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Zitat von emtewe Ganz so einfach ist es nicht. Wenn du nur Mainstreammusik machst, dann bist du darauf angewiesen dass dein Gedudel auch im Radio läuft, sonst bekommst du deine Sachen nie verkauft. |
Und? Verstehe den Zusammenhang nicht.
Du musst weder bei einem großen Plattenlabel sein, noch dich von der GEMA vertreten lassen, wenn du Musik machen willst. Du wirst es allerdings ungleich schwerer haben. Die Plattenfirmen übernehmen für dich die Produktion und das Marketing -- das kostet Geld. Die GEMA übernimmt für dich die Wahrnehmung der Verwertungsrechte -- das kostet auch Geld.
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Zitat von emtewe Nein, du musst einfach gut sein, die Leute müssen deine Werke gerne lesen, und müssen ein schlechtes Gewissen bekommen wenn sie es tun ohne dich dafür zu entlohnen. |
Ach, das wäre wirklich schön.
Doch warum zum Geier soll das nur für Werke im Sinne des UrhG gelten? Lasst uns doch gleich die Bezahlpflicht im Supermarkt abschaffen. Jeder Kunde bezahlt das, was es ihm wert ist.
Mahlzeit.
Sowas mag im kleinen Kreis durchaus funktionieren. Es gibt ja Restaurants, die das ausprobieren. Aber in der Masse wird es scheitern.
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Zitat von emtewe Ja unbedingt. Ich verzichte darauf sie nicht abzuschliessen. Das mache ich schon immer so.  |
Lost in negation...
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Zitat von emtewe Die Filme und Serien die bei Sky laufen werden ja nicht, oder nur zum Teil, von denen auch produziert. Wer die Werke erschafft, soll dafür auch entsprechend bezahlt werden. |
Tja, und
wer soll sie dafür bezahlen?
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Zitat von emtewe Das streite ich ja auch nicht ab, denn einen Satz in meinem Beitrag scheinst du überlesen zu haben:
Den "Versuch" habe ich dann auch ganz konkret auf die Musikindustrie eingegrenzt, weil mich das Mainstream-Gedudel im Radio sowieso nervt. |
Ich verstehe nicht, warum ausgerechnet diejenigen als "Versuchskaninchen" herhalten sollen, die unser Leben tatsächlich bereichern. Denn ich denke, dass das der Punkt ist. Musik "braucht" man nicht, aber nimmt es gerne mit. Deshalb will auch niemand dafür bezahlen.
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Zitat von emtewe Was aber meinst du genau mit "gerecht"?
Früher habe ich ein Buch gekauft, und habe das im Freundes- und Bekanntenkreis rund 4-5 mal verliehen. Genauso habe ich mir dort Bücher ausgeliehen. Auf ein gekauftes Buch kamen so bei mir rund 5 gelesene. Aber wie sieht es heute mit EBooks aus? Da soll ich für ein DRM geschütztes Werk, welches nur auf meinem einen Abspielgerät läuft, und welches ich nicht verleihen kann, genauso viel zahlen wie für ein gedrucktes Buch? Ist das gerecht? Oder hätte ich früher meine Bücher nicht verleihen dürfen? |
Du darfst gerne deinen Ebook-Reader verleihen. Oder hast du früher die Bücher auf den Kopierer gelegt und die Seiten dann weiter gereicht?
So lange sich die Medien nicht so einfach und nicht verlustfrei kopieren ließen, waren der privaten Weitergaben natürliche Grenzen gesetzt. Platt gesagt: Dass du dein Buch verliehen hast, war mit eingepreist. Doch wie ist das heute? Man müsste für das E-Book dann wohl 1 Mio Euro verlangen, denn schließlich kannst du es ja übers Internet praktisch unendlich weiter verbreiten -- wird dann einfach eingepreist.
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Zitat von emtewe Vor 15 Jahren kamen Bücher eines bestimmten Autors hier neu auf den Markt als Taschenbuch für unter 10 DM, die habe ich alle noch in meinem Bücherregal. Dann wurden die Rechte an einen anderen Verleger verkauft, und heute kommt erstmal die gebundene Fassung für 18,- Euro, und zwei Jahre später das Taschenbuch für 12,80. Gleichzeitig leistet man sich nicht mehr den teuren und guten Übersetzer, welcher es schaffte den Wortwitz zum Teil perfekt zu übersetzen, sondern nimmt statt dessen einen billigeren... 
Und weisst du was, diese Bücher stehen nicht mehr in meinem Regal, die leihe ich mir nur noch. |
Das nennt man praktizierte Marktwirtschaft. Für dich stimmt die Qualität nicht mehr, also kaufst du es nicht. Fertig. Nichts dagegen einzuwenden.
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Zitat von emtewe Du musst immer zwischen der gerechten Entlohnung des Künstlers und der Gier der Zwischenhändler unterscheiden. Ich bin absolut bei dir, wenn es darum geht den Künstler gerecht zu entlohnen, aber ich habe starke Zweifel ob der Anteil den sich manche Zwischenhändler heute gönnen, wirklich im Interesse des Künstlers und des Kunden ist. |
Auch das ist wiederum reine Marktwirtschaft. Aber ist das die Entschuldigung dafür, den Urheber letztlich um seine gerechte Entlohnung zu prellen?