Habe ich heute in den hr3-Nachrichten gehört:
Noch nie gab es so wenig Beschäftigte in der hessischen Industrie wie jetzt.
Man weiß es ja: Der Industrie-Standort Deutschland blutet seit einiger Zeit peu á peu aus. Die Verlagerung von Produktionsstätten ins nähere oder fernere Ausland ist in vollem Gange. Auf längere Sicht gesehen ist wohl eine alternative, wieder positive Entwicklung nicht erkennbar, jedenfalls nicht in dem Umfang, welcher die Abwanderung kompensieren könnte. Die Politik ist zu mehr als notdürftigster Flickschusterei wohl auch nicht in der Lage. Wie auch, wenn unser aller Basis wegbricht? Damit sirbt unser Land. Die traditionellen, großen Produktionsstandorte können auch nur noch durch massivste Steuerbegünstigungen am Abwandern gehemmt werden.
Außer beispielsweise einem sauteuren Edel-Spaten bei Obi bekommt man ja kaum noch Artikel "made in germany". Die Dienstleistungsbranche kann auch keine Alternative darstellen. Denn wenn die Abnehmer der Dienstleistungen nur noch aus dieser Branche kommen ist gesamt gesehen keine Gewinnerwirtschaftung möglich.
Natürlich ist diese Erscheinung nicht auf Deutschland beschränkt. Es betrifft alle traditionellen Industrieländer Westeuropas, Nordamerikas und Japan/Süd-Korea. Bin echt gespannt, was in ein paar Jahren noch läuft, wenn der China-Boom vorbei ist und wir um noch weitere (z.B. nach dort ausgelagerte) Produktionsstätten ärmer sind und wir noch mehr, noch nicht mal in Europa hergestellte Waren zum Kaufen hier haben

. Hier aber immer mehr Leute NICHT das Geld haben, um diese zu kaufen, da ja die Arbeit zum Geldverdienen fehlt.
Ich wollte meinen Job eigentlich nicht in China machen.
Ja, ´s ist wieder sehr volkstümlich formuliert von mir. Ich würde mich aber freuen, wenn mir jemand diese Sorge nehmen könnte. Wie seht ihr das aus eurer speziellen sowie allgemeinen Sicht?
Grüße, majo