Alt 24.06.2004, 23:20   #1 (permalink)
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Radioprogramme doch bald über DVB-T

Habe grade gelesen das Radioprogramme in Berlin über DVB-T gesendet werden sollen.

http://www.infosat.de/index.asp?comm...igital&proid=0



frankkl
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Alt 24.06.2004, 23:36   #2 (permalink)
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AW: Radioprogramme doch bald über DVB-T

na, da haste aber das bisherige top-spiel der EM nicht bis zu ende geguckt!

also ich hätte nix ggn. radio über DVB-T, nur wie kriegt man DAB tot und woher die frequenzen für DVB-T-radio nehmen, wenn nicht stehlen??
MfG
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Alt 24.06.2004, 23:52   #3 (permalink)
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Ausrufezeichen Radioprogramme doch bald über DVB-T

Zitat:
na, da haste aber das bisherige top-spiel der EM nicht bis zu ende geguckt!
Igit,habe kein Europameisterschaftsfussballspiel gesehen


Ist DAB nicht schon tot (oder besser in den den letzten Atemzügen)


frankkl
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Alt 25.06.2004, 12:42   #4 (permalink)
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Rotes Gesicht AW: Radioprogramme doch bald über DVB-T

Ach, immer wieder wird die selbe Sau durch die Dörfer getrieben.

1. DVB-T bleibt vorerst Insellösung und geht bisher nur in Oberbayern auch in die Fläche. Und selbst bei diesen Insellösungen ist nicht überall portabler Indoorempfang gewährleistet. Selbst wenn DVB-T mal 2010 oder später flächendeckend gehen sollte, wird es trotzdem in einem größeren Teil der Fläche nur mit Dachantenne funktionieren (wie beim Analog-TV Empfang bisher halt auch). Das ist beim Fernsehen egal (die sogenannte Grundversorgung kann hier über SAT oder Kabel laufen), aber beim Hörfunk wohl eher nicht (man denke an die Bad- und Küchenradios sowie Autoradios).
Grundversorgung im Hörfunk geht nur über flächedeckende Versorgung und zwar portable indoor.

DAB erfüllt diesen Anspruch bisher auch nicht, überall bis in den Keller empfangbar zu sein, das liegt aber alleine an völlig unsinnigen Auflagen der RegTP, initiiert durch die Bundeswehr, die K12 auf 1kW beschränkt (um Störungen ihrer Funkdienste zu vermeiden). Künftige Netze in K11 oder woanders können dann mit mehr Leistung betrieben werden und gehen dann auch indoor. Selbst dann aber erlaubt DAB im Vergleich zu DVB-T wesentlich geringere Sendeleistungen.


2. Der derzeit abgestrahlte Modus (8K) erlaubt keinen Mobilempfang im Auto bei größeren Geschwindigkeiten, das ist nun mal Fakt. Soll man denn dann auf der Autobahn nicht mehr radiohören dürfen? DVB-T war von Anfang an nicht primär auf Mobilempfang ausgelegt und kann nur über Umwege (Diversityempfänger, mehrere Antennen) dazu bewegt werden. Der Aufwand hierfür ist beträchtlich und sicher vielen Leuten nicht das Geld wert. Warum hier umständlich in Diversity Lösungen investieren, wenn DAB bereits jetzt Mobilempfang bietet?


3. Mit der Nutzung von VHF UND UHF Bereich hat DVB-T genau dasselbe beschissene Antennenproblem wie DAB: es sendet nicht im UKW Bereich und man benötigt deshalb eine neue Antenne und hier noch dazu eine Kombiantenne VHF/UHF (bei DAB VHF/L-Band). Also auch hier kein Vorteil für DVB-T.


4. DAB ist nun mal da, und das europaweit, ebenso wie DVB-T, und warum nicht DVB-T primär für Fernsehen und DAB primär für Hörfunk nutzen? Selbst die Niederländer haben jetzt DAB wieder gestartet und bauen innerhalb weniger Monate ihr Netz flächendeckend aus, in Südtirol gibt es bereits ein zweites Paket, ebenso bald in Dänemark.

