betreiben der FDP über die Länderkammer zustande kam, wurde von der großen Koalition auf den ursprünglichen Satz von 45% verändert. In den 70ern lag der Satz übrigens bei 56%.
Aber die Frage, die im Wahlkampf eine Rolle spielen sollte, ist eher nicht der Spitzensteuersatz, sondern Antworten auf die Frage, wie man in Zeiten sinkender Wirtschaftsleistung die anstehenden Verteilungskämpfe bewältigen will. Dass die Unternehmen über sinkende Gewinne einen Teil tragen und die vielen neuen Arbeitslosen einen anderen ist zwar klar, reicht aber nicht. Bei -4% sinkendem BSP sind Antworten gefragt, nur gibt sie keiner.
Hach, das ist aber schade, da hat der gute frankie doch bei Wikipedia abgepinselt, sonst würde er die Begriffe sachlich sauber trennen. Der Spitzensteuersatz liegt bei 42%, ungeachtet der Tatsache, daß der Soli da noch draufgesattelt wird. Darüber hinaus gibt es einen sogenannten Tarifbalkon von 45%. Besser also, solche Quellen zu nutzen: Was ist der Spitzensteuersatz?
Um dann von diesen Ablenkungskämpfchen wegzukommen: Ich gebe frankie insofern recht, daß die Gesellschaft insgesamt diese Frage beantworten muß, jetzt da die Erkenntnis naht, daß Wachstum nicht per se existiert. Es wird eine Mischung sein aus Verzicht, Steuersenkungen und -erhöhungen, mehr privater Zahlbereitschaft (Altersabsicherung/Pflege/Gesundheit/Arbeitslosigkeit). Und vor allem wird die Erkenntnis kommen, daß vergangene Generationen über ihre Verhältnisse lebten, was so nicht mehr möglich sein wird. Am Ende steht ein Parteiensystem vieler kleiner Klientelparteien, davon 5-6 Stück bei ca. 15%, mit ständig wechselnden Koalitionen. Das Land wird schwerer regierbarer, auch deswegen, weil es jahrzehntelang mit bleierner Müdigkeit regiert wurde. Der einzige Kanzler, dem man im Nachhinein gewisse Bemühungen attestieren muß war Schröder in den Jahren 2003-2005. Alles andere vorher und nachher war ein großer Murks aus wirtschaftlicher Sicht, weil nicht von Nachhaltigkeitsgedanken geprägt.
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Alt 27.03.2009, 19:35   #767 (permalink)
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Zitat:
Zitat von SchwarzerLord Beitrag anzeigen
Nicht nur das, es ist blanker Betrug - Verarschung der Wähler. Sollte man ihn in das Gefängnis werfen? Sowas gibt es übrigens nur und ausschließlich bei der FDP! Alle anderen Parteien sind vom Vorwurf des Populismus freizusprechen!
Zum anderen Punkt: Und, von wem ist diese Forderung deiner Meinung nach?
Na endlich gibst du es mal zu.
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Alt 27.03.2009, 20:12   #768 (permalink)
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Zitat:
Zitat von Gorcon Beitrag anzeigen
Na endlich gibst du es mal zu.
Gorcon, weißt du was eine Glosse ist?
Ich seh es eher so..... Der Lord kann mich gern verbessern.
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Alt 27.03.2009, 21:17   #769 (permalink)
frankie292
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AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Zitat:
Zitat von SchwarzerLord Beitrag anzeigen
Hach, das ist aber schade, da hat der gute frankie doch bei Wikipedia abgepinselt, sonst würde er die Begriffe sachlich sauber trennen.
Alter Trick! Da musste also die Lordschaft erst einmal selbst auf Quellensuche gehen, um dann festzustellen, dass der Spitzensteuersatz nun einmal 45% plus Soli, ergo knapp 48% beträgt, klar erst ab 250.000 € zu versteuerndem Einkommen, aber hey der Spitzensteuersatz ist und bleibt es.
Die Ärzte gehören wie Rechtsanwälte traditionell zur FDP Kundschaft und sie führen gerade öffentlich ein Schauspiel der Gier und des Neids auf. Das deutsche Gesundheitswesen ist nicht eines der besten der Welt, aber eines der teuersten.
Aber da du mir anscheinend zustimmst, dass unserem Land noch ganz unangenehme Verteilungskämpfe drohen könnten, warum hälst du dann ausgerechnet die Partei des Greed is Go(o)d für geeignet? Das sind doch Parteien, die in christlicher Nächstenliebe oder Solidarität ihr Credo finden, viel geeigneter.

Geändert von frankie292 (27.03.2009 um 21:20 Uhr)
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Alt 28.03.2009, 12:12   #770 (permalink)
Talk-König
 
Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 5.194
AW: 2009 - Das Wahljahr in Deutschland

Zitat:
Zitat von SchwarzerLord Beitrag anzeigen
...
Am Ende steht ein Parteiensystem vieler kleiner Klientelparteien, davon 5-6 Stück bei ca. 15%, mit ständig wechselnden Koalitionen. Das Land wird schwerer regierbarer, auch deswegen, weil es jahrzehntelang mit bleierner Müdigkeit regiert wurde. Der einzige Kanzler, dem man im Nachhinein gewisse Bemühungen attestieren muß war Schröder in den Jahren 2003-2005. Alles andere vorher und nachher war ein großer Murks aus wirtschaftlicher Sicht, weil nicht von Nachhaltigkeitsgedanken geprägt.
Danke schön!
Bereits seit Ende der 80er hatte ich das Gefühl, die Politik reagiert nur und agiert zuwenig. Jeder hatte die Chance, ob Schwarz/Gelb oder Rot/Grün und nur Schröder hat es erkannt. Z.B. die Rentenversicherung. Experten hatten schon in den 80er gewarnt, dass der Generationenvertrag irgendwann sein Gleichgewicht verliert. Das wurde jahrelang vernachlässigt.

Mal eine andere Sache, ich bin mal gespannt welche Partei die Bahnmitarbeiter wählen werden.
LuckySpike ist offline   Mit Zitat antworten
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