5. Energy will deshalb auf DVB-T und nicht auf DAB, weil es über DVB-T mehr Hörer erreicht. Da werden etwa 350 000 DVB-T Nutzer einer Zahl von 50 000 DAB Nutzern gegenüber gestellt. Diese Begründung ist nur allzu nachvollziehbar. Aber auch diese Zahlen sind nur logisch, denn den 350 000 DVB-T Nutzern wurde zuvor die analoge TV-Empfangsmöglichkeit abgestellt, während die 50 000 DAB Nutzer zusätzlich zu UKW DAB empfangen wollen. Und man übersieht schnell, dass es sich bei den 350 000 Leuten primär um TV Nutzer handelt, während die 50 000 DAB Nutzer reine Hörfunknutzer sind. Wieviele der 350 000 DVB-T Nutzer nun tatsächlich die Hörfunk-Taste finden und Energy mit ihrem Wohnzimmerreceiver hören, ist dann die Frage, die sich mir stellt.


Derzeit ist Energy die einzige Radiostation, die mir bekannt ist, die auf DVB-T will. Auf DAB wollen zwar auch nicht viele Programme, aber es gibt welche. Noch spricht Versorgung und Radioprogrammangebot eindeutig für DAB.

Es stellt sich mir langfristig die Frage, ob DAB seine Problemchen (schlechter Indoor Empfang, zu geringe Programmzahl) schneller lösen wird (ab 2006 können die Probleme in Angriff genommen werden, da da die Wellenkonferenz ist) als DVB-T, das frühestens 2010 flächendeckend versorgt ist und dann immer noch nicht zwingend obige Probleme beseitigt haben muss.

Ach ja, das Empfängerproblem: In Großbritannien gibt es jetzt erste DVB-T/DAB Kombis, die nicht mal teuer sind. Der DAB/DVB-T Kombichip ist wohl fertig und somit könnten auch künftig alle neuen DVB-T Empfänger DAB mit an Bord haben und dann stellt sich mir die Frage nicht mehr, ob DAB oder DVB-T für Radio, weil dann jeder DVB-T Nutzer mit diesen Empfänger auch genug Programme hat, wenn er die Radiotaste drückt. Ich finde es schade, dass man nicht bereits zur DVB-T Umstellung in Berlin und NRW solche Kombis verkauft hat.

Versteht mich nicht falsch: es ist mir völlig egal, ob ich nun über UKW, DAB oder DVB-T Hörfunk empfangen kann künftig. Wegen mir erweitert man auch das UKW Band noch ein letztes Mal. Aber was mich tierisch nervt, wenn ich dann im Hörfunkempfang nur noch eingeschränkt bin, und da sehe ich bei DVB-T aus obigen Gründen mehr Probleme als bei DAB.
Andalus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2004, 12:58   #5 (permalink)
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Radioprogramme doch bald über DVB-T

DVB-T kann man hier in Norddeutschland schon bald nicht mehr als Insellösung bezeichnen,
weit über Bremen,Hamburg,Hannover hinaus ist der empfang über die Fläche ab Herbst möglich und in Bayern ist doch nicht viel los !

Im Kabel gibt es Radio und auch über Sat wird Radio übertragen,
also müste es zusetzlich auch zukünftig über DVB-T welche geben neben den Fernsehprogramm wie auch bei den anderen verbreitungswegen !

DAB Geräte sind zuteuer und vorallen unattraktiv,hatte mich mal vor ein paar Wochen infomiert.



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Alt 25.06.2004, 13:44   #6 (permalink)
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AW: Radioprogramme doch bald über DVB-T

"DAB Geräte sind zuteuer und vorallen unattraktiv,hatte mich mal vor ein paar Wochen infomiert."

Na klar ist DAB im Norden unattraktiv... Dafür hier im Süden (München) umso mehr. Aber klar, bei den Verweigerern im Norden...
Und jedes Radioprogramm, das jetzt auf DVB-T setzt, ist doch Mitschuld daran, dass sich alles noch weiter verzögert. Denn an DAB wird man nicht mehr vorbeikommen, DER Zug ist schon abgefahren. Die Frage ist nur, wie lange dauert es und wie lange wir noch Geld reingesteckt, ohne das wieder welches retour kommt.
Klar ist bei DAB das Geräteangebot noch nicht gut, aber es GIBT zumindest Geräte. Abgesehen vom DVB-T TV-Gerät fürs Wohnzimmer habe ich noch kein DVB-T Hörfunkgerät gesehen, das man z.B. in der Küche oder im Bad einsetzen könnte oder unterwegs oder im Auto und ich wüsste auch nicht, dass solche geplant sind. Bei DAB sind die natürlich derzeit auch noch teuer, aber es gibt sie und es sind viele feine Geräte in Planung, bald auch zum günstigen Preis.

Aber gut, dann macht halt der Norden DVB-T, der Süden DAB, vielleicht fällt ja jemandem noch ne dritte und vierte Norm ein... So dass man künftig am Besten für jedes Bundesland ein eigenes Gerät braucht, oder einen überdimensionalen Kombiempfänger.
Andalus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2004, 13:51   #7 (permalink)
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AW: Radioprogramme doch bald über DVB-T

@frankkl

NOCH ist in Bayern nicht viel los, aber wenn gestartet wird, dann wird fast die Hälfte des Freistaates mit DVB-T versorgt werden.

Gut, nicht überall wird mit Zimmerantennen ein Empfang gewährleistet sein, aber das ist auch in den anderen Startinseln nicht der Fall. Während man in den bislang gestarteten Regionen mehr auf die Ballungsräume gesetzt hat, wird man in Bayern beim Start auch gleich von Anfang an mit in die ländlichen Regionen gehen.

Natürlich haben wir hier den Vorteil, dass der Wendelstein mit seinen 1838 m Höhe einen besonderen Senderstandort einnimmt, aber das hätte man in anderen Regionen auch bewerkstelligen können (siehe Brocken, Torfhaus, etc.).

Aufgrund der höheren Reichweite von DVB-T wird sich bezüglich der Abstrahlung von Radioprogrammen via DVB-T sicherlich einiges bewegen. Fernsehen ist den meisten halt doch wichtiger als Radio und solange das UKW-Band genügend analoge Abstrahlungen gewährleistet, wird keiner freiwillig einen zusätzlichen Empfänger für DAB kaufen wollen. Bei der Einführung von DVB-T ist man da halt konsequenter und schaltet in relativ kurzen Zeiträumen die analogen Abstrahlungen ab. Wenn das im Radiobereich genauso erfolgt wäre, dann würden sicherlich wesentlich mehr DAB-Empfänger in Betrieb sein. Ich denke daher schon, dass auch die Hörfunkanbieter ein nicht geringes Interesse an der Verbreitung via DVB-T haben, was auch die Bewerbung von Energy für einen Hörfunkkanal in Berlin zeigt. Und da ist sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen...

Geändert von globalsky (25.06.2004 um 13:53 Uhr)
globalsky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2004, 13:55   #8 (permalink)
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Radioprogramme doch bald über DVB-T

Als Bayer kann man sich das auch schön reden,
wenn bei uns grosse Teile Norddeutschlands mit DVB-T versorgt sind
und Hunderttausende DVB-T Geräte in den Haushalten stehen
fangt Ihr in Bayern an DVB-T Sender auf euren Bergen zustellen


DAB nein danke , ist ein schlechtes teures angebot !

Mit UKW kann Ich inmomend aufgrund der sehr guten günstigen verbreitung noch leben,bei guter bis befriedigender qualität

DVB-T ist sehr attraktiv und günstig bei guter qualität und guten angebot
und
Radio über DVB-T wäre doch noch ein attraktives Zusatzangebot der Fernseher ist sowieso mit der Hifi/Heimkinoanlage verbunden da wären keine zusatzinstalitionen oder kosten mit verbunden.
Ein Knopfdruck auf die DVB-T Geräte Fernbedienung würde genügen um Digitales Radio im Wohnzimmer zugeniessen.




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Geändert von frankkl (25.06.2004 um 14:06 Uhr)
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Alt 25.06.2004, 14:10   #9 (permalink)
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AW: Radioprogramme doch bald über DVB-T

Bloß wie soll ein System (DVB-T) UKW jemals ablösen können, wenn es eben nicht überall empfangbar ist (nicht im Keller, nicht bei der Fahrt auf der Autobahn, nicht im ländlichen Gebiet) ? Da hat ja DAB schon gehörige Probleme, diese Nachfolge anzutreten, aber bei DVB-T sehe ich da noch größere Ausschlußkriterien. Und schaut mal nach Baden-Württemberg, da wird DVB-T ewig nicht kommen, außer in Stuttgart...
Andalus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2004, 14:40   #10 (permalink)
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Ausrufezeichen AW: Radioprogramme doch bald über DVB-T

Hört doch einfach auf technisch zu argumentieren

Kein Radio über DVB-T (was ja zumindest in den Ballungsräumen [die in der Regel mit den Startinseln deckungsgleich sind] Sinn machen würde) ist auch und in erster Linie eine politische Entscheidung!

Wo kämen wir den hin wenn es so einfach wäre und man die Radioprogramme auch noch "huckepack" frei Haus geliefert bekäme.
Das wär ja wie bei "Hotel-TV"
Kanalratte ist offline   Mit Zitat antworten
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